Hier droht Gefahr Was dringend beachtet werden sollte, bevor der Strom nach einem Ausfall zurückkommt

Keinen Strom zu haben, ist ziemlich ungemütlich. Wenn er dann wiederkommt, kann es aber auch Probleme geben. Was man deswegen dringend überprüfen sollte.
Der Strom ist weg, die Straße dunkel, die Wohnung kalt. So weit, so unangenehm - aktuell noch für viele Tausend Berliner Haushalte. Denn ist der Strom erst einmal für längere Zeit weg, funktionieren viele alltägliche Dinge nicht mehr. Zum Beispiel:
Leitungswasserversorgung und damit auch die Toilettenspülung. Schlimmstenfalls ist noch genug Wasser für eine Spülung im Kasten.
Mobilfunk und Festnetz. Das Smartphone hat eine Batterie und das Mobilfunknetz stellenweise eine Notstromversorgung. Beides hält aber nur für eine begrenzte Zeit. Auch das Festnetztelefon wird nach kurzer Zeit nicht mehr funktionieren.
Geldautomaten und Supermarktkassen funktionieren nicht mehr. Die Bargeldversorgung und Einkäufe sind so nicht mehr möglich.
Tankstellen. Deren Treibstoffpumpen laufen ebenfalls mit Strom.
Der öffentliche Nah- und Fernverkehr könnte in Teilen ausfallen.
Im Winter könnte die Heizung ausfallen, wenn kein Strom mehr für die Umwälzpumpe zur Verfügung steht.
Die Türklingel. Im Einfamilienhaus kein Problem, im Hoch- oder Mehrfamilienhaus dagegen sehr wohl.
Doch auch der längste Stromausfall endet irgendwann. Dann droht möglicherweise ein unerwartetes Risiko: Brandgefahr durch den unkontrollierten Betrieb elektrischer Geräte.
Deswegen wichtig: Prüfen Sie rechtzeitig, dass elektrische Geräte wie Bügeleisen, Herd, Ofen, Wasserkocher oder Heizlüfter ausgeschaltet sind oder der Netzstecker gezogen ist, rät das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Am besten ist, sofort alles nach Bemerken eines Stromausfalls auszuschalten. Dann können Geräte bei Rückkehr der Stromversorgung nicht unbemerkt laufen und zu einer Gefahr werden.
Geräte lieber nacheinander in Betrieb nehmen
Ein weiteres Risiko: Gehen alle Stromverbraucher bei Rückkehr der Stromversorgung schlagartig wieder in Betrieb, könnte das schlimmstenfalls zu Schäden an den Geräten oder der Hausinstallation führen. Eine Lösung: Ist der Strom wieder da, die Geräte nacheinander einzeln in Betrieb nehmen.
Zuletzt: Aufmerksam sein und nach Wiederherstellung der Stromversorgung und beim Wiedereinschalten von Geräten auf Funken, Brandgeruch oder Rauchentwicklung achten.
Welchen Notvorrat genau man im Haus haben sollte, lesen Sie hier. Und hier, mit welcher Ausrüstung man Blackouts übersteht.