Fußball

Sieglos seit dem 24. Oktober (!) Jetzt ist die Krise des Hamburger SV amtlich

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Und schon wieder nicht gewonnen: Der HSV erlebt eine veritable Herbstkrise.

(Foto: picture alliance/dpa)

So überragend der Saisonstart des Hamburger SV in diese Zweitliga-Saison war, so bitter ist der aktuelle Absturz. Zum fünften Mal in Serie bleibt die Mannschaft ohne Sieg, gegen Hannover 96 gibt's gar die dritte Niederlage hintereinander. Auch der Tabellenführer verliert überraschend.

Hamburger SV - Hannover 96

Mit dem ersten Auswärtssieg der Saison hat Hannover 96 die Krise beim Hamburger SV verschärft. Im Duell der schwächelnden Zweitliga-Aufstiegsfavoriten setzten sich die Niedersachsen im Volkspark mit 1:0 (1:0) durch. Die dritte Niederlage in Folge weckt beim HSV, der über eine Stunde in Unterzahl spielen musste, Erinnerungen an die Vorsaison. Damals hatten die Hamburger im Herbst die entscheidenden Punkte für den Wiederaufstieg liegen gelassen. Hannover holte dank des Tores von Hendrik Weydandt (13.) im fünften Auswärtsspiel die ersten Zähler und kletterte ins Tabellenmittelfeld. Die 96er liegen allerdings noch immer deutlich hinter ihren Ansprüchen zurück.

Für die Hamburger begann das Spiel denkbar schlecht schlecht. Nach dem frühen Rückstand machte Kittel seinem Team mit Gelb-Rot innerhalb von zwölf Minuten einen dicken Strich durch die Rechnung. Im Seitenaus trat der von Trainer Daniel Thioune kritisierte Mittelfeldspieler den Japaner Sei Muroya ganz offensichtlich übermotiviert um (25.) und kassierte den ersten Platzverweis seiner Karriere. Doch auch in Unterzahl hatte der HSV große Chancen auf den Ausgleich, doch Simon Terodde und Josha Vagnoman scheiterten innerhalb von Sekunden am reaktionsschnellen 96-Keeper Michael Esser (43.). Auch in der zweiten Halbzeit waren die Gastgeber die dominierende Mannschaft, Hannover verteidigte kompakt. Esser rettete noch einmal in höchster Not gegen Terodde (77.).

SpVgg Greuther Fürth - 1. FC Heidenheim 0:1 (0:0)

Der 1. FC Heidenheim hat die Siegesserie der SpVgg Greuther Fürth gestoppt. Die Franken unterlagen mit 0:1 (0:0) und verpassten damit die Rücknahme der Tabellenführung von Holstein Kiel. Zuletzt hatte Fürth fünfmal in Folge gewonnen. Norman Theuerkauf (60.) erzielte das 1:0 für die Gäste und profitierte von einem Ballverlust von Julian Green in der Vorwärtsbewegung der Hausherren. Das Kleeblatt hat jetzt 18 Punkte auf dem Konto. Es war das sechste Spiel in Folge für die Fürther ohne Sieg gegen Heidenheim.

Die Gastgeber bestimmten zunächst das Geschehen, agierten gewohnt spielstark und mit guten Ballstafetten. Die Heidenheimer, die kurzfristig auf die coronapositiven Gianni Mollo und Julian Stark verzichten mussten, hatten Probleme mit dem Umschaltspiel der Fürther, die immer wieder Offensivakzente setzen konnten. Sebastian Ernst (22.) hatte eine gute Einschusschance, allerdings wurde sein Schuss noch entscheidend abgefälscht. Der zuletzt dreimal gegen den Hamburger SV erfolgreiche Christian Kühlwetter aufseiten der Heidenheimer wurde immer wieder von seinen Mitspielern gesucht, allerdings hatten die Fürther den schon achtmal in dieser Saison erfolgreichen Angreifer gut im Griff. In der 47. Minute zwang Green Heidenheims Torwart Kevin Müller aus 25 Metern mit einem fulminanten Fernschuss zu einer Glanzparade, mit einer Hand lenkte der Keeper den Ball über die Latte. Aber Heidenheim blieb aufmerksam und zweikampfstark. Nach Greens Ballverlust bediente Tobias Mohr im Konterspiel den im Sechzehnmeterraum postierten Theuerkauf, der per Flachschuss vollstreckte.

VfL Osnabrück - Karlsruher SC 1:2 (1:0)

Rückschlag für den VfL Osnabrück: Die Niedersachsen unterlagen gegen den Karlsruher SC 1:2 (1:0) und verpassten den Sprung auf Platz zwei. Timo Beermann (28.) erzielte das 1:0 für den VfL, Dominik Kother (77.) gelang der Ausgleich für die Karlsruher. Philipp Hofmann (88.) traf zum KSC-Sieg. Es war der vierte Sieg in Folge für die Gäste. Marc Lorenz (3.) besaß die erste Chance für die Karlsruher, doch sein Kopfball landete am Außennetz. Beermann (7.) hatte die erste Gelegenheit für die Gastgeber. Es entwickelte sich eine kampfbetonte Partie, in der der VfL etwas besser zur Geltung kam. Allerdings hielten die Badener die Begegnung jederzeit offen. Marvin Wanitzek (41.) verfehlte mit einem Fernschuss nur knapp den Torwinkel des VfL-Gehäuses. Auch im weiteren Verlauf war hauptsächlich Kampf Trumpf, spielerische Akzente kamen zu kurz. Dem KSC war allerdings stets das Bemühen anzusehen, dem Spiel noch eine Wende zu geben.

Eintracht Braunschweig - FC St. Pauli 2:1 (0:1)

Eintracht Braunschweig hat mit einem Sieg im Kellerduell vorerst den Sprung von den Abstiegsrängen geschafft. Die Mannschaft von Trainer Daniel Meyer gewann im Heimspiel gegen den FC St. Pauli mit 2:1 (0:1). St. Pauli legte einen Blitzstart hin, und Maximilian Dittgen (2.) schoss die Hamburger nach einem Konter in Führung. Marcel Bär gelang der Ausgleich (67.), Fabio Kaufmann (82.) drehte die Partie. Braunschweig schob sich mit elf Punkten auf den 14. Rang, mit sieben Punkten folgt St. Pauli auf dem 17. Platz. Am Sonntag können der SV Sandhausen bei den Würzburger Kickers und der 1. FC Nürnberg beim SC Paderborn jedoch an Braunschweig vorbeiziehen. Nach dem frühen Rückstand kam Braunschweig nicht richtig in die Partie und fand in der Offensive kaum Lösungen. St. Pauli drängte auf den zweiten Treffer, Daniel-Kofi Kyereh verpasste jedoch die erste Möglichkeit (27.). Braunschweig trat anschließend sicherer auf, kam aber nicht zu zwingenden Torchancen. Auch im zweiten Durchgang scheiterten die Gastgeber immer wieder an der gegnerischen Abwehr. St. Pauli lauerte zunächst auf Konter und verteidigte kompakt, eine Lücke nutzte schließlich

Quelle: ntv.de, tno/sid