Technik

Filmen wie in Hollywood GoPro zeigt Karma-Drohne und Hero 5

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Die GoPro Karma mit der Hero 5 im Halter.

(Foto: GoPro)

Die Action-Cam-Profis von GoPro stellen ihre erste Drohne vor. Karma fliegt schnell, hoch und lange und filmt zusammen mit der neuen Hero 5 wackelfreie Bilder in 4K-Auflösung. Doch Karma ist nicht nur Flugprofi, sondern kann auch am Boden eingesetzt werden.

Im Bereich der Action-Kameras hat kein Hersteller ein ähnliches Renommee wie der Platzhirsch GoPro. Obwohl es längst zahlreiche gute Konkurrenzprodukte von bekannten und weniger bekannten Herstellern gibt, wird der Name GoPro oft synonym für alles verwendet, was in einem robusten und widerstandsfähigen Gehäuse steckt und Outdoor-Aktivitäten auf Film und Foto bannt. Nicht ganz zu Unrecht - die Hero-Kameras der Amerikaner setzen Standards, denen andere folgen. Jetzt hat GoPro seine Hero 5 vorgestellt, zusammen mit der Drohne Karma.

Drohne und Handgriff

Wenn der Action-Cam Experte seine erste Drohne auf den Markt bringt, sind die Erwartungen hoch. Bereits Monate vorher war Videomaterial von der Karma aufgetaucht, freilich ohne die Drohne selber zu zeigen. Das Bildmaterial sah toll aus, zu erkennen war unter anderem ein automatischer Verfolgungsmodus. Entsprechend wird die Karma von GoPro beworben - als "mehr als nur eine Drohne". Ihre Besonderheit laut Hersteller: Bildstabilisierung "auf Hollywood-Niveau" und eine intuitive Steuerung, mit der auch Anfänger sofort klarkommen.

Der Clou: Karma ist nicht nur ein Quadcopter für Filme aus der Luft, sondern ein komplettes System mit Drohne, Handgriff und Stabilisierer. Zum Transport gibt es einen Rucksack, in den alle Elemente passen und der unterwegs bequem auf dem Rücken getragen wird. Das Design ist kompakt: Die stabilisierte Kamerahalterung ist an der Front angebracht, die Rotorarme können eingeklappt werden, Fernbedienung und Handgriff finden ebenfalls Platz. Das Stabilisierungs-Element kann wahlweise an Drohne oder Handgriff befestigt werden. Der Karma Grip hat die wichtigsten Kontrollelemente in Reichweite der Finger und kann mit allen anderen Zubehörteilen von GoPro verbunden werden.

Kamera ist nicht dabei

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Die Karma passt in einen Rucksack.

(Foto: GoPro)

Der Controller steckt in einer kleinen Box, hat ein aufklappbares Display mit Touch-Funktion und zwei Joysticks zur Steuerung. Außerdem gibt's eine Taste für Start und Landung und eine "Zurück nach Hause"-Taste. Außerdem unterstützt die Karma automatische Aufnahmewege, die der Nutzer selbst festlegen kann – anschließend fliegt die Drohne selbstständig eine Route ab. Über die Passenger-App können andere Nutzer in der Nähe das Live-Video ebenfalls sehen und die Drohne mit ihrem Smartphone oder Tablet steuern oder Bilder aufnehmen, ohne sich ums Fliegen selbst zu kümmern. Die Drohne fliegt maximal 20 Minuten und bis zu 56 km/h schnell, übersteht Windgeschwindigkeiten von bis zu 35 km/h und kann sich vom Piloten bis 975 Meter entfernen.

Einziger Haken an dem Nicht-ganz-Komplettpaket für anspruchsvolle Filmer: Die Kamera selbst ist nicht dabei. Zum Preis von rund 870 Euro bietet GoPro nur das Drumherum, die passende Kamera für die Halterung müssen Nutzer dazu kaufen. Kompatibel sind die Modelle Hero 4 Black und Silver, Hero 5 Session und die Hero 5 Black. Im Paket mit dem neuen Spitzenmodell kostet Karma stolze 1200 Euro und ist ab dem 23. Oktober zu haben.  

Der Neuzugang Hero 5 in GoPros Action-Cam-Sortiment filmt mit maximal 4K und 30 Bildern pro Sekunde, schießt 12-Megapixel-Fotos und ist auch ohne Extra-Gehäuse bis auf 10 Meter wasserdicht. Sie hat eine intuitive Ein-Tasten-Bedienung, einen 2-Zoll-Touchscreen und lässt sich bei Bedarf auch per Sprache steuern. Videoaufnahmen sind stabilisiert, Fotos können im RAW- oder WDR-Format aufgenommen werden und Material wird automatisch in die Cloud zum GoPro-Plus-Konto hochgeladen, wo man es bearbeiten und teilen kann.

Die Hero 5 Session ist der kleinere, kompakte Ableger in Würfelform, der wie schon die Original-Session kein Display hat und Fotos nur mit 10-Megapixeln knipst. Hero 5 Black geht ab Oktober für 429 Euro in den verkauf, die Hero 5 Session kostet 329 Euro.

Quelle: n-tv.de, jwa

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