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Lassen Sie sich nicht ködern! So schützen Sie sich vor Phishing

online-banking.jpgCyberkriminelle versuchen, durch gefälschte Internetseiten oder E-Mails an persönliche Benutzerdaten zu kommen. Dabei haben sie es vor allem auf Zugangsdaten fürs Online-Banking und auf Kreditkartennummern abgesehen. Aber auch E-Mail-Konten und soziale Netzwerke wecken die Begierde der Cyberkriminellen. Lesen Sie, wie Sie sich vor Phishing-Betrug schützen können.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Im Gegensatz zu Schadprogrammen, die selbständig Daten ausspionieren, benötigen Phishing-Betrüger Ihre Mithilfe. Anders gesagt: Wenn Sie den Köder nicht schlucken, ziehen die Gangster keine Beute an Land. Dazu müssen Sie wissen, wie Phishingversuche aussehen.

Phishingschutz.jpgMeistens versuchen die Phisher Sie mit gefälschten E-Mails hereinzulegen. Sie sehen täuschend echt aus, sind oft auch mit Logos von Banken oder Providern versehen. Beim so genannten Spear Phishing ist Ihnen sogar der Absender bekannt, weil die Gangster gezielt eine bestimmte Gruppe wie beispielsweise Mitarbeiter einer Firma oder Mitglieder eines Vereins ins Visier genommen haben.

Oft werden Angeschriebene dazu aufgefordert einen Link anzuklicken, der zu einer Webseite führt, die ebenfalls wie eine echte, vertrauenswürdige Internetseiten aussieht.

Seriöse Firmen fragen keine Daten ab

green-address-bar.jpgAber egal wie raffiniert diese E-Mails auch gefälscht sein mögen - sie sind trotzdem leicht zu erkennen. Denn allen Phishing-Mails ist gemein, dass sie direkt persönliche Daten abfragen oder auf Webseiten locken, wo ebenfalls Passwörter etc. eingegeben werden sollen.

Eine typische Formulierungen in Phishing Mails ist beispielsweise "Aktualisieren Sie Ihre Kontodaten!". Oft wird zusätzlich Druck durch Drohungen wie "Sollten Sie inerhalb von 48 Stunden nicht antworten, wird Ihr Konto gesperrt" gemacht. Kein seriöses Unternehmen wird Sie jemals per Mail dazu auffordern, Kennwörter, Benutzernamen oder andere persönliche Daten anzugeben.

Gefährliche Tippfehler

Etwas schwieriger sind Phishing-Webseiten zu erkennen, die darauf setzen, "aus Versehen" angesteuert zu werden. So tarnen sich Internet-Fallen oft mit sehr ähnlichen Adressen oder die Betrüger lauern auf Tippfehler. Doch auch diesen Ködern können Nutzer relativ mühelos ausweichen.

Zum einen ist es sehr wichtig, dass Sie Ihren Internet-Browser auf den neuesten Stand bringen. Firefox, Internet Explorer etc. enthalten Phishing-Filter, die zum einen auf Datenbanken zurückgreifen, wo bekannte Betrüger-Webseiten gespeichert sind. Zum anderen versuchen sie, Phishingversuche anhand typischer Eigenschaften zu erkennen. Vermutet der Browser einen Betrugsversuch, warnt er Sie durch rote Kennzeichnungen oder andere deutlich zu sehende Hinweise. Sichere Login-Seiten von Banken etc. zeigen die Browser durch eine grüne Markierung in der Adressleiste an.

Kostenloser Schutz

Ebenso unerlässlich ist es, das Betriebssystem auf dem neuesten Stand zu halten und aktuelle Antiviren- und Antispyware zu installieren. Gute kostenlose Antiviren-Software können Sie bei Avira oder Microsoft herunterladen. Vor Spyware schützt Sie beispielsweise A-Squared Free oder Ad-Aware Free.

Und letztlich gilt immer noch: sicher ist sicher. Greifen Sie im Zweifelsfall zum Telefonhörer und erkundigen Sie sich beim vermeindlichen Absender einer E-Mail oder Verfasser einer Webseite, ob alles seine Richtigkeit hat.

Quelle: n-tv.de

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