Technik

"SmartPad" schwach auf der Brust 1&1-Tablet kein iPad-Killer

Der Internet-Provider 1&1 stellt einen eigenen Tablet-Rechner vor. Das "SmartPad" kann technisch Apples iPad nicht das Wasser reichen. Der Preis soll aber interessant sein - behauptet 1&1.

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1&1-Chef Robert Hoffmann präsentiert das "SmartPad".

(Foto: picture alliance / dpa)

Der deutsche Internet-Anbieter United Internet (1&1, GMX) tritt mit einem eigenen Tablet-Computer gegen Apples iPad an. Die Tochter 1&1 präsentiert ein Tablet mit dem Google-Betriebssystem Android. "Wir fokussieren uns auf Android als Entwicklungsplattform, weil wir dort die größten Chancen sehen, unsere Applikationen zu verbinden und gleichzeitig ein offenes System haben", sagt 1&1-Chef Robert Hoffmann.

NEC stellt es her

Das "SmartPad" entwickelte 1&1 gemeinsam mit hessischen Unternehmen Kwest. Gebaut wird das Gerät vom japanischen Hersteller NEC. "Das Gerät gibt es in Deutschland nirgendwo anders", betont Hoffmann. Was Entwicklung und Produktion gekostet hatten, will er nicht beziffern. Bislang war 1&1 nur an der Entwicklung von Settop- Boxen und Routern beteiligt. Das Tablet ist das erste Internet- Endgerät des Unternehmens aus Montabaur. "Wir können uns durchaus vorstellen, dass wir das weiterführen", sagt Hoffmann. "Wir glauben fest an diese Produktlinie."

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1&1-Bestandskunden zahlen für das Tablet 300 Euro.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das Tablet ist mit einem sieben Zoll (18 Zentimeter) großen berührungsempfindlichen Bildschirm, einem UBS-2.0-Anschluss und einem Gigabyte Flash-Speicher ausgestattet. Zudem wird es mit einer Zwei- Gigabyte-Speicherkarte ausgeliefert. "Der Kunde kann aber auch eine 64-Gigabyte-Karte reinstecken", sagt Hoffmann. Der Akku soll bei "normalem Gebrauch" etwa einen Tag lang halten. Mit 22 Millimetern ist das SmartPad vergleichsweise dick. Das Gewicht liegt United Internet zufolge bei 465 Gramm. "Es ist für den Nutzer auf dem Sofa gedacht", sagt Hoffmann. Verbindung zum Internet nimmt das Gerät über WLAN oder mit einem 1&1-Surfstick per UMTS auf.

Mit Android 2.2 Market-tauglich

Zunächst wird das Gerät mit der älteren 1.6-Version von Android ausgeliefert. Ein Update auf die neue Version 2.2 soll bereits im dritten Quartal möglich sein. Erst dann können die Nutzer auch auf die Applikations-Plattform Android-Market mit rund 64.000 Apps zugreifen. Zunächst müssen sie sich mit dem Appstore von 1&1 begnügen. Der hält für den Start 100 Apps bereit. In naher Zukunft sollen es aber wenigstens 1000 sein, sagt Hoffmann.

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Wer unbedingt möchte, kann das 7-Zoll-Tablet auch mit einer Hand halten.

(Foto: picture alliance / dpa)

1&1 bietet das Tablet von Juli an für Neukunden im Paket mit den eigenen Datentarifen an. Bestandskunden können es ab Mitte Juli für rund 300 Euro kaufen. "Wir versuchen die Produkte massenmarktfähig zu machen, das heißt günstig", betont Hoffmann. Apples iPad kostet in der einfachen WLAN-Version mindestens 500 Euro, hat aber auch sowohl technisch als auch beim App-Angebot deutlich mehr zu bieten.

Quelle: ntv.de, dpa

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