Wirtschaft

Corona-Pandemie bietet Anlass Air France sortiert A380 vorzeitig aus

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Den A380 will Air France sowohl mit neuen Airbus-Modellen, als auch mit solchen des Konkurrenten Boeing ersetzen.

(Foto: picture alliance / Sebastian Kah)

Die französische Fluggesellschaft Air France-KLM will den A380 schon länger loswerden. Mit der Coronavirus-Krise scheint die Gelegenheit dazu nun aber früher als erhofft gekommen. Die Maschinen sollen durch sparsamere Modelle ersetzt werden.

Air France-KLM zieht ihre gesamte Airbus A380-Flotte wegen der Coronavirus-Pandemie vorzeitig aus dem Verkehr. Die Fluggesellschaft kündigte an, sie werde im zweiten Quartal aufgrund von Abschreibungen eine Belastung von rund 500 Millionen Euro buchen. Die Entscheidung sei mit Blick auf die erwartete Entwicklung des Reiseverkehrs in der Viruskrise gefallen.

Die Ausmusterung der A380-Maschinen, die zuvor bis Ende 2022 geplant war, "fügt sich in die Flottenvereinfachungsstrategie der Air France-KLM-Gruppe ein, um die Flotte wettbewerbsfähiger zu machen, indem die Transformation mit moderneren, leistungsfähigeren Flugzeugen mit deutlich verringerter Umweltbelastung fortgesetzt wird", teilte das Unternehmen mit. Neuere Flugzeuge, wie der Airbus A350 und die Boeing 787, werden die A380-Maschinen ersetzen.

In der Viruskrise will die französische Fluggesellschaft bis Ende Juni schrittweise wieder mehr Flüge anbieten. Dies gelte vorbehaltlich der Aufhebung der Reisebeschränkungen, teilte die Airline mit. Dabei sollen die Zahl der Frequenzen und Ziele, insbesondere nach Frankreich, in die französischen Überseegebiete und innerhalb Europas schrittweise erhöht werden. Der Plan entspreche nur 15 Prozent der zu dieser Jahreszeit normalerweise eingesetzten Kapazitäten. Einzelheiten zum Flugplan für die Monate Juli und August sollen Anfang Juni veröffentlicht werden.

Quelle: ntv.de, lwe/DJ/dpa