Technik

Alu-Laptop ab 800 EuroIst das neue Zenbook 14 besser als das MacBook Neo?

28.09.2026, 17:38 Uhr imageVon Klaus Wedekind
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Asus Zenbook 14 UX3480 Test (2 von 5)
Das OLED-Display ist zwar nicht besonders hell, aber trotzdem knackig. (Foto: kwe)

Das Zenbook 14 UX3480 ist ein schicker Laptop mit OLED-Display und Aluminiumgehäuse. Zu einem Startpreis von rund 800 Euro ist er eine interessante Windows-Alternative zum MacBook Neo, aber lässt er den Apple-Konkurrenten auch hinter sich?

Die in den vergangenen Monaten in die Höhe geschossenen Preise, speziell für Speicher, haben auch Laptops teilweise extrem verteuert. Oft müssen Käufer jetzt 200 Euro und mehr im Vergleich zum Vorjahr hinblättern, beispielsweise für Apples MacBooks. Deshalb ist es inzwischen schwer geworden, hochwertige Notebooks für weniger als 1000 Euro zu bekommen.

Aus diesem Grund ist das neue Zenbook 14 UX3480 eine spannende Neuerscheinung, denn man bekommt es ab knapp 800 Euro. Das ist der gleiche Startpreis wie der des MacBook Neo, das sich im März als Schock für die Windows-Konkurrenz erwiesen hatte. Aber ist das Zenbook 14 auch ebenso gut, oder vielleicht sogar besser? ntv.de hat es ausprobiert.

Hochwertig und leicht

Haptisch ist der Neuling nicht nur gleichwertig, sondern im Vorteil. Denn er hat ein Aluminiumgehäuse, das sich durch eine spezielle Beschichtung angenehm samtig matt anfühlt. Es ist auch weniger anfällig für Fingerabdrücke und etwas kratzfester.

Asus Zenbook 14 UX3480 Test (1 von 5)
Die Oberfläche soll an Keramik erinnern, deshalb nennt sie Asus "Ceraluminum". (Foto: kwe)

Ein weiterer Vorteil des Zenboo 14 ist sein geringeres Gewicht von nur 1,1 kg. Das ist umso bemerkenswerter, da es ein 14-Zoll-Display hat. Das MacBook Neo hat einen 13-Zoll-Bildschirm und wiegt mehr als 1,2 kg. Mit etwa 1,4 bis 1,7 cm ist das Zenbook 14 schlank, aber nicht außergewöhnlich dünn.

Die Verarbeitung ist wie beim Neo einwandfrei. Der Displaydeckel lässt sich mit einer Hand öffnen, hält aber zuverlässig die eingestellte Position und liegt geschlossen perfekt auf. Die Ränder des Bildschirms sind deutlich schmaler als beim MacBook. Insgesamt wirkt der Asus-Laptop so etwas moderner.

Nicht allzu helles, aber knackiges OLED

Das Zenbook hat außerdem ein OLED-Panel während der Apple-Konkurrent nur ein LCD hat. Das zahlt sich vor allem in besseren Kontrasten aus, das Display weist aber auch einen größeren Farbumfang auf. Allerdings bietet es ebenso wie das Neo nur eine Bildwiederholfrequenz von 60 Hertz (Hz). Ein größerer Nachteil im Alltag könnte die geringe maximale Helligkeit von 300 Nits sein, falls man mit dem Laptop im Freien oder am Fenster arbeiten möchte.

Asus Zenbook 14 UX3480 Test (4 von 5)
Die Anschlüsse der linken Seite. (Foto: kwe)

Das günstige MacBook kommt immerhin auf 500 Nits. Der Apple-Konkurrent hat mit einer Pixeldichte von 213 ppi auch den schärferen Bildschirm. Solange man keine detaillierte Bildbearbeitung macht, fallen die 162 ppi des Zenbook 14 aber nicht weiter ins Gewicht.

Klasse Touchpad und Tastatur

Das Keyboard hat im Praxistest absolut überzeugen können. Tasten haben ausreichend Abstand zueinander, klappern kaum und bieten einen angenehmen Widerstand und Hub. Außerdem hat es eine Hintergrundbeleuchtung, während man beim MacBook Neo im Dunkeln auf das Licht des Displays angewiesen ist. Einen Fingerabdrucksensor sucht man wie bei Apples günstigem Gerät vergeblich.

Asus Zenbook 14 UX3480 Test (5 von 5)
Auch der USB-Anschluss auf der rechten Seite erlaubt mit USB 3.2 recht schnelle Datenübertragungen. (Foto: kwe)

Auch das Touchpad ist hervorragend. Es bietet mehr Fläche als bei vielen größeren Laptops und reagiert zackig und präzise. Zudem hat es perfekte Druckpunkte und eine angenehm glatte Oberfläche.

Mehr und schnellere Anschlüsse, weniger Leistung

Bei der Ausstattung mit Anschlüssen schlägt das Zenbook 14 den Apple-Konkurrenten klar. Das ist auch nicht schwer, da das Neo neben einem Kopfhörerausgang nur zwei USB-C-Buchsen hat, von denen eine zudem lediglich USB-2-Geschwindigkeit bietet. Das Zenbook hat zwei USB-C-Anschlüsse, die USB 3.2 Gen 2 bieten, ein USB-A-Eingang überträgt Daten mit USB 3.2 Gen 1. Zusätzlich hat das Gerät einen HDMI-2.1-Anschluss und eine Kopfhörerbuchse.

Was die Rechengeschwindigkeit betrifft, hat das MacBook mit seinem A18-Pro-Chip die Nase vorn. Zwar kam der Qualcomm Snapdragon X X1 26 100 im Benchmark-Test Geekbench 7 mit insgesamt acht Kernen der zentralen Recheneinheit (CPU) auf 11414 Punkte und der A18 Pro mit sechs nur auf 7615 Punkte. Doch für den Alltag in dieser Geräteklasse ist die Leistung eines einzelnen Kerns wichtiger, und da schlägt das MacBook das Zenbook deutlich mit 2965 zu 1895 Punkten. Stark genug für Office-Aufgaben, aber auch für Bildbearbeitung ist der Snapdragon aber allemal.

Für Spiele ist das Zenbook 14 mit dem Snapdragon X X1 26 100 dagegen weniger geeignet. Das liegt unter anderem an der nicht besonders starken Grafikeinheit (GPU). Im entsprechenden Geekbench-7-Test (Open-CL) deklassierte der A18 Pro des MacBooks den Qualcomm-Chip mit 18830 zu 9022.

Flotte SSD, sehr hohe Ausdauer

Die 500 Gigabyte (GB) fassende SSD des Zenbook ist für die Gesamtleistung des Laptops mehr als schnell genug. Dabei muss erwähnt werden, dass Asus erst kürzlich ein Update verteilt hat, das Probleme mit dem Speicher beseitigt.

Im AS SSD Benchmark erreichte die Samsung MZVL8512HFLU-00BTW nach dem Update insgesamt 2924 Punkte. Beim Lesen von Daten kam sie auf 4327 Megabyte pro Sekunde (MB/s), beim Schreiben auf 2196 MB/s. Das ist für diese Preisklasse sehr flott. Die SSD kann man austauschen, den 16 GB großen Arbeitsspeicher (LPDDR5X) nicht.

Erfreulicherweise wurde im Praxistest weder bei den Benchmark-Tests noch anderen anspruchsvollen Aufgaben der Lüfter besonders laut. Im Gegenteil: Man hört ihn normalerweise nie, speziell, wenn man in den eine ausgeglichene oder die besonders energieeffiziente Einstellung wählt. Beide Optionen sind für den Office-Alltag ohne Einschränkungen geeignet.

Ein Highlight des Zenbook Neo UX3480 ist seine Ausdauer. Asus gibt bis zu 30 Stunden an, was man nicht allzu ernst nehmen muss. Im Praxistest hielt das Gerät aber im ausgeglichenen Modus locker einen Arbeitstag aus, bei genügsamen Office-Aufgaben sind auch zwei Tage drin, also bis zu 20 Stunden. Das MacBook Neo kann da nicht mithalten.

Fazit

Der Chip des Apple MacBook Neo ist leistungsfähiger, ansonsten kann das Zenbook 14 UX3480 aber mindestens mithalten und ist in einigen Bereichen besser aufgestellt. Allerdings ist es mit einem Preis von knapp 800 Euro für das günstigste Modell mit 256-GB-SSD und 8 GB Arbeitsspeicher auch deutlich teurer. Zwar startete das MacBook Neo zum gleichen Preis, inzwischen bekommt man es aber mit 256/16 GB bereits ab rund 670 Euro.

Quelle: ntv.de

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