Ratgeber
Auch wenn das Auto versichert ist, darf nicht jeder hinters Steuer.
Auch wenn das Auto versichert ist, darf nicht jeder hinters Steuer.(Foto: imago/Westend61)
Montag, 12. März 2018

Trotzdem versichert: Wenn sich der Freund den Wagen leiht

Das Auto mal eben verleihen - warum nicht? Ist doch schön, wenn man anderen behilflich sein kann. Ärgerlich nur, wenn es dann kracht und kein Drittfahrerschutz beim Versicherer abgeschlossen wurde. Dabei geht das ganz einfach, wie Finanztest erklärt.

Wer sich nicht an die Spielregeln beim Autofahren hält, muss damit rechnen, dass die Versicherung die Leistung im Schadensfall verweigert oder aber nur eingeschränkt zahlt. Dies gilt nicht nur bei etwaigen Fehlverhalten, sondern auch bei der Frage, wer denn das Auto lenkt.

Deshalb sollten alle, die hin und wieder ihren Wagen verleihen, bei der Versicherung nachfragen, ob eine Mitnutzung des Autos durch einen fremden Fahrer erlaubt ist. Viele Versicherer lassen das gelegentlich kostenlos zu. Ist dem nicht so, sollten sich Autobesitzer rechtzeitig um einen Drittfahrer- oder Zusatzfahrerschutz kümmern. Denn ansonsten könnte sich die Kfz-Versicherung im Schadensfall die Leistung unter Umständen zurückholen oder eine Vertragsstrafen verhängen, wenn ein nicht eingetragener Fahrer den Wagen fährt. Letzteres ist oft auch dann möglich, wenn der Versicherer allein vom Verleihen an einen unberechtigten Fahrer erfährt - auch ohne Unfall. In einem Notfall droht in der Regel jedoch keine Vertragsstrafe. ­Wem etwa auf der Auto­bahn schlecht wird, der darf seinen Beifahrer die Strecke nach Hause fahren lassen.

Dennoch ist in vielen Verträgen der Fahrer­kreis beschränkt und das Verleihen nicht vorgesehen. Manche Versicherer bieten ihren Kunden aber auch die Möglich­keit, im Internet einen Zusatz­fahrer zu melden. Die Kosten liegen zwischen 1,72 Euro und 6,99 Euro für 24 Stunden, wie Finanztest berichtet.

Ist dies bei der eigenen Versicherung nicht möglich, lässt sich die Zusatz-Police auch bei einem anderen Anbieter erwerben. Auch hier wird man im Internet fündig. So kann man kurzerhand bei der Bayerischen und bei Friday einen Fahrer dazubuchen. Erstere verlangt 6,99 Euro für 24 Stunden. Bei Friday gibt es Schutz ab 5,49 Euro. Über Onlinebezahl­systeme wie Paypal ist direktes Bezahlen und ein schneller Abschluss möglich. Bei beiden ist die Leistung des Versicherers aber auf maximal 5000 Euro begrenzt.

Quelle: n-tv.de