Wirtschaft

Nach Airbag-Defekt USA wollen Takata-Rückruf beschleunigen

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Der Druck auf Takata wird größer.

(Foto: dpa)

Die US-Behörden wollen die defekten Airbags des Zulieferers Takata so schnell wie möglich aus dem Verkehr ziehen. Doch es handelt sich um einen komplexen Vorgang, von dem viele Autobauer betroffen sind. Nun prüfen die Aufseher, wie sie den Druck erhöhen können.

Die US-Verkehrsaufsicht NHTSA sucht nach Wegen, den Mega-Rückruf von insgesamt 19 Millionen Autos wegen mangelhafter Airbags des japanischen Zulieferers Takata zu beschleunigen. "Unser Ziel ist ein sicherer Airbag in jedem amerikanischen Fahrzeug - so schnell wie möglich", sagte NHTSA-Leiter Mark Rosekind in Washington.

Durch Unfälle, bei denen die Airbags unvermittelt auslösten und Splitter ihrer Verkleidung durch das Fahrzeug schleuderten, sind nach NHTSA-Angaben mindestens acht Menschen ums Leben gekommen und 98 verletzt worden.

Die Behörde will bis zum Thanksgiving-Feiertag am 26. November prüfen, inwiefern sie ihre Mittel ausnutzen kann, um ein schnelleres Tempo beim größten Rückruf der US-Geschichte zu erreichen. Der Vorgang sei beispiellos komplex, so Rosekind, weil mindestens zwölf Autobauer von den mangelhaften Bauteilen betroffen seien. Dabei balle sich das Problem bei den fünf Herstellern Fiat Chrysler, Ford, Mazda, Honda und BMW, auf die 14 Millionen der Wagen entfielen.

Die NHTSA wollte auch eine Ausweitung des Rückrufs nicht ausschließen. Die Behörde hatte vorherige Angaben zum Takata-Rückruf massiv nach unten korrigiert. Im Juni war die NHTSA noch von 33,8 Millionen betroffenen Fahrzeugen ausgegangen. Obwohl die Airbags des Zulieferers bereits seit 2004 Probleme machen, ist die genaue Ursache den Ermittlern nach noch immer nicht geklärt. Das Unternehmen vertritt den Standpunkt, die Unfälle stünden im Zusammenhang mit besonders heißem und feuchtem Klima. Den Treibstoff Ammoniumnitrat, der als Auslöser im Verdacht steht, hat Takata inzwischen weitgehend aus dem Verkehr gezogen.

Quelle: ntv.de, tno/dpa