Technik

Patent für Zwitter von iPad und Macbook Apple funkt Strom an Bildschirm

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Mit dem iPad begann der Siegeszug der Tablets - nun will Apple die Lücke schließen.

(Foto: dpa)

Apple hat ein ungespieltes As im Ärmel: In einem Patent beschreibt der Konzern einen Zwitter von iPad und Macbook, bei dem Bildschirm und Basis trennbar sind. Sogar die Energieversorgung für die Anzeige geschieht kabellos.

Ladegeräte, die ohne Kabel funktionieren, gibt es schon. Dabei wird etwa ein Smartphone auf eine entsprechende Fläche gelegt und der Akku lädt sich wieder. Doch Apple arbeitet an einer fortgeschrittenen Version des kabellosen Prinzips. Ein Patent des US-Konzerns zeigt, wie die Zukunft der Stromversorgung ohne Berührung aussieht: Kabellos und über mehrere Meter wird demnach von einer Basisstation die benötigte Energie an eine Anzeige geliefert.

Das Patent beschreibt einen mobilen Rechner mit einem Prozessor, Akku und einem Funksender im 60-Gigahertz-Bereich. Diese Verbindung sorgt für die Datenübertragung, der Bildschirm empfängt die gefunkten Pakete.

Sind die beiden Elemente zusammengesteckt, findet der Strom- und Datentransfer klassisch über Kontakte statt. Wird der Bildschirm jedoch von der Basisstation getrennt, übernimmt die sogenannte magnetische Resonanz die Energieversorgung. Dabei werden Schwingungen von Sender- und Empfängerspulen in Gleichklang gebracht. Der Strom wird für den Übertragungsweg gewandelt und vom Empfänger wieder in elektrische Energie übersetzt. So soll eine Distanz von mehreren Metern überbrückt werden können.

Die Idee des drahtlosen Energietransports ist seit mehreren Jahren bekannt. So stellte etwa Intel die Technik bereits im Jahr 2008 vor. Apples Patent wurde im September 2011 eingereicht.

Unterschiedliche Ansätze

Mehrere Anbieter haben Hardware zwischen dem klassischen Laptop und Tablets in ihre Produktpalette aufgenommen. Microsoft etwa versucht es mit seinem Tablet "Surface" und Windows 8. Im Vergleich zum Apple-Patent ist das Prinzip allerdings umgekehrt – Prozessor & Co. sind im Tablet verbaut, es gibt aber ansteckbare Tastaturen. Tablets werden immer beliebter – und Unternehmen versuchen, den unterschiedlichen Vorlieben ihrer Kunden gerecht zu werden.

Apples Konkurrent Microsoft hatte bis Mitte März rund 1,5 Millionen Geräte von seinem ersten eigenen Tablet verkauft. Die im Oktober 2012 gestartete Version mit dem abgespeckten Betriebssystem Windows RT kam auf etwa eine Million Einheiten, so die Finanznachrichtenagentur Bloomberg, Surface Pro etwa 400.000 Mal. Die Verkäufe liefen damit langsamer an als erhofft, hieß es.

Im vergangenen Jahr wurden nach Schätzungen des Marktforschers IDC weltweit gut 128 Millionen Tablets verkauft, rund die Hälfte davon waren Apples iPads. In diesem Jahr dürften über 190 Millionen Tablets abgesetzt werden. IDC rechnet damit, dass Geräte mit dem Google-Betriebssystem Android erstmals seit dem Marktstart 2010 das iPad überholen werden.

Quelle: ntv.de, rpe (mit dpa)

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