Technik

Uni-Absolvent will Bezahlsysteme revolutionieren Rekordsumme für eine neue App

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Lucas Duplan hat allen Grund zur Freude. Sein Projekt "Clinkle" könnte der nächste Renner unter den mobilen Apps werden.

Silicon Valley ist das Mekka der IT-Branche schlechthin. Internetriesen wie Google und Facebook haben dort ihre Firmensitze. Mit dem 22-jährigen Lucas Duplan betritt ein absoluter Newcomer die Bühne der Startup-Gründer. Ein Newcomer, der schon jetzt die Rekordsumme von 25 Millionen Dollar einsammelt - und das für eine Idee.

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Paypal-Mitbegründer Peter Thiel hat sich an den 25 Millionen Dollar für "Clinkle" beteiligt.

(Foto: REUTERS)

Er sieht aus wie ein ganz normaler Student. Doch etwas unterscheidet den 22-jährigen Lucas Duplan von seinen ehemaligen Kommilitonen an der Stanford Universität. Es ist die Kleinigkeit von 25 Millionen Dollar. Duplan hat gerade sein Informatikstudium an der Stanford Universität in Kalifornien abgeschlossen und ist bereits überaus erfolgreich im Geschäft. In der Ideen-Schmiede Silicon Valley gelingt es Duplan nämlich, eine Investitionssumme von 25 Millionen Dollar (umgerechnet 19,2 Millionen Euro) für eine neue App zu sammeln - das ist Rekord. Zu den Investoren gehört unter anderem Paypal-Mitbegründer Peter Thiel.

Diese ungeheure Summe dient als Startkapital für Duplans Start-Up "Clinkle". Dahinter verbirgt sich eine App für Smartphones und Tablets, die moderne Bezahlsysteme revolutionieren soll. Einmal auf das Gerät heruntergeladen, kann man mit der Software weltweit im Internet bezahlen. Händler sollen noch nicht einmal ein neues Bezahlsystem dafür einrichten müssen. Bargeld und Kreditkarte werden damit überflüssig.

Es existiert "nichts Vergleichbares"

Duplan verspricht nicht weniger als ein vollkommen neues Bezahlsystem: "Clinkle ist sehr, sehr anders als alles, was es bisher gegeben hat. Das wirklich große Ding ist, dass ein Konsument einfach eine App herunterlädt und diese App übernimmt die bisherigen Zahlungsmethoden. Ich glaube nicht, dass irgendetwas Vergleichbares existiert." Weitere Details zur Funktionsweise von "Clinkle" sind noch nicht bekannt.

Das Außergewöhnliche an Duplans Geschichte ist: Seine App soll erst Ende 2013 offiziell für iOS und Android auf den Markt kommen. "Clinkle" ist also derzeit noch in der Entwicklung. Zwei Jahre arbeiten Duplan und ein mehrköpfiges Team bereits an der App. In dieser Zeit dient Duplans Heimat-Campus in Stanford sozusagen als Testgelände für die Software.

Facebook ist Vorbild

Im nächsten Schritt sollen noch weitere Campi bargeldlos werden. Wenn sich die App landesweit an den Universitäten der USA durchsetzt, will sich Duplan auch an große Händler wenden. Diese Strategie hat sich der Stanford-Absolvent, der zu den besten seines Jahrgangs gehören soll, von einem anderen einstigen Start-Up-Unternehmer und jetzigem Multimilliardär abgeschaut: Mark Zuckerberg probierte Facebook zuerst an seinen Harvard-Kommilitonen aus, bevor das Netzwerk für die Weltöffentlichkeit zugänglich wurde.

Laut "Wall Street Journal" kam Duplan 2010 in London auf die Idee für ein bargeldloses Bezahlsystem. Das Prinzip der E-Mails inspirierte ihn dazu. Wenn es eine papierlose Post gibt, warum nicht auch papierloses Bezahlen? Der virtuelle Geldbeutel soll weltweit papier- und plastikfreies Bezahlen ermöglichen. Mit der Namensgebung der App hat Duplan Sinn für Ironie bewiesen: "Clinkle", leitet sich von dem englischen Begriff "clink" ab. Der bezeichnet das Geräusch, das klimperndes Geld im Portemonnaie verursacht.

Quelle: n-tv.de

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