Wirtschaft

Kippt die Luftverkehrssteuer? Lufthansa deutet auf die Emirate

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"In den Emiraten gibt es keine Luftverkehrssteuer - warum muss es sie in Deutschland geben?"

(Foto: REUTERS)

Der Konkurrenzkampf am Himmel wird immer schärfer: Bei der Lufthansa wünscht sich der neue Mann für Kernmarke, Swiss und Austrian mehr Hilfe vom Staat. Harry Hohmeister fordert eine "politische Antwort".

Der künftige Spartenvorstand der Lufthansa, Harry Hohmeister, warnt vor einer Übermacht finanzstarker Fluggesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" forderte Hohmeister Unterstützung der EU und der Bundesregierung.

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"Wettbewerber aus den Arabischen Emiraten kaufen sich mit staatlicher Hilfe Einfluss in Europa", sagte der Manager - offensichtlich mit Blick auf Wettbewerber wie Emirates und vor allem Etihad. Die staatliche Hilfe für die Konkurrenten verzerre die Rahmenbedingungen.

Massive staatliche Subventionen

Deshalb brauche man neben einer unternehmerischen "auch eine politische Antwort". Diese könne in einer Angleichung von Wettbewerbsbedingungen bestehen: "In den Emiraten gibt es keine Luftverkehrssteuer - warum muss es sie in Deutschland geben?", sagte Hohmeister.

Die Golf-Airlines würden massiv staatlich subventioniert, deshalb herrsche auf dem Langstreckenmarkt kein fairer Wettbewerb mehr. Harry Hohmeister leitet im Lufthansa-Vorstand derzeit das Ressort Verbund-Airlines, Logistik und IT. Im Zuge eines kürzlich beschlossenen Konzernumbaus soll er die Führung der Marken Lufthansa, Swiss und Austrian übernehmen.

Mega-Airport am Golf

Der Lufthansa-Manager erklärte, er rechne in den nächsten Jahren mit einem massiven Kapazitätsausbau der Konkurrenten in den Emiraten. Dubai etwa habe 140 Großraummaschinen vom Typ Airbus A380 bestellt und lasse einen Großflughafen mit sechs parallelen Startbahnen und einer Kapazität von 240 Millionen Passagieren im Jahr bauen.

Quelle: n-tv.de, mmo/rts

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