Technik

Kamera und Fingergesten Wirbel um Apple-Tablet

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So könnte Apples Tablet laut "Cult of Mac" aussehen.

(Foto: Cult of Mac)

Je näher der vermutliche Präsentationstermin des Apple-Tablet-Computers rückt, desto schneller dreht sich das Gerüchtekarussell. Hat das "iSlate" eine Kamera? Und führt Apple womöglich völlig neue Fingergesten ein? Alles scheint möglich.

Anfang der Woche verplapperte sich France-Télécom-Vize Stéphane Richard in einem TV-Interview und bestätigte Apples Tablet-Pläne. Dass sein Unternehmen seine Äußerungen später als missverstanden relativierte, spielt dabei kaum eine Rolle.

Der Interviewer von Europe1 konfrontierte Richard mit der Ankündigung der Zeitung Le Point, wonach Apple in wenigen Tagen ein Tablet vorstellen werde. Richard sagte dazu laut und deutlich "Ja". Ebenso bejahte er die Aussage des Journalisten, der Nur-Bildschirm-Computer habe eine Webcam eingebaut. Danach kam Richard ins Reden und sagte, dass Orange-Kunden das Tablet auch als Video-Telefon nutzen könnten.

Der laut Macnews.de gewöhnlich gut informierte IT-Blogger John Gruber schreibt allerdings, dass nach seinen Informationen Apples Tablet über keine Kamera verfügen werde. Er bezweifelt auch, dass France-Télécom-Vize Richard wusste, wovon er sprach. Netzbetreiber würden Apples neue Geräte nie vorab in die Hände bekommen. Schon beim ersten iPhone hätte Cingular (heute AT&T) die Katze im Sack gekauft.

Daumen rauf für drei Finger runter?

Die New York Times berichtet unterdessen, dass Apple für das "iSlate" völlig neue Fingergesten entwickelt habe, was durch die Übernahme von Mitarbeitern der Spezialfirma FingerWorks möglich geworden sei. Die Zeitung zitiert ehemalige Apple-Ingenieure, die den Computer angeblich mitentwickelt haben. Das Tablet werde über "einzigartige" Multitouch-Funktionen verfügen, sagte einer von ihnen. "Drei Finger runter plus Rotation könnte beispielsweise ein Programm öffnen." Die Ingenieure müssten anonym bleiben, schreibt die New York Times, weil Apple alle aktuellen und ehemaligen Mitarbeiter vertraglich zur Verschwiegenheit verpflichtet habe.

Ein anderer Ex-Apple-Ingenieur sagte, dass ein Team mehrere Jahre daran gearbeitet habe, eine Multitouch-Version der Office-Suite iWork zu entwickeln. Experten schließen daraus, dass Apples Tablet nicht nur ein überdimensionaler iPod, sondern ein vollwertiger Computer sein soll. Dies würde auch den voraussichtlich stolzen Preis zwischen 700 und 1000 Dollar erklären.

Nach den jüngsten Berichten soll Apple das "iSlate" noch im Januar vorstellen und im März oder im zweiten Quartal auf den Markt bringen.

Quelle: n-tv.de