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Neue Düsseldorfer Tabelle So viel Unterhalt muss 2018 gezahlt werden

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(Foto: picture alliance / dpa)

Auch im neuen Jahr müssen getrennt lebende Eltern für ihre Kinder tiefer in die Tasche greifen, denn der Mindestunterhalt für Minderjährige erhöht sich erneut. Kleiner Trost, auch die Einkommensgruppen werden erhöht und das Kindergeld wird auf den Bedarf angerechnet.

Getrennt lebende Väter oder Mütter müssen ihren Kindern mehr Unterhalt zahlen. Das ergibt sich aus der neuen Düsseldorfer Tabelle, an der sich die Familiengerichte bei der Festsetzung des Unterhalts orientieren. Zum 1. Januar 2018 wird diese nun geändert.

Der Mindestunterhalt minderjähriger Kinder beträgt dann bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres (1. Altersstufe) 348 statt bisher 342 Euro, für die Zeit vom siebten bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres (2. Altersstufe) 399 Euro statt bisher 393Euro und für die Zeit vom 13. Lebensjahr bis zur Volljährigkeit (3. Altersstufe) 467 Euro statt bisher 460 Euro monatlich.

Diese Erhöhung des Mindestunterhaltes führt zugleich zu einer Änderung der Bedarfssätze der zweiten bis zehnten Einkommensgruppe der Düsseldorfer Tabelle. Sie werden wie in der Vergangenheit in der zweiten bis fünften Einkommensgruppe um jeweils 5 Prozent und in der sechsten bis zehnten Einkommensgruppe um jeweils 8 Prozent des Mindestunterhaltes angehoben.

Demgegenüber bleibt die Düsseldorfer Tabelle hinsichtlich des Bedarfs volljähriger Kinder 2018 unverändert. So soll eine überproportionale Erhöhung des Bedarfs des volljährigen Kindes, das noch im Haushalt eines Elternteiles lebt, im Verhältnis zu dem Bedarf eines allein lebenden Erwachsenen vermieden werden.

Anrechnung des Kindergeldes

Auf den Bedarf des Kindes ist das Kindergeld anzurechnen. Im neuen Jahr erhalten Eltern für das erste und zweite Kind je 194 Euro, für das dritte Kind 200 Euro und für jedes weitere Kind 225 Euro. Dabei kann das Kindergeld seit Jahresanfang 2018 nur noch sechs Monate rückwirkend beantragt werden.Das Kindergeld ist bei minderjährigen Kindern in der Regel zur Hälfte auf den Unterhaltsbedarf anzurechnen.

Der sich genau ergebende Betrag ist aus den Tabellen im Anhang der "Düsseldorfer Tabelle" in Kürze hier ablesbar. Diese umfasst nur regelmäßige Zahlungen für den allgemeinen Lebensbedarf. Unvorhersehbare Aufwendungen müssen gegebenenfalls extra geleistet werden. 

Quelle: n-tv.de, awi

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