Wirtschaft

Liveticker: Nach dem Griechenland-Referendum +++ 23:36 Steinmeier sieht Athen am Zug +++

Außenminister Steinmeier sieht nun die Regierung in Athen am Zug. "Wir haben zunächst mal ein solches Ergebnis zu akzeptieren", sagte Steinmeier in Wien am Rande der Atom-Gespräche mit dem Iran. "Welche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind, das ist eine Entscheidung, die jetzt in erster Linie in Griechenland getroffen werden muss und deshalb liegt der Ball in Athen", sagte der SPD-Politiker.
 

+++ 23:21 Eurozonen-Gipfel für Dienstagabend einberufen +++
EU-Ratspräsident Donald Tusk hat ein Eurozonen-Gipfeltreffen für Dienstagabend einberufen. Am Montagmorgen wollen EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, EZB-Chef Mario Draghi und Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem telefonisch über das Ergebnis des Hellas-Referendums beraten. Das teilte die EU-Kommission am Sonntagabend mit.

+++ 23:01 Tsipras fordert "nationale Einheit" +++
Griechenlands Regierungschef Tsipras hat sich nach seinem Referendumserfolg im Fernsehen an sein Volk gewandt. Erste Priorität habe nun die Wiederöffnung der Banken, erklärte er in einer Ansprache. Athen sei zu Reformen bereit. Dringend notwendig seien Investitionen sowie die Umstrukturierung der Schulden. Tsipras will morgen die Chefs aller Parteien seines Landes informieren. Er sagte, das griechische Referendum habe keine Sieger und Verlierer. Das griechische Volk habe unter schwierigsten Bedingungen bewiesen, dass die Demokratie sich nicht erpressen lasse. "Die nationale Einheit muss bewahrt werden", sagte Tsipras. Er sei sich dessen bewusst, dass das Ergebnis des Referendums kein "Bruchmandat" mit den Gläubigern sondern ein Mandat für eine Einigung mit sozialer Gerechtigkeit sei.

+++ 22:58 Podemos jubelt über Syriza Erfolg +++
Der Chef der neuen spanischen Linkspartei Podemos, Pablo Iglesias, hat den Ausgang des Referendums in Griechenland als Sieg der Demokratie gefeiert. "In Griechenland hat heute die Demokratie gewonnen", schrieb Iglesias auf Twitter. Iglesias präsentiert sich in seinem Profilbild im sozialen Netzwerk Arm in Arm mit dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras. Vor dem Referendum hatte der 36-jährige Madrider Politikdozent die Gläubiger als Tyrannen bezeichnet, die den Menschen in Griechenland und auch in Spanien "mit Drohungen Angst einzujagen versuchen". Bei den Parlamentswahlen Ende des Jahres will die linke Bewegung den Traditionsparteien nach dem Vorbild Syrizas den Sieg streitig machen.

+++ 22:43 Schulz: Humanitäres Hilfsprogramm soll sofort starten +++
Angesichts der wachsenden sozialen Not in Griechenland erwartet EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, dass die Europäische Union schon am Montag oder Dienstag ein "humanitäres Hilfsprogramm" für das Euro-Krisenland auflegt. Die "Ärmsten der Armen" dürften nicht die Zeche für die kompromisslose Krisenpolitik der linksgeführten Regierung in Athen tragen, sagte der SPD-Politiker in der ARD. Als Beispiel nannte er Beispiele verzweifelter Rentner, die nicht genug Bargeld bekämen, um überlebenswichtige Medikamente zu kaufen. Das mehrheitliche Nein der Griechen zu den Sparvorgaben sei zwar ein demokratischer Akt, müsse aber nicht dazu führen, dass alle übrigen Euro-Staaten nun umschwenkten. Das Votum stärke zwar den Ministerpräsidenten Alexis Tsipras in seiner Heimat, schwäche ihn aber in den Verhandlungen in Europa, meinte Schulz.

+++ 22:28 EZB erlaubt keine zusätzlichen Liquiditätshilfen +++
Die Europäische Zentralbank wird voraussichtlich die ELA-Nothilfen für Griechenlands Banken auf dem gegenwärtigen Stand belassen, wenn der EZB-Rat am Montag darüber berät. Das sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Ein Athener Regierungsvertreter hatte bereits angekündigt, dass die griechische Zentralbank eine Erhöhung der dringend benötigten Hilfen beantragen werde.

+++ 22:17 Oppositionsführer tritt zurück +++
Der Chef der griechischen Oppositionspartei Nea Demokratia, Samaras, ist zurückgetreten. Der ehemalige Regierungschef war einer der Wortführer der Ja-Kampagne für das Referendum. Er forderte die Regierung auf, ihrem Versprechen, dass sie nun schnell ein günstiges Abkommen mit den Gläubigern schließen werde, Taten folgen zu lassen.

+++ 22:12 Merkel und Hollande für Euro-Gipfel am Dienstag +++
Der Wunsch der griechischen Regierung, dass nun intensive Verhandlungen beginnen, scheint sich zu erfüllen. Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande haben sich für einen Gipfel der Euro-Staaten am Dienstag ausgesprochen. Zudem werden die beiden morgen in Paris zu einem kurzfristig anberaumten Treffen zusammenkommen. Die Zeitung "Kathimerini" berichtet, dass Tsipras heute Abend bereits mit Hollande telefoniert habe.

+++ 21:59 Varoufakis: Erniedrigung zurückgewiesen +++
Griechenlands Finanzminister Varoufakis hat sich erstmals nach Ende des Referendums vor der Presse geäußert. Er wolle jetzt neu mit den Gläubigern verhandeln. "Ab morgen fangen wir an, unsere Wunden zu heilen", kündigte Varoufakis an. Europa dürfe nicht mehr ein riesiger eiserner Käfig der Sparpolitik sein. Seine Regierung habe sich fünf Monate lang für gelockerte Sparvorgaben eingesetzt. Doch die Gläubiger hätten am 25. Juni ein Ultimatum gestellt, ihr Sparprogramm zu akzeptieren. "Sie haben unsere Banken geschlossen. Sie wollten uns erniedrigen", sagte Varoufakis. Nun habe das griechische Volk das Ultimatum zurückgewiesen.

 

+++ 21:53 Ein Land in Orange +++

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Orange ist in den offiziellen Wahlgrafiken die Farbe für das "Nein", Türkis für "Ja". Aber das kommt auf dieser Karte, die die Regionen Griechenlands zeigt, ohnehin nicht vor. Alle haben nach derzeitigem Stand mehrheitlich mit "Nein" gestimmt. Inzwischen sind mehr als zwei Drittel der Stimmen ausgezählt. Es steht: 61,45 zu 38,55 Prozent für Nein.

+++ 21:47 Italien will weiterverhandeln +++Nach dem sich abzeichnenden "Nein" bei dem Referendum über die Sparpolitik in Griechenland hält die italienische Regierung neue Verhandlungen für den richtigen Weg. "Jetzt ist es richtig, wieder damit anzufangen, eine Vereinbarung zu suchen. Aber aus dem griechischen Labyrinth kommt man nicht mit einem schwachen Europa ohne Wachstum heraus", erklärte Außenminister Paolo Gentiloni auf Twitter.

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+++ 21:43 JP Morgan prophezeit den Grexit +++
Die US-Bank JP Morgan teilt mit, für sie sei nun wahrscheinlicher, dass Griechenland den Euro verlasse als dass das Land die Gemeinschaftswährung behalte. Für den weiteren Verlauf sei wichtig, welche unmittelbaren Reaktionen es innerhalb und außerhalb Griechenland jetzt gebe. JP Morgan erwartet allerdings, dass der Ton auf beiden Seiten etwas versöhnlicher werde als zuletzt.

+++ 21:36 Gabriel kann sich Verhandlungen kaum noch vorstellen +++
SPD-Chef Sigmar Gabriel sieht nach dem "Nein" der Griechen zum bisherigen Spar- und Reformkurs kaum noch Chancen auf einen Kompromiss mit der Regierung in Athen. , sagte Gabriel dem "Tagesspiegel". "Mit der Absage an die Spielregeln der Euro-Zone, wie sie im mehrheitlichen ,Nein' zum Ausdruck kommt, sind Verhandlungen über milliardenschwere Programme kaum vorstellbar", sagte Gabriel dem "Tagesspiegel". "Tsipras und seine Regierung führen das griechische Volk auf einen Weg von bitterem Verzicht und Hoffnungslosigkeit", sagte Vize-Kanzler und Wirtschaftsminister Gabriel. Tsipras habe seinem Volk vorgegaukelt, mit einem "Nein" werde die Verhandlungsposition Griechenlands gestärkt.

+++ 21:30 Sparkassen-Chef: Griechen raus aus dem Euro! +++Mit dem "Nein" habe sich das griechische Volk gegen die Grundlagen und Regeln eines einheitlichen Währungsraumes ausgesprochen, erklärt Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Er fügt hinzu, konsequenterweise sollte Griechenland jetzt aus der Euro-Währungsgemeinschaft ausscheiden.

+++ 21:24 Bütikofer fordert EU-Gipfel und Schuldenerlass +++Reinhard Bütikofer hat Europas Staats- und Regierungschefs zur Besonnenheit aufgerufen. Vor allem müsse eine weitere Eskalation im Schuldenstreit verhindert werden, sagte der Vorsitzende der Europäischen Grünen Partei. "Ein Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs in der kommenden Woche muss sich der Aufgabe stellen, eine faire Einigung zu schaffen." Dazu gehöre auch eine Schuldenerleichterung. "Das Nein der Mehrheit der griechischen Wählerinnen und Wähler ist kein Nein zu Europa oder zum Euro."

+++ 21:19 Euro-Kurs reagiert auf griechisches Nein +++

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,10

Der Ausgang des Referendums hat den Euro deutlich gedrückt. Die Gemeinschaftswährung fiel zum Dollar zunächst um rund 1,4 Prozent auf nur noch 1,0955 Dollar.

+++ 21:14 Spanische Regierung beruft Krisensitzung ein +++
Im früheren Krisenland Spanien hat Ministerpräsident Rajoy nach Bekanntgabe der ersten Ergebnisse des griechischen Referendums eine Dringlichkeitssitzung anberaumt. Dabei solle das Ergebnis der Volksabstimmung analysiert werden, teilte die konservative Regierung mit. Sie ist besorgt, dass ein Erfolg der Syriza-Regierung in Athen der spanischen Oppositionspartei Podemos in die Hände spielen könnte.

+++ 21:10 Frankreichs Rechte jubelt Syriza zu +++
Die Vorsitzende der französischen rechtsradikalen Front National, Marine Le Pen, hat das Nein der Griechen beim Referendum als eine "schöne und große Lektion in Demokratie" bezeichnet. "Die Völker sind wieder da", schrieb sie bei Twitter. Der stellvertretende FN-Vorsitzende Florian Philippot sagte, dies sei der "Anfang vom Ende der Eurozone".

+++ 20:59 Ökonomen: Es läuft auf den Grexit hinaus +++
Einige renommierte Ökonomen aus Deutschland haben sich zu Wort gemeldet:

JÜRGEN MICHELS, CHEFVOLKSWIRT BAYERNLB: "Es läuft auf einen Grexit hinaus. Die Eurogruppe wird sich Verhandlungen sicher nicht verwehren. Die Frage wird sein: Was wollen die Griechen herausholen? Wie groß soll etwa der angestrebte Schuldenschnitt sein? Tspiras wird mit geschwellter Brust in die Verhandlungen gehen. Die Eurogruppe hat die Wahl: entweder das Gesicht zu verlieren und nachzugeben oder den Grexit zu riskieren und unbekanntes Terrain zu betreten."

HOLGER SCHMIEDING, BERENBERG BANK: "Damit ist das Risiko eines Grexit erheblich gestiegen. Ein Ende mit Schrecken ist möglich. Ein Kompromiss mit dieser Regierung ist für die Euro-Zone schwer auszuarbeiten. Die Regierung hat die Wirtschaft so gelähmt, dass der Finanzbedarf von Griechenland von Woche zu Woche steigt. Das macht es den Gläubiger sehr, sehr schwer, etwas anzubieten, das ausreichen könnte. Mit einem steigenden Finanzbedarf und einer Regierung, die das alte Programm abgelehnt hat, ist kaum ein neues Paket machbar, das sowohl die Gläubiger als auch das Volk gutheißen."
 

JÖRG KRÄMER, COMMERZBANK-CHEFVOLKSWIRT: "Wenn die Griechen gegen einen Kompromiss mit der Staatengemeinschaft stimmen, dann ist es das wahrscheinlichste Szenario, dass Griechenland am Ende aus der Währungsunion austritt. Griechenland bekommt jetzt keine Hilfsgelder. Am 20. Juli könnten die von der EZB gehaltenen Staatsanleihen nicht wie vereinbart zurückgezahlt werden. Dann dürfte die EZB die Obergrenze für die ELA-Notkredite nicht erhöhen, so dass die griechischen Banken auszubluten drohen. Zudem wird es für die Regierung schwierig, die nächsten Lohn- und Rentenzahlungen zu stemmen. In einer solchen Situation bliebe der Regierung kaum etwas anderes übrig, als eine neue Währung einzuführen, um so die Zahlungsfähigkeit zurückzugewinnen. Das wäre wohl faktisch das Ende eines Mitgliedschaft in der Währungsunion."

+++ 20:51 Hälfte der Stimmen ist ausgezählt +++
Inzwischen ist gut die Hälfte aller Stimmen ausgezählt. Das Ergebnis lässt kaum noch Zweifel zu: Nein: 61,26 %, Ja: 38,74 %

+++ 20:29 So feiern die Nein-Sager +++

 

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Wie es morgen weitergeht in Griechenland, wie lange es noch Bargeld gibt, und ob das Land den Euro verlassen muss, weiß niemand. Die Gegner der Sparpolitik hoffen, dass bald alles besser wird und feiern erst einmal ihren Sieg im Referendum.

 

+++ 20:21 CSU: Kali Nichta, Hellas +++
CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer lässt seinen Gefühlen freien Lauf. Auf dem offiziellen CSU-Twitter-Account hatte es bereits geheißen: "Kali nichta Hellas - Gute Nacht, #Griechenland"

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+++ 20:12 Keine Sieger weit und breit +++
Unser Kollege Jan Gänger berichtet nicht erst seit dem Referendum immer wieder aus Griechenland. Er glaubt, mit dem abzeichnenden Nein haben alle verloren: die Griechen und Europa. Der Grexit ist ein Stück näher gerückt. Lesen Sie gleich den ausführlichen Kommentar.


+++ 20:08 CDU will sich nicht bewegen +++
Der stellvertretende CDU/CSU-Fraktionschef Brinkhaus sieht nach dem Referendum in Griechenland schlechte Chancen für weitere Hilfspakete. "Für uns galt immer die Devise und gilt immer noch: Hilfen gegen Reformen", sagte er im ZDF. "Wenn diese Reformen nicht geliefert werden von der griechischen Regierung und wenn die griechische Regierung jetzt die Rückendeckung ihres Volkes dazu hat, dann wird es tatsächlich schwierig, weitere Hilfspakete auf den Weg zu bringen."

+++ 19:57 Deutsche Unternehmen enttäuscht +++
Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Eric Schweitzer, warnt, dass es nun "unheimlich schwer" würde in Griechenland für die rund 120 deutschen Unternehmen die dort engagiert seien, aber auch für alle anderen. Seit den Kapitalverkehrskontrollen würden praktisch keine Rechnungen mehr bezahlt. Nun sei zu erwarten, dass dieser Zustand anhalte, so Schweitzer im ZDF. Er fürchtet schwere "soziale Folgen".
 

+++ 19:46 Vorsprung für Nein wächst +++
Jetzt sind schon mehr als 20 Prozent der Stimmen ausgezählt. Das aktuelle Zwischenergebnis: Nein: 60,56 %, Ja 39,44 %

+++ 19:43 Linke in Deutschland jubelt +++

Die deutsche Schwesterpartei von Syriza, Die Linke, ist von dem sich abzeichnenden Ausgang des Referendums in Griechenland begeistert. So reagiert die Parteichefin Katja Kipping:

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+++ 19:27 Junge stimmen "Nein", Alte "Ja" +++
Beim Referendum zeigt sich eine Spaltung zwischen den Generationen. Junge Wähler hatten mit 67 Prozent mit Nein gestimmt, bei den älteren seien es nur 37 gewesen, berichtet der Journalist Yannis Koutsomitis. 

+++ 19:21 Erste Ergebnisse: großer Vorsprung für "Nein" +++
Bisher sind knapp neun Prozent der abgegebenen Wahlzettel ausgezählt: Auf 59,9 Prozent ist "Nein" angekreuzt auf 40,1 Prozent "Ja".

+++ 19:17 Sieger strömen ins Athener Stadtzentrum +++
In Athen versammeln sich immer mehr Menschen auf dem zentralen Syntagma-Platz, die das sich abzeichnende Nein im Referendum als Sieg feiern.

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+++ 19:06 Griechenland beantragt neue Notkredite +++
Laut dem Regierungssprecher wird die griechische Zentralbank bei der EZB die Erlaubnis für neue Notfallkredite an die Banken beantragen. Die EZB hatte das Volumen für diese Liquiditätshilfen zuletzt nicht erhöht. Laut Berichten droht den Banken das Bargeld auszugehen. Das Nein könnte - wenn die Kapitalverkehrkontrollen nicht verlängert werden sollen - den Ansturm auf die Banken verstärken. 

+++ 18:58 SPD fordert sofortigen EU-Gipfel +++
Der stellvertretende SPD-Fraktionschef Axel Schäfer fordert für morgen ein Treffen der EU-Regierungschefs. "Die Lage ist zu ernst, um sie den Finanzministern zu überlassen", sagte er. Für morgen ist bislang ein Arbeitstreffen der Eurogruppe geplant. Zudem wollen sich Merkel und Präsident Hollande kurzfristig treffen.

+++ 18:54 Regierungssprecher: Verhandlungen müssen weitergehen +++

Die Athener Regierung hat wahrscheinlich bekommen, was sie wollte: Die Gläubiger-Vorschläge wurden wohl abgelehnt. Ein Regierungssprecher betont in einer ersten Stellungnahme, dass die Verhandlungen so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden müssen, am besten innerhalb von 48 Stunden.

+++ 18:51 Rechter Koalitionspartner: Volk hat sich nicht erpressen lassen +++
Die ersten Reaktionen auf den - noch nicht feststehenden - Ausgang des Referendums kommen: Der Verteidigungsminister vom kleinen, rechten Koalitionspartner in der Syriza Regierung verkündet: "Das griechische Volk hat bewiesen, dass es sich nicht erpressen, bedrohen oder terrorisieren lässt."

+++ 18:45 Wahlbeteiligung bei 65 Prozent +++
Dem Sender Antenna News zufolge lag die Wahlbeteiligung bei 65 Prozent.

+++ 18:41 Erste Ergebnisse erwartet: Verfolgen sie die Auszählung mit +++
Die ersten Auszählungsergebnisse aus einzelnen Wahlbezirken werden bald erwartet: Auf der offiziellen Referendums-Seite können Sie die Zahlen selbst nachvollziehen.

+++ 18:34 Umfrage: Griechen finden Referendum falsch +++Noch ein interessantes Umfrage-Ergebnis. Erste Prognosen deuten zwar darauf hin, dass die Wähler in Griechenland im Sinne ihrer Regierung gestimmt haben. Allerdings lehnt einer Umfrage des Senders Alpha TV zufolge eine Mehrheit der Befragten das Referendum an sich ab: Gefragt wurde, ob die Entscheidung, das Referendum abzuhalten, falsch oder richtig gewesen sei. Gut 56 Prozent antworteten "Falsch". 41 Prozent fanden die Entscheidung richtig. Der Rest hatte keine Meinung.

+++ 18:23 Merkel und Hollande beraten morgen über Krise +++
Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande treffen sich morgen, um über einen Ausweg aus der Griechenlandkrise zu beraten. Der Plan für das Krisentreffen der beiden europäischen Schwergewichte wurde nur Minuten nach der Veröffentlichung erste Umfrageergebnisse in Griechenland bekannt gegeben.

+++ 18:14 Erste Prognosen sehen Nein vorn +++
Die meisten Umfragen sehen einheitlich die von der Regierung gewünschte Ablehnung der Gläubigervorschläge vorn.  Es handelt sich allerdings um Prognosen auf der Grundlage von Telefonumfragen, die mit größerer Unsicherheit belastet sind, als sogenannte Exit-Polls, die direkt an den Wahllokalen durchgeführt werden.

Marc poll für "Alpha TV":

Ja 45.5-50.5%

Nein 49.5-54.5%

"Mega TV" phone poll:

Ja 48.5%

Nein 51.5%

MRB Umfrage für "Star TV"

Yes 46-51%

No 49-54%

 

+++ 18:00 Die Wahllokale schließen +++
Das Referendum ist um 19 Uhr griechischer Zeit offiziell zu Ende gegangen. Aussagekräftige Hochrechnungen werde schon in wenigen Stunden erwartet. Vorher gibt es eventuell Umfrageergebnisse und Prognosen, die aber bei dem erwarteten knappen Ergebnis nicht aussagekräftig sein können.

+++ 17:48 Belgier: "Nein" würde Tsipras' Verhandlungsposition schwächen +++
In wenigen Minuten schließen die Wahllokale in Griechenland. Belgiens Außenminister geht auch im Fall eines "Neins" von der baldigen Aufnahme neue Verhandlungen zwischen Gläubigern und griechischer Regierung aus. Allerdings, sagt Didier Reynders, sei Tsipras dann nicht gestärkt, sondern in einer schwächeren Position als zuvor. Das Argument, dass die Syriza-Regierung durch ein "Nein" ein Mandat des Volkes bekäme, das die europäischen Partner nicht ignorieren könnten, kann der Belgier nicht nachvollziehen. Da die Kredite letztlich von den europäischen Bürgern kämen, könne man nicht einfach neue Zugeständnisse machen, wird Reynders vom "Wall Street Journal" zitiert. "Glücklicherweise führen wir nicht auch in anderen Ländern Referenden durch, um zu fragen, ob wir Griechenland helfen sollen."

 

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So kann man den "Schicksalstag" Griechenlands auch verbringen: Kinder auf der Insel Kastellorizo.

(Foto: REUTERS)

+++ 17:14 Ein Drittel der Küste: Was die Eurozone verlieren könnte +++Das amerikanische "Wall Street Journal" hat eine Zahlen zusammengetragen und aufbreitet, was Griechenland zur Eurzone beiträgt und damit bei einem Grexit mitnähme. Nicht alles ist ganz ernst gemeint. Etwa: rund ein Viertel der Olivenölproduktion, etwa ein Drittel der Küstenlinie (dank der rund 2000 griechischen Inseln), aber nur 1,8 Prozent der Wirtschaftskraft und 3,5 Prozent der Staatsschulden.

+++ 16:58 Varoufakis trifft Notenbank nach Abstimmungsende +++
Wie auch immer das Referendum heute ausgeht, die griechischen Banken warnen, sie stünden vor dem Zusammenbruch, falls die EZB nicht weitere Liquiditätshilfen genehmigt. Je nach Ergebnis könnte sich die Situation noch heute weiter zuspitzen. Finanzminister Varoufakis wird darüber schon am Abend in einem Krisengespräch mit der griechischen Notenbank beraten, wie die BBC berichtet.

+++ 16:25 Athen plant Steueramnestie für Schwarzgeld in der Schweiz  +++
Dafür, dass sie viele griechische Steuerflüchtlinge in der Schweiz nicht belangen kann oder will, wird die Athener Regierung wie bereits ihre Vorgänger häufig kritisiert. Jetzt will Griechenland mit einer Amnestie möglichst an viel der dringend benötigten Einnahmen kommen, wie die "NZZ am Sonntag" berichtet. Steuerflüchtlinge sollen nach dem Plan der griechischen Regierung von einer Amnestie profitieren, wenn sie auf undeklariertes Vermögen 21 Prozent Steuern zahlen. Das erfuhr die Zeitung aus informierten Kreisen. Die Schätzungen, wie viel nicht versteuertes griechisches Geld auf Schweizer Konten liegt, reichen von zwei Milliarden bis 200 Milliarden Euro. Die Amnestie könnte der griechischen Regierung also dringend benötigte Mehreinnahmen bringen, wie das Blatt schrieb.

+++ 15:55 Varoufakis: "Bei 'Nein'  gibt es einen Deal in 24 Stunden  +++
Yanis Varoufakis unterstreicht noch einmal die Verhandlungsmacht, die ein "Nein" bei der Volksabstimmung der griechischen Regierung seiner Ansicht nach geben würde: "Wenn das Resultat "Nein" ist, haben wir innerhalb von 24 Stunden einen Deal mit den Gläubigern", zitiert CNBC den griechischen Finanzminister.

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+++ 15:40 Von der Leyen greift Varoufakis an +++
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen weist die Kritik des griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis an den internationalen Geldgebern scharf zurück. "Die Äußerung von Varoufakis ist eine Verhöhnung aller, die unter Terrorismus leiden", sagt sie. Varoufakis hatte das Vorgehen der Gläubiger in einem Interview mit der spanischen Zeitung "El Mundo" als "Terrorismus" bezeichnet.

+++ 15:24 Wahlbeteiligung über 40 Prozent +++
Am frühen Sonntagnachmittag liegt die Beteiligung an der Volksabstimmung in Griechenland nach übereinstimmenden Berichten griechischer Medien über 40 Prozent. Damit werde das Ergebnis rechtskräftig sein, heißt es. Bei Volksabstimmungen muss in Griechenland die Wahlbeteiligung bei mindestens 40 Prozent liegen. Die Wahllokale sollten um 19.00 Ortszeit (18.00 MESZ) schließen. Erste aussagekräftige Ergebnisse werden etwa zwei Stunden später erwartet.

+++ 14:50 Varoufakis: "Nicht die Party mit impertinenten Fragen ruinieren" +++
Die Sky-News-Moskau-Korrespondentin Katie Stallard ist Yanis Varoufakis bei seinem Auftritt im Wahllokal offenbar zu nahe getreten. Als sie ihn nach den Bargeldbeständen in den Banken befragen wollte, habe der griechische Finanzminister ihr erklärt, sie würde einen feierlichen Anlass mit impertinenten Fragen ruinieren, berichtet die verdutzte Journalistin.

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+++ 13:47 Grexit würde Loch in Bundeshaushalt reißen +++
Die jährlichen Gewinnüberweisungen der Bundesbank in Milliardenhöhe sind ein willkommener Zuschuss zum Bundeshaushalt. Damit könnte es im Fall eines Grexits vorbei sein, warnt Bundesbank-Chef Weidmann in einer Kabinettssitzung. Die bisher gebildeteten Rückstellungen von zuletzt 14,4 Milliarden Euro würden im Falle eines Grexits wohl nicht ausreichen. Bisher hat Finanzminister Schäuble jährlich einen Bundesbank-Gewinn von 2,5 Milliarden Euro für seinen Haushalt einkalkuliert.

+++ 13:13 Varoufakis bekräftigt: Rücktritt bei "Ja" +++
Sollte am Ende des Referendum eine Mehrheit der Griechen für "Ja" gestimmt haben, will Yanis Varoufakis tatsächlich zurücktreten. "Absolut", sagte der griechische Finanzminister auf eine entsprechende Anfrage der "Bild"-Zeitung.

+++ 12:35 Macron - Griechenland muss Kompromiss finden +++
Frankreichs Wirtschaftsminister Emmanuel Macron pocht auf weitere Verhandlungen Griechenlands mit den Gläubigern. Es müsse ein Kompromiss gefunden werden, und man dürfe sich nicht nur hinter den Notfallmaßnahmen der Europäischen Zentralbank verstecken.

+++ 11:43 Varoufakis kommt mit Papa zur Wahl +++
Nach Alexis Tsipras findet auch Yanis Varoufakis den Weg in die Wahllokale und bringt seinen Vater Giorgos (90) zur moralischen Unterstützung mit. "Demokratie ist eine sehr fragile Blume, die geschützt werden muss", spricht der griechische Finanzminister in die Mikrofone unter seiner Nase.

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(Foto: AP)

 

+++ 11:34 EZB verspricht bei Bedarf zusätzliche Hilfe +++
Angesichts der großen Unsicherheit rund um Griechenland ist die Europäische Zentralbank bereit, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen – wenn nötig. "Die EZB war immer ganz eindeutig: Wenn wir mehr machen müssen, machen wir mehr", sagte Direktoriumsmitglied Benoit Coeure. "Wir werden die nötigen Instrumente einsetzen." Welche das sein sollen und in was für einem Umfang die EZB einspringen will, verriet Coeure nicht.

+++ 10:45 "Mischung aus Linken und Pegida" +++
Die Alles- oder Nichts-Mentalität der griechischen Regierung ärgert EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. Er sei von dieser "ideologischen" Haltung "100 Prozent von Nichts ist mehr als ein Prozent von Etwas und wer ein Prozent von Etwas nimmt, ist ein Verräter an der hehren Sache" überrascht worden, sagte er im Deutschlandfunk. Alexis Tsipras sei ein sympathischer Mensch, aber er stehe einer Regierung vor, die vergleichbar sei mit einer Koalition in Deutschland aus der Linken und Pegida. "Stellen sie sich das mal vor."

+++ 09:50 Tsipras gibt seine Stimme ab  +++
Nahezu erdrückt von den wartenden Journalisten gibt Alexis Tsipras seine Stimme für das Referendum ab und nutzt die Gelegenheit und bereitstehenden Mikrofone: "Das Referendum ist ein Sieg der Demokratie", so der linke Regierungschef. "Man kann den Willen einer Regierung ignorieren, aber nicht den Willen eines Volkes." Mal sehen, ob der Wille des Volkes auch wirklich mit seinem übereinstimmt. Heute abend weiß Europa dann mehr.

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(Foto: AP)

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+++ 09:15 Journalisten treten sich auf die Füße +++
An der Athener Schule, wo Alexis Tsipras heute seine Stimme für das Referendum abgeben will, drängeln sich bereits seit dem frühen Morgen die Journalisten.

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+++ 09:00 Schulz warnt Griechen vor "Nein" +++
EU-Parlamentspräsident Martin Schulz warnt die griechischen Bürger vor einem "Nein" beim Referendum über die Sparpolitik. Dies sei eine Grundsatzfrage über die Zukunft der Eurostruktur, so Schulz. Sollte die Volksbefragung negativ ausfallen, sei damit auch der Rahmen für die Schuldenbewirtschaftung und den Aufbau des Landes entzogen. Das habe unmittelbare Konsequenzen: "In dem Moment, wo jemand eine neue Währung einführt, tritt er aus der Eurozone aus", warnt Schulz. Zugleich weist er Kritik zurück, die Gläubiger seien Athen zu wenig entgegengekommen. Dies sei eine "Legendenbildung".

+++ 08:50 Ein dickes "Όχι" am Bundesfinanzministerium +++
In der Nacht waren die Mauern des Bundesfinanzministeriums in Berlin in eine blauweiße Flagge mit einem deutlichen  "Όχι" (Nein) geschmückt. Die Lichtinstallation war ein Gruß der Links-Partei. Das Netz zeigt sich entzückt von der "Aktion der Kameraden".

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Die Linke unterstützt den griechischen Regierungschef Tsipras, der Griechenland für ein "Nein" zu dem Sparauflagen der Geldgeber mobilisieren will.

+++ 6:56 Ex-Ministerin: Schäuble schuld an Referendum  +++
Dora Bakogianni ist ehemalige griechische Außenministerin und sitzt im Athener Parlament heute als Nea-Dimokratia-Abgeordnete in der Opposition. Sie macht Deutschlands Finanzminister Schäuble für die derzeitige Situation ihres Landes verantwortlich: "Herr Schäuble wollte ein Referendum in Griechenland", sagt sie. Und sie kann diese Taktik nicht verstehen: Sie habe erwartet, dass Schäuble das weitreichende Angebot Tsipras' vom vergangenen Montag annimmt. Das hätte die Regierung in den eigenen Reihen in die Bredouille gebracht. "Dann wäre der Populismus in Griechenland endgültig tot gewesen", sagt sie. Durch die Weigerung Schäubles und der Eurogruppe "hat Herr Tsipras einen Ausweg gefunden", sagt Bakogianni weiter. "Dieses Nein hat Herrn Tsipras die Möglichkeit gegeben, dieses Referendum zu machen. Und jetzt stehen wir vor dem Problem."

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Die ersten Stimmen wurden bereits abgegeben.

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+++ 6:00 Referendum ist angelaufen +++
In Griechenland öffnen die Wahllokale. Knapp 10 Millionen Griechen können bis 18 Uhr unserer Zeit abstimmen, ob die Regierung auf die Reformvorgaben der Geldgeber eingehen oder diese ablehnen soll. Allerdings ist das Angebot der Gläubiger nicht mehr gültig. Erste Ergebnisse werden gegen 20 Uhr erwartet. Das Referendum ist auch eine Abstimmung über die Zukunft der griechischen Regierung. Finanzminister Varoufakis hatte sein Amt an ein "Nein" der Griechen geknüpft. Ministerpräsident Tsipras hatte die Frage nach einem Rücktritt bei einem "Ja" offen gelassen.

Was Sie sonst noch über das Referendum wissen müssen, hat Jan Gänger für Sie zusammengetragen.

+++ 3:26 Steinmeier besorgt um EU-Ansehen +++
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier warnt vor negativen Folgen eines Austritts Griechenlands aus der Eurozone für das Ansehen der Europäischen Union. "Selbst wenn wir eine solche Entwicklung finanz- und währungspolitisch bewältigen können, wäre das Signal eines Grexit an die Länder außerhalb der EU verheerend", sagt er. China, Indien und die USA beobachteten genau, ob die Europäer diese Krise meisterten oder an der Herausforderung scheiterten, betont Steinmeier. Für den Fall eines Ausscheidens Griechenlands aus der Eurozone gelte: "Europa würde in Teilen der Welt an Ansehen verlieren und Glaubwürdigkeit einbüßen."

+++ 0:39 Schelling: Hand bleibt ausgestreckt +++
Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling rechnet beim mit Spannung erwarteten Referendum in Griechenland mit einem "Ja" der Bürger zu den umstrittenen Spar- und Reformauflagen. "Ich denke, dass am Ende die Vernunft siegt, weil das griechische Volk weiß, dass es nicht nur um die Zukunft des Euro geht, sondern um die Zukunft von Griechenland und damit um ihre eigene Zukunft", sagte er der "Welt am Sonntag". Die internationalen Geldgeber, die Reformen im Gegenzug für weitere Hilfen verlangen, seien zu Verhandlungen bereit: "Wir sind den Griechen sehr weit entgegen gekommen und unsere Hand bleibt ausgestreckt."

+++ 0:08 Touristen halten Griechenland die Treue +++

Unter der aktuellen Krise leiden alle Wirtschaftszweige in Griechenland. Eine der wenigen positiven Ausnahmen ist weiterhin der Tourismus. Die Branche erlebt sogar einen kleinen Boom. Experten erwarten trotzdem einen Einbruch des Urlauberstroms. Und das hat mehr als nur einen Grund.

Die Geschehnisse von Samstag, dem 4.07.2015, finden Sie hier.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       

Quelle: n-tv.de, mbo/sla/lou/dpa/AFP/rts/DJ