Wirtschaft

Probleme nicht an Kunden auslassen Dobrindt zählt Tuifly und Air Berlin an

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Zahlreiche Maschinen von Air Berlin blieben in den vergangen Tagen am Boden.

(Foto: REUTERS)

Bei Air Berlin und Tuifly kommt es im Rahmen der angekündigten Umstrukturierung zu stundenlangen Verspätungen und Flugausfällen. Bundesverkehrsminister Dobrindt mahnt nun, die Probleme nicht auf dem Rücken der Kunden auszutragen.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat die Fluggesellschaften Tuifly und Air Berlin aufgefordert, ihre Probleme nicht bei den eigenen Kunden abzuladen.

Mit Blick auf verspätete und gestrichene Flüge zu Wochenbeginn sagte der CSU-Politiker der "Bild"-Zeitung: "Natürlich sind Umstrukturierungsprozesse auch belastend für die Mitarbeiter. Aber gerade in solchen Umstrukturierungsprozessen ist es wichtig, dass die Verlässlichkeit der Flugverbindungen erhalten bleibt und die Kunden nicht darunter leiden."

Stundenlange Verspätungen und Flugstreichungen am Montag und Dienstag hatten Fluggäste beider Airlines verärgert. Tuifly begründete die Probleme mit kurzfristigen Krankmeldungen von Flugzeugbesatzungen. Betroffen waren neben den Flughäfen Berlin-Tegel, Hannover und Hamburg auch Frankfurt und Stuttgart.

Etihad hat große Pläne

Als Hintergrund der Turbulenzen werden der Umbau der verschuldeten Air Berlin und damit einhergehende Veränderungen bei Tuifly gesehen - ein Drittel der Tui-Flotte fliegt samt Besatzung für Air Berlin.

Am Freitagabend war bekanntgeworden, dass Tuifly mit dem Air-Berlin- Großaktionär Etihad und einem weiteren Partner in eine Dachholding integriert werden könnte. Arbeitnehmervertreter fürchten Job-Verluste und organisierten am Tuifly-Sitz in Hannover Krisensitzungen.

Quelle: n-tv.de, jgu/dpa

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