Fußball

Saarbrücken jubelt im DFB-Pokal Rebic rettet Eintracht nach Fehlstart

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Ante Rebic erlöst die Eintracht mit einem Doppelpack.

(Foto: imago images / foto2press)

Waldhof Mannheim träumt nach elf Spielminuten von der Sensation im DFB-Pokal, doch Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt rettet sich in die zweite Runde. Während Saarbrücken die große Überraschung schafft, müssen Aufsteiger Paderborn und Zweitligist St. Pauli ins Elfmeterschießen.

Waldhof Mannheim - Eintracht Frankfurt 3:5 (2:2)

Dank eines Hattricks von Vizeweltmeister Ante Rebic und mit erheblich mehr Mühe als gedacht, hat Eintracht Frankfurt seinen Sommer-Siegeszug gegen schwächere Kontrahenten auch im DFB-Pokal fortgesetzt. Der Fußball-Bundesligist, der schon drei Partien in der Qualifikation zur Europa League erfolgreich absolviert hat, gewann in der ersten Runde trotz zweimaligem Rückstand mit 5:3 (2:2) im Südwestderby beim Drittliga-Aufsteiger Waldhof Mannheim.

Rebic sorgte mit drei Toren in der Schlussphase für den Frankfurter Sieg (76., 82., 88.). Der Japaner Daichi Kamada (21.) und der Serbe Filip Kostic (45.+1) erzielten die weiteren Treffer für den Europa-League-Halbfinalisten der Vorsaison, der im vergangenen Jahr als amtierender Pokalsieger in der Auftaktrunde beim Regionalligisten SSV Ulm gescheitert (1:2) war. Diesmal sicherten sich die Hessen die Prämie in Höhe von 351.000 Euro. Daran änderte auch der Doppelpack des Deutsch-Kosovaren Valmir Sulejmani (3./11.) und das Tor von Jan Hendrik Marx (72.) nichts. Da die Eintracht vor dem Rückspiel in der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League am Donnerstag gegen den FC Vaduz durch den klaren Sieg in Liechtenstein (5:0) quasi schon die Play-offs erreicht hat, können sich die Hessen in aller Ruhe auf den Ligastart am Sonntag gegen die TSG Hoffenheim vorbereiten.

Germania Halberstadt - 1. FC Union Berlin 0:6 (0:1)

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Keven Schlotterbeck holt sich den Dank der Fans ab.

(Foto: dpa)

Union Berlin hat die Generalprobe für das Abenteuer Bundesliga mühelos gemeistert. Die Köpenicker gewannen ihr erstes Pflichtspiel nach dem umjubelten Aufstieg bei Viertligist Germania Halberstadt verdient mit 6:0 (1:0) und erreichten zum vierten Mal in Folge die zweite Runde des DFB-Pokals.

Neuzugang Keven Schlotterbeck (27.), Sebastian Andersson (65.), Christopher Lenz (67.), Joshua Mees (71.), Robert Andrich (76.) und Neuverpflichtung Anthony Ujah (89.) trafen für die klar überlegene Elf von Trainer Urs Fischer, die einzig vor der Pause bei der Chancenverwertung noch Wünsche offenließ. Ein echter Prüfstein für die Bundesliga-Premiere gegen RB Leipzig am Sonntag waren die Amateure aus Halberstadt allerdings zu keiner Zeit.

VfB Eichstätt - Hertha BSC 1:5 (0:3)

Fußball-Bundesligist Hertha BSC hat auf dem beschwerlichen Weg zu seinem Traumziel Berlin den ersten Schritt locker gemeistert. Die Mannschaft von Trainer Ante Covic, die endlich einmal das Finale des DFB-Pokals im eigenen Stadion erreichen will, kam in der ersten Runde zu einem nie gefährdeten 5:1 (3:0) bei Viertligist VfB Eichstätt.

Beim Pflichtspieleinstand von Covic brachte Vladimir Darida den klar überlegenen Erstligisten in der 11. Minute in Führung. Nur wenige Sekunden später legte Vedad Ibisevic nach. Der Torjäger erhöhte auch auf 3:0 (31.). Julian Kügel gelang für die tapferen Eichstätter das zwischenzeitliche 1:3 (52.), ehe Salomon Kalou (62.) und Alexander Esswein (75.) die Verhältnisse wieder zurechtrückten. Fünf Tage vor dem Bundesligastart am Freitag (20.30 Uhr/ZDF und DAZN) bei Rekordmeister Bayern München wurde die Hertha kaum gefordert.

VfL Osnabrück - RB Leipzig 2:3 (1:3)

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RB hatte mehr Mühe als gedacht.

(Foto: imago images / eu-images)

Julian Nagelsmann hat eine gelungene Premiere als Trainer von RB Leipzig gefeiert. Die neue Mannschaft des 32 Jahre alten Fußball-Trainers gewann in der ersten Pokal- beim Zweitligisten VfL Osnabrück nach hartem Kampf mit 3:2 (3:1) und bescherte Nagelsmann bei seinem Pflichtspiel-Debüt mit den Sachsen ein gelungenes Debüt.

Vor 14.625 Zuschauern an der Bremer Brücke erzielten Marcel Sabitzer (7./31. Minute) und Lukas Klostermann (29.) die Treffer für den Finalisten der vergangenen Saison. Etienne Amenyido gelang der zwischenzeitliche Ausgleich für die Niedersachsen (9.). Nach dem Seitenwechsel schaffte Marcos Alvarez per Strafstoß nur noch den Anschlusstreffer für die Hausherren (73.).

FSV Salmrohr - Holstein Kiel 0:6 (0:1)

Holstein Kiel hat die Pflichtaufgabe beim Fußball-Sechstligisten FSV Salmrohr erfolgreich gelöst und locker die 2. Runde erreicht. Beim 6:0 (1:0)-Sieg des Zweitligisten erzielten Makana Baku (39./65./76. Minute), Jae-Sung Lee (54.), David Atanga (63.) und Finn Porath (88.) am Sonntag die Tore für den klar überlegenen Zweitligisten.

Der klassentiefste Teilnehmer am diesjährigen Pokal-Wettbewerb wehrte sich in der einseitigen Partie eine Halbzeit lang tapfer. Vor allem Torwart Tim Kieren zeichnete sich mit mehreren Paraden aus. Eigene Chancen konnte der krasse Außenseiter jedoch in den gesamten 90 Minuten nicht kreieren. Als die Kräfte bei den Hausherren nach der Pause zunehmend schwanden, kamen die Kieler zu leichten Treffern. Im Team von Trainer André Schubert glänzte neben dem dreifachen Torschützen Baku vor allem Atanga, der drei Treffer vorbereitete.

FC Oberneuland - SV Darmstadt 98 1:6 (0:3)

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Gleich sechs Mal muss Oberneulands Keeper hinter sich greifen.

(Foto: imago images / Jan Huebner)

Der SV Darmstadt 98 hat problemlos die zweite Runde erreicht. Der Fußball-Zweitligist gewann beim Fünftligisten FC Oberneuland aus Bremen mit 6:1 (3:0) und kann nun auf ein attraktives Los hoffen. Serdar Dursun (43./56./75. Minute) mit einem Dreierpack, Fabian Schnellhardt (32.), Marvin Mehlem (38.) und Tim Skarke (89.) trafen für die Mannschaft von Trainer Dimitrios Grammozis. Ebrima Jobe gelang für den Bremen-Ligisten kurz nach der Pause nur das 1:3 (48.).

1. FC Saarbrücken - Jahn Regensburg 3:2 (0:0)

Fußball-Regionaligist 1. FC Saarbrücken hat für eine Überraschung gesorgt und Zweitligist Jahn Regensburg besiegt. Das Team von Trainer Dirk Lottner gewann vor heimischem Publikum in Völklingen in letzter Minute mit 3:2 (0:0) gegen den Favoriten aus der Oberpfalz und darf damit in der zweiten Runde (29./30. Oktober) auf ein großes Los hoffen. Für den einzigen Vertreter aus dem Saarland trafen Gillian Jurcher (53. Minute), Manuel Zeitz (77.) sowie erneut Jurcher, der den viel umjubelten Sieg mit seinem zweiten Treffer in der dritten Minute der Nachspielzeit perfekt machte.

Für Regensburg trafen Max Besuschkow (64.) sowie Marco Grüttner (74.). Besuschkow sah später (75.) Gelb-Rot, was der Partie die entscheidende Wendung gab. In der fünften Minute der Nachspielzeit musste auch noch Andreas Geipel mit Gelb-Rot gehen. Die Mannschaft von Ex-Profi Lottner agierte offensiv und belohnte sich für den großen Aufwand gegen den favorisierten Zweitligaklub.

SV Rödinghausen - SC Paderborn 2:4 (3:3, 3:3, 0:2) i.E.

Aufsteiger SC Paderborn hat mit einem ebenso glücklichen wie hart erkämpften Sieg etwas Selbstvertrauen für die Mission Klassenerhalt in der Bundesliga gesammelt. Die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart setzte sich in einem Ostwestfalen-Krimi beim Regionalligisten SV Rödinghausen mit 4:2 im Elfmeterschießen durch. Nach 120 packenden Minuten hatte es 3:3 (3:3, 2:0) gestanden.

SCP-Torhüter Jannik Huth wurde im Elfmeterschießen mit Paraden gegen Lars Lokotsch und Tobias Steffen zum Helden des Abends. In der regulären Spielzeit hatten Uwe Hünemeier (29.) per Freistoß, Christopher Antwi-Adjei (43.) und Streli Mamba (73.) zunächst für scheinbar klare Verhältnisse zugunsten des Bundesligisten gesorgt. Doch Simon Engelmann (53.) und vor allem Lokotsch mit einem späten Doppelpack per Kopf (79., 85.) erzwangen doch noch die Verlängerung, in der keine Tore fielen.

VfB Lübeck - FC St. Pauli 3:4 (3:3, 2:2, 1:0) i.E.

Fußball-Zweitligist FC St. Pauli hat erst im Elfmeterschießen der Pokalpartie beim Regionalligisten VfB Lübeck eine Blamage verhindert. Die Hamburger Not-Elf mühte sich vor 11.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion Lohmühle zu einem 4:3 (3:3, 2:2, 0:1) im Elfmeterschießen. Für Lübeck trafen Yannik Deichmann (9. Minute) und Marvin Thiel (55.). Waldemar Sobota (63.) und Dimitrios Diamantakos (66.) glichen aus.

In der Verlängerung brachte Marvin Knoll St. Pauli in der 95. Minute in Führung, doch Lübecks Ahmet Arslan schaffte das 3:3 (115.). Lübecks Miguel Coimbra Fernandes scheiterte mit dem letzten Elfmeter an St. Paulis Torhüter Robin Himmelmann. Diamantakos hatte in der 120. Minute wegen Nachtretens die Rote Karte gesehen.

Quelle: n-tv.de, ara/sid/dpa

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