Ratgeber

Kinder, Hunde, Fahrrad Was man bei Gewitter nicht berühren darf

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Gewitter: Die Gefahr ist erst vorbei, wenn man eine halbe Stunde lang keinen Donner mehr wahrgenommen hat.

(Foto: picture alliance / Marcel Kusch/)

Bei einem Gewitter draußen besteht nicht nur die Gefahr, direkt von einem Blitz getroffen zu werden. Auch Blitzüberschläge sind möglich. Daher sollte man die Nähe zu vielen Gegenständen und auch anderen Menschen vermeiden.

Alltägliches Tun kann bei einem Gewitter zur Gefahr werden. Vieles sollte man zum Beispiel nicht anfassen:

Kinder und Hunde

Wer in der freien Natur von einem Gewitter überrascht wird, sollte nicht in der Gruppe mit anderen Menschen Schutz suchen. Der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) rät, sich einzeln in eine Bodenmulde zu kauern. Am besten in die Hocke gehen, Füße geschlossen halten und die Arme um die Knie legen, Kopf darauf. Zu anderen Lebewesen - auch den eigenen Kindern und dem Hund - einen Abstand von mindestens einem Meter, besser sogar drei Metern einhalten. Wichtig: Die Gefahr ist erst vorbei, wenn man eine halbe Stunde lang keinen Donner mehr wahrgenommen hat.

Sicher sind Passagiere in Autos mit Ganzmetallkarosserie, erklärt der VDE. Denn dort schützt sie ein sogenannter faradayscher Käfig: Schlägt der Blitz ein, leitet die Außenhaut aus Metall den Strom zur Erde ab. Generell kann ein Auto durch den Blitzeinschlag Schaden nehmen, zum Beispiel die Reifen durch die Hitze des Stroms. Dessen elektromagnetisches Feld könne zudem die Elektronik des Autos beschädigen. Nach dem Gewitter prüfen die Autofahrer sicherheitshalber die Funktionen der Elektronik.

Regenschirm

Er besteht meistens aus Metall. Daher kann der Regenschirm bei Gewittern zur tödlichen Gefahr werden, genauso gilt das zum Beispiel für Golfschläger und Trolleys. Der VDE rät daher: Wer von einem Gewitter überrascht wird, sollte all diese Gegenstände bei der Suche nach einem Unterschlupf zurücklassen.

Fahrrad

Es ist aus Metall und daher eine tödliche Gefahr. Daher müssen Rad-, aber auch Motorradfahrer bei einem Gewitter auf jeden Fall die Fahrt unterbrechen. Dann in einem Abstand von mindestens drei Metern zum Gefährt und am besten auf Asphalt in die Hocke gehen, besser noch ein schützendes Gebäude aufsuchen.

Wände und Metallleitungen im Haus

Wer kein Blitzschutzsystem im Gebäude hat, sollte Kontakt zu allen metallenen Leitungen vermeiden, die von außen ins Haus führen. Das können Wasser-, Gas-, Strom-, Telefonleitung sowie das Antennenkabel und die Fernwärmeversorgung sein. Das heißt auch: Während des Unwetters keine ungeschützte Telefonanlage nutzen sowie besser nicht duschen oder baden. Und am besten alle Stecker von Elektrogeräten ziehen.

Quelle: ntv.de, awi/dpa