Wirtschaft

Finanzmisere schlägt durch Griechenland rutscht wieder in Rezession

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Ausbleibende Investitionen und Streit mit den Geldgebern.

(Foto: REUTERS)

Weiterer Rückschlag für Griechenland: Das zarte Wirtschafts-Wachstumspflänzchen ist zertreten, das Pleiteland befindet sich wieder in der Rezession. Der anhaltende Schuldenstreit untergräbt die Gesundung.

Die Hängepartie im Schuldenstreit hat die griechische Wirtschaft wieder in die Rezession gedrückt. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte von Januar bis März um 0,2 Prozent zum Vorquartal, wie das griechische Statistikamt in Athen mitteilte. Ende 2014 war die Wirtschaftsleistung sogar um 0,4 Prozent gefallen. Bei zwei Minus-Quartalen in Folge sprechen Ökonomen von einer Rezession.

Zur wirtschaftlichen Misere wegen ausbleibender Investitionen und dem Streit mit den internationalen Geldgebern gesellt sich zunehmend auch innenpolitischer Zwist: Hunderte Bürgermeister widersetzen sich einem Aufruf der Regierung und wollen dem klammen Staat kein Geld zur Verfügung stellen.

"Die Stimmung in den Unternehmen hat sich verschlechtert, da die Verhandlungen zwischen der Regierung und den internationalen Geldgebern immer noch kein Ende gefunden haben", sagte Ökonom Nikos Maggina von der griechischen Nationalbank. Damit bleibt die Gefahr einer Staatspleite und eines Euro-Abschieds akut, weshalb sich Unternehmen aus Verunsicherung mit Investitionen zurückhalten.

Die griechische Wirtschaft war im vergangenen Jahr nach jahrelanger Krise erstmals gewachsen: Das Bruttoinlandsprodukte kletterte um 0,8 Prozent. Der anhaltende Schuldenstreit untergräbt die Gesundung. Die EU-Kommission erwartet für dieses Jahr nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,5 statt wie bislang 2,5 Prozent.

Griechenland droht die Zahlungsunfähigkeit. Die Auszahlung weiterer 7,2 Milliarden Euro aus dem laufenden Hilfsprogramms ist von einer Einigung der Athener Regierung mit den Euro-Partnern über den Reformkurs abhängig.

Aufstand der Bürgermeister

Und die Lage droht sich zuzuspitzen: Lediglich zwei der 325 Bürgermeister stellten der Regierung wie gefordert überschüssige Gelder zur Verfügung, sagte der Chef der Gewerkschaft der Stadtverwaltungen (KEDE), Giorgos Patoulis. Sie befürchteten, die Mittel nicht zurückzubekommen.

Bislang hat die Regierung bei verschiedenen staatlichen Ebenen rund 600 Millionen Euro zur Finanzierung der laufenden Verpflichtungen eingetrieben. Die Regierung hatte jedoch auf 2,5 Milliarden Euro gehofft.

Erst kürzlich hatte sie zur Rückzahlung eines Kredits des Internationalen Währungsfonds in die Trickkiste gegriffen und Regierungskreisen zufolge einen Großteil des Geldes von einem eigenen IWF-Konto abgezogen. Das Konto muss demnach aber in einigen Wochen wieder aufgefüllt werden.

Quelle: n-tv.de, wne/rts

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