Fußball

Nürnberg kriecht aus Zweitligakeller Alle drei Ostklubs verlieren

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Nürnberg sprang mit dem Erfolg auf Rang 13.

(Foto: imago/Zink)

Überraschungen bieten die Freitagspartien der 2. Fußball-Bundesliga. Nürnberg gewinnt gegen Union Berlin, ebenso Bochum auswärts in Aue und Sandhausen gegen Dresden. Aufsteiger Dynamo ist wohl auf dem Boden der Tatsachen angekommen.

Der 1. FC Nürnberg hat gegen das Überraschungsteam Union Berlin mit dem zweiten Sieg in Folge einen weiteren Schritt aus der Krise gemacht. Die Franken gewannen am achten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga 2:0 (1:0) gegen die Köpenicker und kletterten mit nun acht Punkten auf den 14. Tabellenplatz. Union ist Dritter mit 14 Zählern.

Kevin Möhwald (45.+1) und Cedric Teuchert (83.) trafen für den Club. Lange passierte vor 24.465 Zuschauern nicht viel, doch kurz vor der Pause wurde es kurios: Union-Neuzugang Kristian Pedersen stieg sehr hart gegen FCN-Torwart Thorsten Kirschbaum ein und sah die Gelb-Rote Karte (39.). Drei Minuten später zeigte der erst 26 Jahre alte Schiedsrichter Daniel Schlager dem Nürnberger Edgar Salli ebenfalls Gelb-Rot. Nur wenig später erzielte Möhwald den Führungstreffer.

In der 55. Minute hatte erneut Möhwald die große Chance zum 2:0, scheiterte jedoch an Union-Keeper Jakob Busk. Auch in der Folgezeit agierte Union viel zu passiv, um das Spiel noch zu drehen. So besorgte Teuchert nach einem Konter in der Schlussphase das zweite Tor für die Franken.

Torreigen im Erzgebirge

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Bochums Trainer Gertjan Verbeek sah einen Sieg seiner Mannschaft.

(Foto: dpa)

Der VfL Bochum feierte indes nach zwei sieglosen Spielen in Serie wieder ein Erfolgserlebnis. Im Duell mit Aufsteiger Erzgebirge Aue gewann das Team von Trainer Gertjan Verbeek 4:2 (2:2). Johannes Wurtz (2.) hatte den VfL früh in Führung gebracht, die Stürmer Pascal Köpke (5.) mit seinem vierten Saisontor ausglich. Auch Aues Führung durch Simon Skarlatidis (12.) hielt nicht lange. Thomas Eisfeld (14.) erzielte per Schlenzer das zwischenzeitliche 2:2. Jan Gyamerah (69.) und Peniel Mlapa (90.+1) besorgten in der zweiten Hälfte den Gästesieg. Zudem sah Aues Christian Tiffert die Gelb-Rote Karte (88.).

In der offensiv geführten Partie vor 7.300 Zuschauern kamen die Teams nach dem turbulenten Start erst zum Ende der ersten Hälfte etwas zur Ruhe. Beide Verteidigungsreihen ließen den Gegner zu oft gewähren, viele Torraumszenen waren die Folge. Marco Stiepermann (42.) hatte kurz vor der Pause die große Chance auf Bochums erneute Führung. Sein Kopfball landete jedoch am Außenpfosten. Auch im zweiten Durchgang verlor die Partie nicht an Intensität. Beide Mannschaften bemühten sich um ein gradliniges Offensivspiel. Eisfeld (46.) und Nico Rieble (48.) vergaben klare Chancen für die Gäste, während Aue zwar viel lief, aber weitere zwingende Möglichkeiten vermissen ließ. Dann trafen Gyamerah und Mlapa.

Bochum hat durch den Sieg nun zwölf Punkte auf dem Konto und klettert zwischenzeitlich auf den sechsten Rang. Aue steht mit sieben Zählern auf dem 14. Platz.

Sandhausen zieht an Dresden vorbei

Drittligameister Dynamo Dresden wird nach verheißungsvollem Saisonstart indes auf den Boden der Tatsachen geholt. Die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus erlitt beim SV Sandhausen mit 0:2 (0:2) die dritte Niederlage aus den letzten vier Spielen und muss sich allmählich nach unten orientieren. Bei den Sandhäusern ist der Trend gegenläufig. Dank der Ausbeute von sieben Punkten aus den letzten vier Spielen zogen die Badener aufgrund der besseren Tordifferenz an Dresden vorbei. Beide Klubs haben neun Punkte auf dem Konto.

Andrew Wooten (8.) und Tim Kister (15.) sorgten vor 5754 Zuschauern im Hardtwaldstadion früh für klare Verhältnisse. Dresdens Stefan Kutschke verfehlte mit seinem Kopfball in der 5. Minute das Gehäuse der Gastgeber nur knapp, auf der Gegenseite schlug Wooten an seinem 27. Geburtstag mit einem Abstauber zu.

Nach dem 0:2 durch den Kopfballtreffer von Kister nach einer Ecke rannte Dresden an. In der 63. Minute scheiterten Erich Berko und Niklas Hauptmann binnen weniger Sekunden aus aussichtsreicher Position an SVS-Keeper Marco Knaller. Vier Minuten vor dem Ende verpasste auch Kutschke (86.) knapp den Anschluss.

Quelle: n-tv.de, rpe/SID

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