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Nach Einmarsch in die Ukraine Manchester United trennt sich von Aeroflot

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Ein Airbus A321 der russischen Fluggesellschaft Aeroflot hebt ab.

(Foto: picture alliance / Wolfgang Minich)

Seit 2013 ist die staatliche russische Airline Aeroflot Partner des englischen Rekordmeisters Manchester United. Zwei Tage nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine und einen Tag nach weitreichenden Sanktionen Großbritanniens gegen Russland ist die Partnerschaft Geschichte.

Der Premier-League-Klub Manchester United hat sich nach zwei Tage nach dem russischen Einmarsch die Ukraine von der staatlichen russischen Aeroflot als Airline-Partner getrennt. Bereits am Donnerstag hatte die britische Regierung als Teil weitreichender Sanktionen gegen Russland ein Landeverbot für Aeroflot in Großbritannien ausgesprochen. Russland sperrte als Reaktion seinen Luftraum für britische Flugzeuge.

"Angesichts der Ereignisse in der Ukraine haben wir Aeroflot die Sponsorenrechte entzogen", teilte der Verein von Interimstrainer Ralf Rangnick mit. "Wir teilen die Sorge unserer Fans in aller Welt und wir fühlen mit den Betroffenen." Im Rahmen der Partnerschaft war United in den letzten Jahren mit Aeroflot zu ihren Europapokalspielen geflogen, war jedoch bereits unter der Woche davon abgerückt, als sie mit Titan Airways, einem Anbieter von Charterflügen, zum Auswärtsspiel in der Champions League bei Atlético Madrid flogen.

Aeroflot waren seit 2013 Airline-Partner von Manchester United und trat laut der Website des englischen Rekordmeisters als "strategischer Berater" für die Reisen des Vereins und als Anbieter von Charterdiensten, "wann immer sie geeignet sind", auf. Der im Jahr 2017 verlängerte Vertrag lief noch bis 2023.

Auf der offiziellen Webseite des Vereins hieß es bis zur Aufkündigung des Vertrags, dass die Partnerschaft "auf gemeinsamen Werten wie Teamwork, einem Fokus auf Qualität, Stolz auf unser Erbe und einer innovativen und zukunftsorientierten Einstellung" basiere. Die Fluggesellschaft Aeroflot ist laut eigenen Angaben zu 57,3 Prozent im Besitz der Russischen Föderation. Weitere 40,7 Prozent der Unternehmensanteile sind im Streubesitz institutioneller Investoren und Privatanleger.

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Über den Gesamtwert des Sponsorendeals mit Aeroflot hat sich Manchester United stets ausgeschwiegen. Englischen Medienberichten zufolge soll sich die jährliche Zahlung auf in etwa 30 Millionen Pfund, umgerechnet knapp 36 Millionen Euro, belaufen haben. Die kommerziellen Einnahmen des Vereins betrugen im Vorjahr 232,2 Millionen Pfund, rund 280 Millionen Euro.

Auf einer Pressekonferenz vor Uniteds anstehendem Spiel gegen den FC Watford äußerte sich auch Ralf Rangnick zur Situation in der Ukraine. "Ich denke, jeder hat die gleiche Meinung über das, was dort passiert. Es ist einfach eine menschliche Katastrophe, was dort passiert, für alle beteiligten Personen. Die ganze Situation ist furchtbar traurig", sagte der Interimstrainer des Traditionsvereins.

Quelle: ntv.de, sue

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