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Nutzer beschweren sich iOS 7.1 schlecht für Akkus?

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Das Update auf iOS 7.1 führt bei einigen Geräten offenbar zu Akku-Problemen.

(Foto: n-tv.de)

Nach dem Update auf iOS 7.1 klagen Besitzer eines iPhone oder iPad über deutlich schlechtere Akku-Laufzeiten. Ist das Problem nur gefühlt oder hat die neue Software tatsächlich ein dickes Batterie-Problem? Und was können betroffene Nutzer tun?

Das Update auf iOS 7.1 hat viele kleinere und größere Verbesserungen gebracht - auf und unter der Oberfläche. Möglicherweise hat die neue Software aber nicht nur Vorteile. Denn in den Foren mehren sich Einträge von iPhone- und iPad-Nutzern, die über kürzere Akkulaufzeiten klagen. Einige berichten sogar, die Batterie werde geradezu "leergesaugt". Nutzer Naor schreibt beispielsweise bei "Mac Rumors", bei seinem iPhone 5 sinke die Batterieladung extrem schnell, nach zwei Stunden habe er es wieder aufladen müssen. Viele Betroffene geben an, der Akkustand sinke auch ohne aktive Nutzung rapide ab.

Falscher Eindruck?

Allerdings gibt es auch Apple-Kunden, die mit ihrem Gerät genau das Gegenteil erleben, bessere Laufzeiten unter iOS 7.1. haben. So könnte es sich bei dem vermeintlichen Akku-Bug nur um viele individuelle Probleme handeln, die nicht unbedingt etwas mit dem neuen Betriebssystem zu tun haben. Das ist nicht ungewöhnlich, eine Batterie-Diskussion findet bei Android und iOS in der einen oder anderen Form nach jedem Update statt. Da sich dann vor allem Nutzer mit Problemen melden, entsteht leicht der Eindruck eines allgemeinen Software-Fehlers.

Ein Test von "Ars Technica" hat ergeben, dass iOS 7.1 tatsächlich bei einigen Modellen zu einer kürzeren Akkulaufzeit geführt hat. Allerdings ist der Unterschied mit rund zehn Prozent nur beim iPad mini der ersten Generation gravierend. Nutzer anderer iOS-Geräte sollten kaum einen Unterschied feststellen, schreibt der Autor. Beim iPhone 5 und beim iPod touch hat "Ars Technica" sogar eine längere Akku-Laufzeit gemessen. Da es sich außerdem nur um eine Momentaufnahme handelt und nur wenige Geräte untersucht wurden, kann der Test also kaum als Bestätigung eines allgemeinen Akku-Problems unter iOS 7.1 gelten.

Erste Hilfe bei Akku-Problemen

Trotzdem gibt es relativ viele Beschwerden, auch in Apples offiziellem Forum. Es scheint also durchaus ein reales Problem mit dem Update zu geben, möglicherweise lief bei den betroffenen Geräten etwas bei der Installation schief. Was können betroffene Nutzer tun? Apples Support empfiehlt in einigen Fällen, das Gerät auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen. Tatsächlich hilft dies oft bei Update-Problemen, einen Versuch ist es wert. Allerdings muss man vorher unbedingt ein komplettes Backup über iTunes machen, da bei einem Reset alle Einstellungen und Daten verloren gehen. Legt man nur eine iCloud-Sicherung an, darf man nach der Wiederherstellung warten, bis alle Apps wieder heruntergeladen wurden.

Weniger drastisch sind Maßnahmen, die allgemein helfen können, die Akkulaufzeit zu verbessern. So kann man in den Einstellungen bei "iTunes & App Store" die automatischen Updates deaktivieren und alle nicht benötigten Ortungsdienste unter "Datenschutz" abschalten. Besonders wirksam: Reduziert man unter "Hintergründe & Helligkeit" die Helligkeit bei aktivierter Automatik um die Hälfte, kann man den Bildschirm immer noch gut lesen, der Akku lebt aber deutlich länger. Unterwegs sollte man außerdem Bluetooth und WLAN nur aktivieren, wenn man es wirklich braucht - über das Kontrollzentrum kann man schnell umschalten.

Quelle: n-tv.de, kwe

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