Technik

o.tel.o ist wieder da Zwei Nullen jagen die Telekom

Mit o.tel.o ist eine ehemals bekannte Größe im deutschen Telekommunikationsmarkt zurück - abgestempelt als Discountanbieter im Mobilfunk. Das Angebot ist eher unterdurchschnittlich.

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(Foto: www.otelo.de)

Vor zwölf Jahren galt o.tel.o als großer Herausforderer der Telekom. Der Name ist ein Kunstgebilde, das von einer Hamburger Agentur entwickelt wurde. Humorvolle Deutungen wie "zwei Nullen jagen die Telekom" blieben nicht aus. o.tel.o wurde als Tochter des Energiekonzerns Veba (heute Eon) gegründet und später vom Konkurrenten Arcor geschluckt, der wiederum von Vodafone übernommen wurde.

Noch ist unklar, was Vodafone nun mit der Marke o.tel.o vorhat. Vielleicht soll die Jagd auf die Telekom wieder aufgenommen werden. Bislang ist Vodafone nicht mit einem eigenen Mobilfunk-Discounter unterwegs. Die Telekom versucht der Konkurrenz dort mit der Marke Congstar Paroli zu bieten. Von einer breiten Produktpalette ist man bei o.tel.o allerdings weit entfernt.

9 Cent Einheitstarif

o.tel.o bietet das, was alle Discounter im Angebot haben: einen Einheitstarif für die Gesprächsminute ins deutsche Festnetz und alle Mobilfunknetze sowie den SMS-Versand. All das kostet 9 Cent und wird von zahllosen Konkurrenten genau so oder günstiger angeboten.

Nach weiteren Tarifoptionen sucht man bei o.tel.o vergeblich. Hier ist die Konkurrenz mit diversen Optionen wesentlich besser aufgestellt. Das fängt an für eine Pauschale für die Telefonie im eigenen Netz und andere Telefon- und SMS-Flatrates bis hin zu Datentarifen, die den individuellen Bedürfnissen entsprechen.

Daten im Minutentakt

Datentarife werden bei der zunehmenden Nutzung des mobilen Internets immer wichtiger. Die Palette reicht hier von der Tagesflatrate über bestimmte Mengentarife bis hin zur Monatsflatrate. Bei o.tel.o kostet das mobile surfen hingegen 9 Cent pro Minute. Wer da mal zwei Stündchen im Internet unterwegs ist, zahlt schon über 10 Euro. Für den gleichen Preis bieten andere schon Monatsflatrates mit einem Datenvolumen von einem Gigabyte an.

o.tel.o muss sich also mächtig ins Zeug legen, wenn die Marke wieder aus der Bedeutungslosigkeit gehoben werden soll. Mit dem bisherigen Angebot dürfte das kaum zu schaffen sein.

Quelle: ntv.de

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