Technik
Stellt Apple das iPhone 5S schon in wenigen Wochen zusammen mit einem Billig-iPhone vor?
Stellt Apple das iPhone 5S schon in wenigen Wochen zusammen mit einem Billig-iPhone vor?(Foto: Apple)
Mittwoch, 29. Mai 2013

Apple plant Doppelschlag mit Billig-iPhone: iPhone 5S soll schon im Juni kommen

Von Klaus Wedekind

Kann man so etwas so lange geheim halten? Apple will angeblich schon im Juni das iPhone 5S vorstellen und obendrein auch noch sein erstes Billig-Smartphone der Welt präsentieren.

Auch wenn Unternehmenschef Tim Cook im Interview bei der D11-Konferenz zu einer möglichen Bedrohung durch den Erfolg von Android-Smartphones lässig sagte, "Gewinnen bedeutet nicht, am meisten zu produzieren", scheint Apple offenbar doch die Notwendigkeit zu sehen, mit einer Gegenoffensive zu reagieren. Denn einem Bericht des Branchenmagazins "Digitimes" zufolge plant Cook, wenn möglich bereits im Juni, aber auf jeden Fall noch im dritten Quartal das Nachfolgemodell des aktuellen iPhone 5 zu präsentieren.

Galaxy S4 und HTC One machen Druck

Apple hat das iPhone 5 zwar erst am 12. September 2012 in San Francisco ins Rennen geschickt, doch die Kalifornier würden mit einem vorgezogenen Marktstart dem Galaxy S4 ihres größten Konkurrenten Samsung, dem HTC One und anderen stärker als das iPhone 5 eingeschätzten Androiden nicht so lange kampflos das Feld überlassen.

Kann Apple-Chef Tim Cook die Technikwelt überraschen?
Kann Apple-Chef Tim Cook die Technikwelt überraschen?(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Gelänge es Cook bei Apples Entwicklerkonferenz WWDC am 10. Juni in San Francisco, zusammen mit einem überarbeiteten Betriebssystem iOS 7 auch ein neues iPhone zu präsentieren, wäre dies ein großer Wurf, der sicher auch dem Aktienkurs neuen Schwung geben könnte. Aber Apple geht angeblich noch einen Schritt weiter: Das Branchenmagazin "Digitimes", das bereits ein paar Mal mit Gerüchten ins Schwarze traf, schreibt, dass zusammen mit einem neuen iPhone-Flaggschiff auch das von Analysten heiß ersehnte Billig-iPhone angreifen könnte.

Die taiwanischen Quellen des Branchenmagazins sagen, das Gerät habe ähnliche Hardware-Spezifikationen wie das iPhone 4S, aber ein niedriger auflösendes Display und einen schwächeren Prozessor. Außerdem könnte es anderen Gerüchten zufolge ein Plastikgehäuse haben und neben Schwarz und Weiß auch in weiteren Farben auf den Markt kommen.

20 Millionen iPhones pro Monat

Das neue iPhone sieht vermutlich wie das aktuelle Gerät aus, hat aber möglicherweise ein stärkeres Innenleben und eine verbesserte Kamera.
Das neue iPhone sieht vermutlich wie das aktuelle Gerät aus, hat aber möglicherweise ein stärkeres Innenleben und eine verbesserte Kamera.

"Digitimes" zufolge könnten die neuen iPhones Ende Juni auf den Markt kommen, wobei die Fließbänder ab August oder September auf Hochtouren laufen sollen. Apple hat seine Zulieferer angeblich angewiesen, auf 20 Millionen Geräte pro Monat vorbereitet zu sein. Insgesamt sollen in der zweiten Jahreshälfte 100 bis 120 Millionen iPhones vom Band laufen.

Zu den Spezifikationen des iPhone 5S beziehungsweise iPhone 6 hat "Digitimes" keine neuen Erkenntnisse. Bisher gehen alle Gerüchte davon aus, dass Apple das Design weitgehend unverändert lässt, aber möglicherweise einen stärkeren Prozessor, mehr  Arbeitsspeicher und eine verbesserte Kamera mit Dual-LED-Biltz einbaut. Auch ein NFC-Chip und ein Home-Button mit Fingerabdruck-Scanner werden heiß gehandelt.

"Retina 2" wäre wohl zu viel des Guten

Neu ist, was "Unwired View" aus China erfahren hat. Dort munkelt man, dass neue iPhone habe doppelt so viele Bildpunkte auf dem 4-Zoll-Display wie das aktuelle Gerät – also statt knapp 730.000 rund 1,5 Millionen Pixel. Geht man davon aus, dass das Seitenverhältnis unverändert bleibt, könnte daraus ein Bildschirm mit 1704 x 960 Pixeln und einer Punktdichte von 489 Pixeln pro Zoll (ppi) resultieren, hat "MacRumors" errechnet.

Sehr wahrscheinlich scheint dieses Gerücht allerdings nicht zu sein. Zum einen darf man davon ausgehen, dass Apple wie schon bei den Geräten zuvor Gehäuse und Display für zwei Generationen beibehält. Außerdem müssten die Apps an die höhere Auflösung angepasst werden, was einen ziemlichen Aufwand bedeutet. Zu Apples erfolgreicher App-Strategie gehört aber, seinen Entwicklern solche Unannehmlichkeiten wie beim Umstieg von 3,5 auf 4 Zoll im vergangenen Jahr möglichst zu ersparen.

Quelle: n-tv.de