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Rekord-Aufholjäger der Bundesliga Klopps BVB kann Geschichte schreiben

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Jürgen Klopp könnte sich als bester Aufholjagd-Trainer in den Liga-Annalen verewigen.

(Foto: imago/Moritz Müller)

Seit Jürgen Klopp seinen Abschied aus Dortmund angekündigt hat, läuft es. Und plötzlich winkt dem BVB nicht nur ein emotionaler Laster-Korso um den Borsigplatz, sondern auch ein Rekord für die Ewigkeit. Denn die BVB-Aufholjagd hat historische Ausmaße.

Vor der Saison wäre die Qualifikation für die Europa League eine Enttäuschung für Borussia Dortmund gewesen. Inzwischen würde sie als kleines Fußballwunder durchgehen, findet BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Angesichts der Tatsache, dass die Dortmunder im Februar nach dem 19. Spieltag noch Tabellenletzter waren, wäre der Sprung nach Europa für Watzke "mit Sicherheit die größte Aufholjagd, die ein Tabellenletzter in der Bundesliga je hinbekommen hätte".

Ob das stimmt, haben sich die Statistikfreunde von kickwelt.de angeschaut. Und herausgefunden: Watzke könnte Recht haben. Aktuell stehen die Dortmunder auf Rang sieben und haben damit seit dem 19. Spieltag elf Plätze gut gemacht. Bei drei Punkten Rückstand auf Augsburg ist sogar Platz fünf möglich, womit der BVB wohl einen Rekord für die Ewigkeit aufstellen würden. Denn bei Betrachtung der jeweils letzten 15 Bundesliga-Spieltage einer Saison wäre das ein Tabellensprung um 13 Plätze.

Das gab es noch nie, die momentane Bestmarke steht bei elf Plätzen. Aufgestellt hat sie der Hamburger SV 2006/07, als er sich unter Trainer Huub Stevens noch von Platz 18 auf 7 nach vorn katapultierte - so wie im Moment auch der BVB. Positiv zu erwähnen ist auch Borussia Mönchengladbach, die 1986/87 während der letzten 15 Spieltage von Platz 11 auf 3 sprangen und das mit sensationellen 13 Siegen bei nur 2 Niederlagen.

Hannover dümpelt vor sich hin

Doch wo Licht ist, ist natürlich auch Schatten. Und der liegt seit Monaten über Hannover. Die 96er sind seit 16 Spielen sieglos und seit dem 19. Spieltag von Rang 8 auf 16 abgestürzt. Auch der Trainerwechsel von Tayfun Korkut zu Michael Frontzeck brachte bislang nicht den Umschwung. Gewinnt H96 auch keine der beiden letzten Partien in Augsburg und gegen Freiburg, ist ein Abstieg sehr wahrscheinlich. Darauf deutet neben der aktuell sehr engen Punktsituation auch die Bundesliga-Geschichte hin: Zwei Vereine blieben seit 1963 in der kompletten Rückrunde ohne Sieg (Wuppertal 1974/75 und ausgerechnet auch Hannover in der Spielzeit 1985/86) und beide steigen dann auch folgerichtig ab.

Einziger, zugegeben sehr schwacher Trost wäre nur, dass man sich trotzdem nicht mit einem Rekord-Absturz in den Liga-Annalen verewigen würde. Denn mehr als zehn Plätze nach unten kann es auf keinen Fall gehen, da Hannover nach dem 19. Runde noch auf Rang 8 platziert war. Rekordhalter bleibt damit definitiv der Hamburger SV, der in der Saison 1966/67 um elf Plätze abstürzte, von Rang 3 auf 14. Ein Platz, den sie beim Bundesliga-Dino in der aktuellen Situation sofort wieder nehmen würden.

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Weitere Statistiken rund um die Fußball-Bundesliga finden Sie auf der Homepage von www.kickwelt.de.

Quelle: n-tv.de, cwo/kickwelt.de

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