Wirtschaft

PC-Verkäufe schwächeln Intel schraubt Erwartungen zurück

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(Foto: REUTERS)

Schon der erste Ausblick auf das Geschäftsjahr ist wenig inspirierend gewesen. Nun aber rudert der US-Chipgigant nochmals zurück. Nutzer halten unerwartet lange an ihren Rechnern fest. Und dann ist da noch der starke Dollar.

Ein unerwartet schwaches PC-Geschäft verhagelt dem US-Chipkonzern Intel das Quartal. Der Infineon-Rivale kappte überraschend seine Umsatzerwartungen um fast zehn Prozent. Die Erlöse würden im Auftaktquartal wohl nur bei 12,8 Milliarden Dollar liegen, kündigte der weltgrößte Chiphersteller an. Die Summe könne maximal um bis zu 300 Millionen Dollar höher oder niedriger ausfallen. Zuvor hatte der Konzern mit etwa 13,7 Milliarden Dollar gerechnet - inklusive einer Schwankungsbreite von 500 Millionen Dollar. Bereits dieser Ausblick vom Jahresbeginn war von Analysten als enttäuschend bezeichnet worden.

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Intel begründete die Umsatzwarnung damit, dass sich weniger Unternehmen als erwartet neue Computer anschafften und zudem weniger Firmen auf neue Windows-XP-Versionen umstiegen. Den Marktbeobachtern von IDC zufolge fielen die weltweiten PC-Auslieferungen im Schlussquartal 2014 um 2,4 Prozent. Zudem führte Intel die schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen und Herausforderungen durch Währungskursschwankungen als Ursache für die schwächeren Erlöse an.

Die Intel-Aktie notierte an der Wall Street kurz nach Handelsstart knapp vier Prozent tiefer. Infineon-Papiere in Frankfurt gaben 2,5 Prozent nach, ASML 1,8 Prozent. Intel will nun bei Bekanntgabe seiner Quartalszahlen am 14. April einen neuen Ausblick fürs laufende Jahr veröffentlichen. Zuletzt lief es einzig im Geschäft mit Rechenzentren rund.

Quelle: n-tv.de, jwu/rts

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