Wirtschaft

Fünf weitere Läden geplant Primark will deutschen Markt erobern

Primark will einen größeren Marktanteil für sich beanspruchen und das geht zu lasten der Konkurrenz.

Primark will einen größeren Marktanteil für sich beanspruchen und das geht zu Lasten der Konkurrenz.

(Foto: picture alliance / dpa)

Große Läden und billige Mode scheinen in Deutschland zu funktionieren. Zumindest nach Ansicht des Mode-Riesen Primark, der mit weiteren Filialen auf dem deutschen Markt expandieren will. An anderer Stelle hält sich das Unternehmen zurück.

Der irische Billig-Modehändler Primark plant weitere Filialen in Deutschland. "Wie schnell wir expandieren, hängt davon ab, wie schnell wir passende Läden finden", sagte der Finanzvorstand des Primark-Mutterkonzerns Associated British Foods, John Bason, der "Süddeutschen Zeitung".

"Am liebsten wollen wir in die belebten Einkaufsstraßen im Zentrum." Primark habe die Erfahrung gemacht, "dass sehr große Läden in Deutschland gut funktionieren". Die Billigkette betreibt 20 Filialen in Deutschland, die Eröffnung fünf weiterer ist angekündigt. In Großbritannien sei die Verkaufsfläche der Kette fünfmal so groß und das bei einer kleineren Bevölkerung, betonte Bason.

Darum habe der Konzern in Deutschland "noch einen schrecklich weiten Weg" vor sich. Primark will zulasten anderer Modeketten wachsen. "Wir erwarten nicht, dass der Gesamtmarkt für Mode zulegt", sagte der Finanzvorstand von Associated British Foods. "Unsere Wachstumsstrategie beruht ganz klar darauf, einen größeren Teil des Marktes zu erobern." In den vergangenen Monaten eröffnete die Kette ihre ersten Filialen in den USA und Italien. Nun ist Primark in elf Staaten tätig.

Deshalb werde so bald kein weiterer größerer Markt hinzukommen, betonte Bason. Das Unternehmen habe genug damit zu tun, in diesen Ländern Läden aufzumachen. In den Onlinehandel mit Mode will Primark "für die absehbare Zukunft" auch nicht einsteigen. "Unsere Preise sind niedrig, wir haben eine niedrige Marge", sagte Bason. Da seien die Logistik-Kosten des Onlinehandels "zu hoch".

Quelle: ntv.de, sro/AFP