Fußball

Zweitligisten straucheln im Pokal Die Sensationen bleiben (fast) aus

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Auch Rauchbomben halfen den Fans des 1. FC Union Berlin nicht: Der Zweitligist verliert in der ersten Runde des DFB-Pokals.

(Foto: imago/Eibner)

Die erste Runde des DFB-Pokals ist ja immer mal wieder für eine Überraschung gut. Große Sensationen gibt es bisher aber nicht. Schalke, Wolfsburg und Köln siegen souverän. Bei den Vertretern aus Liga Zwei sieht das schon anders aus.

Die Bundesligisten halten sich in der 1. Runde des DFB-Pokals weiter schadlos. Dafür erleben die Zweitligisten Union Berlin und SpVgg Greuther Fürth ein böses Erwachen. Die Berliner verloren beim Viertligisten Viktoria Köln mit 1:2 (1:0), die Fürther beim Zweitliga-Absteiger Erzgebirge Aue 0:1 (0:0).

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Wolfsburg zeigte sich souverän gegen die Stuttgarter Kickers - trotz Gegentors. Hier schiebt Bendtner den Ball ins Tor.

(Foto: dpa)

Aus der Bundesliga zogen Titelverteidiger VfL Wolfsburg durch ein 4:1 (2:0) beim Drittliga-Spitzenteam Stuttgarter Kickers, Schalke 04 nach einem nie gefährdeten 5:0 (3:0) beim Zweitligisten MSV Duisburg, Bayer Leverkusen nach einem 3:0 (1:0) bei Regionalligist Sportfreunde Lotte, der 1. FC Köln durch ein 4:0 (2:0) beim SV Meppen und Eintracht Frankfurt durch ein 3:0 (1:0) beim Fünftligisten Bremer SV in die 2. Runde ein. Werder Bremen benötigte die Verlängerung, um sich mit 2:0 bei Drittligist Würzburger Kickers zu behaupten. Als einziger von drei Zweitligisten gewann Eintracht Braunschweig mit 1:0 (0:0) bei Drittligist Hallescher FC.

Torreigen von Wolfsburg und Schalke

In Stuttgart erwischte Wolfsburg durch Neuzugang Max Kruse einen Start nach Maß (4.), Bas Dost nahm den Kickers Sekunden vor dem Pausenpfiff die letzte Hoffnung auf eine Sensation. Kevin de Bruyne (47.) und Nicklas Bendtner (86.) sorgten bei einem Gegentor von Lhadji Badiane (79.) für den standesgemäßen Sieg.

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Franco Di Santo macht für Schalke das 4:0 klar.

(Foto: imago/Team 2)

Auch Schalke ließ nie Zweifel am Sieg im Derby bei den auch in der zweiten Liga mit zwei Niederlagen gestarteten Duisburgern. Klaas-Jan Huntelaar (4.), Matija Nastasic (39.) und Neuzugang Johannes Geis (45.+1) schossen zur Pause eine komfortable Führung heraus, Neuzugang Franco Di Santo (63.) und Leon Goretzka (85.) trafen in der zweiten Halbzeit. Duisburg spielte nach einer Gelb-Roten Karte gegen Branimir Bajic eine Stunde in Unterzahl. Dass Torhüter Michael Ratajczak einen Foulelfmeter von Di Santo hielt, war ein schwacher Trost (32.).

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Der Meppener Muhamed Alawie (l.) und der Kölner Yuya Osako im Zweikampf.

(Foto: dpa)

Auch der langjährige Zweitligist Meppen durfte gegen Köln nie ernsthaft auf eine Sensation hoffen. Kölns Neuzugang Anthony Modeste traf bereits nach 45 Sekunden und legte noch zweimal nach (27., Foulelfmeter/79.). Für den Endstand sorgte Simon Zoller (87.). Meppens Torhüter Benjamin Gommert sah bereits früh Rot (24.).

Elfmeter verschossen

Für Leverkusen trafen Torjäger Stefan Kießling (15.) sowie Hakan Calhanoglu (55.) und der neue Kapitän Lars Bender (77.) jeweils per Foulelfmeter. Lottes Tim Gorschlüter sah nach einer Notbremse vor dem zweiten Elfmeter die Rote Karte (77.). Frankfurts Sieg in Bremen sicherten Neuzugang Luc Castaignos (31.), Stefan Aigner (52.) und Luca Waldschmidt (71.).

Braunschweig wurde von Joker Hendrick Zuck (67.) erlöst. Fürth verlor durch das Tor von Simon Skarlatidis (68.). Union war durch Neuzugang Collin Quaner in Führung gegangen (41.). Doch nachdem Damir Kreilach einen Foulelfmeter neben das Tor geschossen hatte (48.), glich Kapitän Mike Wunderlich für Köln aus (68.). Jules Reimerink (74.) machte die Überraschung perfekt.

Am Freitag hatten sich bereits die Bundesligisten FC Augsburg (3:1 n.V. bei der SV Elversberg) und Darmstadt 98 (5:0 beim TuS Erndtebrück) sowie Zweitligist FSV Frankfurt (2:0 beim BFC Dynamo) durchgesetzt. Die 1. Hauptrunde wird mit drei Spielen am späten Samstag, 13 Partien am Sonntag und vier Begegnungen am Montag abgeschlossen.

Quelle: n-tv.de, mli/sid

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