Wirtschaft

Brüssel drückt Alarmknopf Griechenland-Prognose deutlich gesenkt

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(Foto: dpa)

Die schlechten Nachrichten hinsichtlich Griechenlands reißen nicht ab. Die EU-Kommission erwartet für 2015 und 2016 ein deutlich geringeres Wachstum als bislang prognostiziert. Zudem geht Brüssel wieder von deutlichen Haushaltsdefiziten in Athen aus.

Griechenlands Wirtschaftslage hat sich seit den Neuwahlen Anfang des Jahres deutlich verschlechtert. Die EU-Kommission senkte ihre diesjährige Wachstumsvorhersage für das vom Staatsbankrott bedrohte Land von 2,5 auf 0,5 Prozent, wie sie in ihrer Frühjahrsprognose für die EU mitteilte. Auch die Wachstumsaussichten für 2016 wurden von 3,6 auf 2,9 Prozent der Wirtschaftsleistung gesenkt.

Griechenland verhandelt seit Monaten mit den Geldgebern aus der Eurozone über weitere finanzielle Unterstützung. Die neue Regierung in Athen hat eine dafür geforderte Liste mit Reformen aber bisher nicht vorgelegt.

Anders als bei ihrer letzten Prognose vom Februar geht die Kommission nun auch wieder von deutlichen Haushaltsdefiziten in Athen aus: Die Finanzierungslücke im Budget wird den Angaben zufolge in diesem und im kommenden Jahr bei 2,1 beziehungsweise 2,2 Prozent liegen. Im Februar hatte Brüssel noch Überschüsse von 1,1 und 1,6 Prozent erwartet.

Besserer Wert für Deutschland

Die Konjunkturprognose für die gesamte EU und die Eurozone hob die Kommission unterdessen an. Sie liegt EU-weit für dieses Jahr nun bei 1,8 Prozent, was einem Plus von 0,1 Prozentpunkten entspricht. Für die Währungsunion aus 19 Staaten erhöhte Brüssel seine Vorhersage um 0,2 Punkte auf 1,5 Prozent.

Besser als bei der Winterprognose vom Februar schnitt auch Deutschland ab. Hier hob die Kommission ihre Vorhersage für das laufende Jahr von 1,5 auf 1,9 Prozent an, für 2016 blieb die Prognose mit 2,0 Prozent unverändert. Die Bundesregierung hatte ihre Vorhersage Ende April auf jeweils 1,8 Prozent in diesem und im kommenden Jahr erhöht.

Quelle: n-tv.de, wne/AFP

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