Wirtschaft

Aktien steigen um 16 Prozent VW macht Hechtsprung an die Dax-Spitze

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High Voltage VW: Nach einer Kursrally steht der Wolfsburger Autobauer nun an der Spitze des Dax.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Volkswagen treibt den Dax mit einem sagenhaften Kurssprung in neue Höhen und setzt sich an die Spitze des Leitindexes. Die Wolfsburger sind damit Deutschlands wertvollstes Unternehmen und stoßen SAP vom Thron. Auch andere Autoaktien legen beachtliche Zuwächse hin.

Die jüngste Kursrally hat Volkswagen innerhalb von zwei Tagen an die Spitze des Leitindex Dax katapultiert. Mit einem Börsenwert von rund 135 Milliarden Euro überrundete der Wolfsburger Autobauer den Softwarekonzern SAP (121 Milliarden), dessen Status als wertvollstes Unternehmen in Deutschland jahrelang unangefochten war. Der Fahrplan, den der Wolfsburger Autobauer derzeit hinsichtlich der Elektromobilität aufstellt, sorgt für anhaltend gute Stimmung.

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Allerdings hatte SAP seine Position als Europas teuerster Technologiekonzern schon im Herbst an ASML verloren, als Vorstandschef Christian Klein die Ertragsziele kassieren musste. Hinter SAP rangieren in der Liste der teuersten Dax-Unternehmen der deutsch-amerikanische Industriegasekonzern Linde mit 119 Milliarden Euro und Siemens mit 108 Milliarden.

Volkswagen-Stammaktien stiegen um bis zu 16,3 Prozent und steuerten auf den größten Tagesgewinn seit gut zwölf Jahren zu. Mit 310 Euro waren sie so teuer wie zuletzt im Oktober 2008, als die Übernahme durch Porsche den damals noch im Dax notierten Papieren zeitweise dreistellige prozentuale Kursgewinne beschert hatte. VW-Vorzüge gewannen in der Spitze zwölf Prozent und markierten mit 232,70 Euro ein Sechs-Jahres-Hoch. Das ist der größte Kurssprung seit rund einem Jahr.

Auch der Ausblick von BMW entzückt

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Die Anteile von BMW reagierten mit plus 6,16 Prozent auf den Ausblick des Autobauers für das laufende Jahr. Für die Titel des Zulieferers Continental ging es auf Platz drei im Dax um 2,59 Prozent hoch, jene des Konsumgüterherstellers Henkel und des Chemiekonzerns Covestro verteuerten sich um 1,70 beziehungsweise 1,26 Prozent. An der MDax-Spitze erholten sich die Aktien von Morphosys mit plus 2,35 Prozent ein wenig von ihren Vortagesverlusten wegen eines enttäuschenden Ausblicks. Die Papiere von Fraport gewannen immerhin noch 0,57 Prozent. Stützend wirkte ein positiver Analystenkommentar.

Insgesamt verfehlte der Dax kurz vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed sein Rekordhoch nur hauchdünn. Der Leitindex gewann zum Handelsschluss 0,27 Prozent auf 14.596,6 Punkte. Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen lief es schlechter, er verlor 0,72 Prozent auf 31.867,40 Punkte. Wie erwartet beschloss die US-Notenbank am Abend, an ihrer historisch lockeren Geldpolitik festzuhalten. Der Leitzins verbleibt auf dem sehr niedrigen Niveau von 0,0 bis 0,25 Prozent. Dies sei angesichts der Lage am Arbeitsmarkt und der niedrigen Inflation weiter angemessen, erklärte die Fed.

Quelle: ntv.de, mau/rts

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