Technik

Nicht nur Sex-Seiten 0190-Abzocke im Internet

Nicht nur Porno-Freaks haben beim Erhalt ihrer Internet-Abrechnung schon einen Schock erlebt. Die teuren 0190er-Verbindungen werden immer öfter auch von anderen Anbietern genutzt, um Zeittakt und Gebühren frei bestimmen zu können. Darauf macht jetzt die Verbraucherzentrale Hessen aufmerksam - und warnt vor Wucher-Abrechnungen diverser Internetdienste.

Beweise für die Abzock-Methode mit den 0190er-Nummern gibt es offenbar zur Genüge. So liegt den hessischen Verbraucherschützern eine Abrechnung vor, in der 258 Euro für eine 28 Sekunden lange Verbindung verlangt werden. In einem anderen Fall verlangte ein Sex-Anbieter sogar 900 Euro für einen unbeschränkten Zugang zu seinem Angebot, weiß der Internetdienst www.dialerhilfe.de zu berichten.

Was aber können Betroffene tun? Der Telekommunikationsfachmann Markus Hewig von der hessischen Verbraucherzentrale empfiehlt, die zunächst von der Deutschen Telekom AG in Rechnung gestellten Beträge nicht zu bezahlen. Erst dann gebe die Telekom ihre Forderungen an den Anbieter zurück. Die Verbraucherschützer sehen die Voraussetzungen des Wuchers erfüllt. "Dem ersten Prozess um diese Zahlungen sehen wir gelassen entgegen", erklärt Helwig.

Ursprünglich wurden die 0190-Nummern zur individuellen Abrechnung von Internet-Dienstleistungen und zum Spendensammeln für gemeinnützige Organisationen eingeführt.

Quelle: n-tv.de