Tests

Kompetente Beratung gefragt Vermögensverwalter-Test 2019

Wo werden vermögende Kunden bei der Geldanlage am besten beraten? Der große Bankentest von Focus-Money und n-tv liefert die Antwort.

LogoVV.JPG

Vermögende Kunden sind in der Wahl des passenden Verwalters dabei zunehmend anspruchsvoll. Immerhin jeder dritte wohlhabende Privatkunde in Deutschland ist dazu bereit, innerhalb der nächsten drei Jahre seinen Vermögensverwalter zu wechseln, wenn er mit der Leistung nicht mehr zufrieden sein sollte. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Beratungsunternehmens Ernst & Young hervor. Eine große Rolle bei einem möglichen Wechsel spielen dabei die Kosten.

Kompetente Beratung und transparente Kosten

Viele Anbieter haben auf die neuen Herausforderungen in der Branche reagiert und setzen auf einen intensiveren Kundenkontakt und eine transparente Gebührenstruktur. Um herauszufinden, welche Institute und Vermögensverwalter wohlhabenden Kunden aktuell die beste Anlageberatung bieten, hat n-tv in Zusammenarbeit mit Focus-Money und dem Münchener Institut für Vermögensaufbau die Beratungsqualität von Banken und Vermögensverwaltungen zum 13. Mal getestet. Das Ergebnis: Immerhin 17 Anbieter haben mit der Bestnote "Herausragend" abgeschnitten (siehe Tabelle).

VVAward.JPG


TÜV für Vermögensverwaltungen

In den umfassenden Bankentest wurden jene Institute mit einbezogen, die laut der Private-Banking-Studie einer renommierten Personalberatungsgesellschaft zu den führenden Häusern in den Regionen Berlin, Köln, Frankfurt am Main, Hamburg, München und Stuttgart zählen. Darüber hinaus wurden "Wildcards" an Banken vergeben, die für Focus-Money aus fachlichen Gründen von besonderem Interesse sind. Dazu zählen etwa größere Sparkassen sowie private Vermögensverwalter.

Für den Test setzte das Institut für Vermögensaufbau insgesamt fünf Testpersonen ein, die über ihre Vermögensverhältnisse und Anlageziele sehr ähnliche Angaben machten. Angeblich stand ihnen neben einem vorhandenen Depot dank einer Erbschaft oder eines Immobilienverkaufs jeweils ein zusätzlicher Betrag nach Steuern von 500 000 Euro zur Anlage zur Verfügung. Die Testkunden gaben an, sich nicht selbst um die Anlage kümmern zu wollen. Daher seien sie auf der Suche nach einer umfassenden und professionellen Vermögensverwaltung. Zudem würden sie das Geld auf absehbare Zeit nicht benötigen und seien daher bereit, auch eine Aktienquote von 50 Prozent oder mehr zu akzeptieren. Bei solchen Vorgaben sind eine hohe Beratungsqualität und Risikoaufklärung unabdingbar.

Aktienquote leicht gestiegen

Bei der Auswertung der Testergebnisse fällt auf den ersten Blick auf, dass so gut wie alle Banken und Vermögensverwaltungen den Aktienanteil in den Musterportfolios im Vergleich zu den Vorschlägen des vergangenen Jahres wieder leicht erhöht haben. Die Aktienquote des durchschnittlichen Anlagevorschlags liegt bei 49,7 Prozent. Weitere knapp 43 Prozent der Anlagesumme werden bei der durchschnittlichen Asset-Allocation in Anleihen und Liquidität investiert. Auf Edelmetalle, Immobilien und Derivate entfallen im Durchschnitt jeweils nur wenige Prozent. Die Cash-Quote hat sich im Vergleich zum letzten Jahr kaum verändert.

Vergleichen zahlt sich aus

Neben der Qualität der Anlagevorschläge kann sich für Kunden auch ein genauerer Blick auf die Kosten lohnen. Denn bei der Höhe der Gebühren offenbarte der Test deutliche Unterschiede bei den einzelnen Anbietern. Die annualisierten Kosten über drei Jahre sind beispielsweise bei der teuersten Gesamtlösung rund dreieinhalbmal so hoch wie bei der günstigsten, bei der es sich sogar um eine Vermögensverwaltung handelt, die sämtliche Zusatzleistungen beinhaltet.

Quelle: n-tv.de