Wirtschaft

Gegenbewegung oder Trendwende? Ölpreis kämpft sich nach oben

Die Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten, allen voran beim Öl, nehmen deutlich zu. Nachdem das US-Öl WTI auf den tiefsten Stand seit gut einem Jahr gefallen war, dreht der Wind nun wieder. Händler mahnen zur Vorsicht.

Mit deutlichen Kursschwankungen hat zum Wochenschluss der Ölpreis aufgewartet. Nachdem der Preis für die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) in der Nacht noch unter die 45-Dollar-Marke gerutscht war und bei 44,47 Dollar im frühen Freitagsgeschäft sein Tagestief markierte, wurde das Leichtöl am Mittag wieder bei 45,67 Dollar gehandelt und damit nahe seines Tageshochs von 45,89 Dollar.

Wti Oil
Wti Oil 71,97

Die Preisspanne bei der Nordseesorte Brent war noch größer: Hier lag der Tagestiefstand bei 46,64 Dollar, während das Tageshoch 48,93 Dollar betrug. Am Mittag notierte ein Barrel (159 Liter) Brent bei 48,69 Dollar. Ein Aufschlag zum Donnerstagabend von 0,6 Prozent.

Händler sprachen von einer Gegenbewegung. An der grundsätzlich schwierigen Marktlage habe sich nichts geändert. Der Ölpreis steht seit Mitte April kräftig unter Druck. Erst am Donnerstag hatte er deutlich nachgegeben. Den jüngsten Preisrutsch begründeten Experten unter anderem mit den hohen Fördermengen in den Vereinigten Staaten. Zwar waren dort die Rohöllagerbestände gesunken. Das Minus fiel aber deutlich geringer aus als von Experten zuvor prognostiziert.

Aber auch in Libyen deuteten sich weitere Produktionssteigerungen an, nachdem sich zwei verfeindete Fraktionen im innerlibyschen Konflikt politisch angenähert hatten. Zudem scheinen die Förderkürzungen des Opec-Kartells nicht mehr die erhoffte Wirkung zu zeigen. Einer Verlängerungen in das zweite Halbjahr hinein werde so unwahrscheinlicher, hieß es im Handel.

Quelle: ntv.de, bad/DJ/dpa

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