Wirtschaft

Umstellung für neue Abgastests Bosch-Chef dringt auf schnelle Einigung

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Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bosch-Gruppe.

(Foto: picture alliance / dpa)

Bis zum Jahresende will Bosch eine Umstellung der Abgasmessung von Autos umgesetzt haben. Ziel sollte es sein, dass Hersteller und Zulieferer die Differenz zwischen realer Emissionen und den Grenzwerten verringern.

Bosch-Chef Volkmar Denner dringt auf eine schnelle Umstellung der Abgasmessungen von Autos. "Wir müssen uns schnell mit Brüssel über den neuen, weltweit einheitlichen Testzyklus WLTP und die Real Driving Emissions, also die Emissionen im realen Fahrbetrieb einigen", sagte er. "Bis Ende dieses Jahres sollte das gelingen."

Nach dem Skandal um die Manipulation von Messwerten schädlicher Stickoxide bei Dieselfahrzeugen von Volkswagen ist die Diskussion um diese Tests erneut in Gang gekommen. Die Werte werden in der Regel auf Prüfständen ermittelt, die keine realen Fahrbedingungen abbilden. Am kommenden Mittwoch sollen in Brüssel voraussichtlich erste Vorentscheidungen über neue Abgastests getroffen werden.

Die Aufgabe für Zulieferer und Hersteller sei ganz klar, die derzeitige Differenz zwischen realen Emissionen und den Grenzwerten im Testzyklus zu verringern, sagte Denner. Bosch verkauft unter anderem Komponenten für Dieselfahrzeuge.

Der Konzern hatte auch Bauteile für die Diesel geliefert, die VW manipuliert hatte. "Wir können nicht warten, bis die Verbraucher noch verunsicherter sind", warnte Denner. Aus diesem Grund befürwortet der Bosch-Chef auch die Einführung regelmäßiger und unabhängiger Kontrollmessungen auf Basis zertifizierter Messmethoden.

Quelle: ntv.de, jki/dpa

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