Wirtschaft

Prognose der Energieagentur Ölpreis bleibt dauerhaft instabil

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Aufgrund neuer Fördermethoden kann das Ölangebot in den kommenden Jahren stark schwanken.

(Foto: REUTERS)

In den kommenden Jahren wird die Nachfrage nach Rohöl aus Sicht der Energieexperten weiter steigen: Ob auch das Angebot mithalten kann, hängt von neuen Fördermethoden ab - etwa dem Fracking. Verbraucher müssen sich auf stark schwankende Preise einstellen.

In den kommenden Jahren ist nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) mit starken Schwankungen der Ölpreise zu rechnen. "Wir stehen am Beginn einer Periode mit einer hohen Volatilität der Ölpreise", sagte IEA-Direktor Fatih Birol bei der Veröffentlichung des Weltenergieausblicks 2016. Langfristig rechnet die Organisation, in der die Interessen führender Industriestaaten vertreten sind, mit einem weiteren Anstieg der Nachfrage nach Rohöl.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 37,61

In den kommenden Jahren wird laut IEA indes die sogenannte Fracking-Technik weiter eine wichtige Rolle für die Ölpreise spielen. Sollten diese kurzfristig steigen, könne die aus Ölschiefer gewonnene Fördermenge schnell erhöht werden und für mehr Angebot auf dem Weltmarkt sorgen. Derzeit herrscht am Ölmarkt ein Überangebot, die Ölpreise standen deswegen zuletzt tendenziell unter Druck.

Die IEA-Experten erwarten ferner einen Rückgang des Treibstoffverbrauchs durch Autos. Die Zahl der Fahrzeuge werde sich zwar in den kommenden 25 Jahren etwa verdoppeln. Ein geringerer Treibstoffverbrauch moderner Autos und eine steigende Zahl von Elektroautos werden aber den Ölverbrauch senken.

In einem bis 2040 angelegten Szenario geht die IEA davon aus, dass die globale Energienachfrage um 30 Prozent steigen wird. Dabei werde das stärkste Wachstum bei den erneuerbaren Energien liegen.

Quelle: ntv.de, jug/dpa