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Neapel weint, Tuchels PSG feiert Salah rettet FC Liverpool vor dem Crash

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Nach seinem jüngsten Dreierpack in der Premier League begnügte sich Mohamed Salah gegen Neapel mit einem Törchen. Das reichte Liverpool aber zum Weiterkommen.

(Foto: Action Images via Reuters)

Auf die Fußball-Magie der Anfield Road bleibt auch im "Finale" gegen Neapel Verlass. Im legendären Stadion kämpft Klopps FC Liverpool die Italiener noch aus der Königsklasse, weil auch Tuchels Pariser siegen. Tottenham vollendet in Barcelona sein kleines Wunder.

Jürgen Klopp hat es mit dem FC Liverpool doch noch geschafft und neben seinem deutschen Trainerkollegen Thomas Tuchel und Paris Saint-Germain das Achtelfinale der Champions League erreicht. Die Reds siegten im Gruppen-Finale gegen den SSC Neapel 1:0 (1:0) und sicherten sich damit den zweiten Tabellenplatz in Gruppe C hinter PSG, das bei Roter Stern Belgrad 4:1 (2:0) gewann.

An einem dieser typischen Europacup-Abende an der legendären Anfield Road schoss Superstar Mohamed Salah mit seinem Tor in der 34. Minute den Liverpool-Heimsieg heraus. Der Ägypter war erst am vergangenen Wochenende der Matchwinner beim 4:0 in Bournemouth gewesen, als er sogar dreimal traf. Durch den knappen Sieg gegen Neapel entschied der Premier-League-Spitzenreiter den direkten Vergleich gegen die Italiener aufgrund der besseren Tordifferenz für sich. Für SSC-Trainer Carlo Ancelotti und sein Team bleibt damit nur der Abstieg in die Europa League.

Salah war an zahlreichen Top- und Tor-Szenen von Liverpool beteiligt. In der achten Minute hatte er bereits die Riesenchance zur Führung, doch er legte sich den Ball zu weit vor. Das Tor holte er dann aber aus spitzem Winkel nach, allerdings dank gütiger Mithilfe von SSC-Schlussmann David Ospina - der auf einen Pass spekuliert hatte und getunnelt wurde. In der zweiten Halbzeit hätte Salah das Spiel vorentscheiden können (50./74.), scheiterte aber jeweils.

Neapel schludert, Paris eiskalt

Das blieb letztlich unbestraft. Ungefährlich waren die Neapolitaner aber keineswegs. Schon vor dem Rückstand hatte Marek Hamsik eine gute Gelegenheit (17.), für eine Vorentscheidung zugunsten der Italiener zu sorgen. Bei einem Treffer der Gäste hätte Liverpool, in der Vorsaison im Finale dabei, nämlich schon mit zwei Toren Unterschied gewinnen müssen, also ein 3:1 gebraucht. Doch Hamsik scheitert - und in der wilden Schlussphase hielt Liverpool-Keeper Alisson Becker den knappen Erfolg gegen stürmende Italiener fest.

Weniger spannend machte es PSG in Belgrad. Edinson Cavani (9.) und Superstar Neymar (40.) sorgten schon in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse. Daran änderte auch der zwischenzeitliche Anschlusstreffer durch Marko Gobeljic (56.) nichts, denn Marquinhos (74.) und Kylian Mbappé (90.+2) trafen noch für PSG. Der Ex-Schalker Thilo Kehrer gehörte im Gegensatz zum später eingewechselten Nationalmannschaftskollegen Julian Draxler der Startelf an. Damit geht die Tuchel-Elf bei der Auslosung am Montag in Nyon Top-Gegnern wie dem FC Barcelona oder Titelverteidiger Real Madrid im Achtelfinale aus dem Weg. Liverpool könnte hingegen neben den spanischen Giganten auch auf Borussia Dortmund treffen, das Ex-Team von Coach Jürgen Klopp.

Tottenham schafft sein Wunder

In Gruppe B sicherte sich Tottenham Hotspur tatsächlich noch das offene Ticket für die K.o.-Runde. Die Engländer, die in den ersten drei Gruppenspielen nur einen Punkt geholt hatten, erkämpften sich ein 1:1 (0:1) beim Gruppenersten FC Barcelona. Das reichte zur Vollendung des wundersamen Weiterkommens, da Inter Mailand zeitgleich nicht über ein 1:1 (0:1) gegen die PSV Eindhoven hinauskam.

Barcelona ging durch den Treffer des früheren Dortmunders Ousmane Dembélé (7.) ganz früh in Führung, doch Tottenham glich durch Lucas aus (85.). In Mailand traf Mauro Icardi (73.) zum Ausgleich, nachdem Hirving Lozano (12.) die auf Platz vier abgeschlagenen Niederländer in Führung gebracht hatte.

In Gruppe A verspielte Atlético Madrid den Gruppensieg durch ein 0:0 beim FC Brügge, womit Borussia Dortmund vorbeizog. In Gruppe D standen der FC Porto und der FC Schalke 04 bereits als Achtelfinalisten fest. Porto beendete die Gruppe nach dem 3:2 bei Galatasaray Istanbul mit 16 Punkten auf Platz eins.

Quelle: ntv.de, cwo/dpa