Ratgeber

Verkehrssünder aufgepasst! Was gilt bei verschneiten Verkehrsschildern?

11014622.jpg

Ein Schild, welches - aus welchen Gründen auch immer - nicht mehr zu erkennen ist, verliert seine Wirkung.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Schnee, Eis und Matsch können Autoscheiben verdecken, das Nummernschild, aber auch Verkehrsschilder. Als Ausrede kann der Niederschlag aber nur bedingt herhalten. Das sollten Autofahrer unbedingt wissen.

Viel Schnee auf den Straßen kann Autofahrern zu schaffen machen - und im Zweifel auch ins Geld gehen. Denn wer sich nicht an einige Regeln hält, muss laut ADAC mit Bußgeldern rechnen.

Die Scheiben und Außenspiegel am Auto zum Beispiel müssen bei eisiger Witterung freigekratzt werden - nicht erlaubt ist, dabei den Motor laufen zu lassen, erläutert der Automobilclub. Wer sich nicht daran hält, riskiert ein Verwarnungsgeld in Höhe von 10 Euro.

Mehr zum Thema

Außerdem müssen Fahrzeuge komplett vom Schnee befreit werden, auch hier drohen sonst Bußgelder. 5 Euro kostet ein vom Schnee bedecktes Kennzeichen, bei einer nicht vollständig freigekratzten Frontscheibe sind es 10, bei einem verschneiten Fahrzeugdach sogar bis zu 80 Euro.

Was tun bei zugeschneiten Verkehrszeichen?

Sind Verkehrsschilder zugeschneit, aber anhand ihrer Form noch erkennbar, so bleiben sie gültig. Beim achteckigen Stoppschild ist das einfach. Zum Beispiel runde Zeichen dagegen können mehrere Bedeutungen haben. Sind sie zugeschneit oder stark verdreckt, kann nicht erwartet werden, dass Verkehrsteilnehmer sie befolgen.

Wird ein Autofahrer geblitzt, muss er den Angaben zufolge allerdings im Nachhinein beweisen, dass ein Schild nicht zu erkennen war. Beim Einspruch gegen den Bußgeldbescheid ist dann ein Wettergutachten vorzulegen. Das gibt es kostenpflichtig beim Wetterdienst.

Ortskundige wiederum, die zum Beispiel die lokal vorgeschriebenen Geschwindigkeiten kennen, müssen sich auch ohne gut lesbares Schild daran halten. Wer zum Beispiel auf seinem üblichen Weg zur Arbeit geblitzt wird, kann sich nicht auf zugeschneite Schilder berufen.

Nummernschild unleserlich?

Schnee, Matsch oder ordinärer Dreck - so manches verklebt dieser Tage auch das Nummernschild. Das erschwert dessen Lesbarkeit deutlich. Nun stellt sich die Frage, ob die Fahrer einfach auf bessere Tage warten können, bevor sie zum Schwamm greifen oder ob das Nummerschild immer deutlich zu erkennen sein muss? Und manch einer könnte ja auch auf die Idee kommen, vorsätzlich etwas Pampe extra aufzutragen, um dann unerkannt die eine oder andere Verkehrssünde zu begehen.

Doch egal, ob die Unleserlichkeit auf Nachlässigkeit oder Vorsatz beruht - das Kennzeichen muss deutlich zu erkennen sein. Andernfalls muss ein Bußgeld von 5 Euro bezahlt werden. Im ersten Fall. Wer mit Absicht maskiert - sei es mit Schmutz, Glas, Folie oder einem anderen Material - für den erhöht sich der Betrag auf 65 Euro.

Kein Knöllchen bei zugeschneitem Parkausweis

Wird das Auto allerdings während des Einkaufs zugeschneit und sind somit korrekt hinter der Frontscheibe platzierte Parkausweise oder Parkscheiben nicht mehr sichtbar, gibt es laut ADAC kein Knöllchen.

Quelle: ntv.de, awi/dpa