Wirtschaft

Experte fordert Winterkorn-Rücktritt VW stoppt Verkauf mehrerer US-Modelle

Nachdem Volkswagen-Chef Winterkorn den Skandal um manipulierte Abgastests zur "höchsten Priorität" erklärt hat, zieht der Konzern weitere Konsequenzen. Dazu sollte laut "Auto-Professor" Dudenhöffer auch Winterkorns eigener Abschied gehören.

Im Zusammenhang mit Abgas-Manipulationen hat Volkswagen den Verkauf einiger Diesel-Fahrzeuge in den USA gestoppt. US-Autohändler seien angewiesen worden, bestimmte Wagen des Modelljahres 2015 zurückzuhalten, sagte ein VW-Vertreter. Die Zahl der betroffenen Fahrzeuge nannte er nicht.

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VW hatte zuvor Abgas-Manipulationen in den USA zugegeben, die eine Milliarden-Strafe nach sich ziehen könnten. Konzern-Chef Martin Winterkorn kündigte eine externe Untersuchung der Vorgänge an und erklärte den Vorgang zu seiner persönlichen "höchsten Priorität". Die US-Umweltschutzbehörde EPA wirft VW vor, bei knapp 500.000 Diesel-Fahrzeugen die Abgasvorschriften mit Hilfe einer Software vorsätzlich umgangen zu haben.

Nach Meinung von Autofachmann Ferdinand Dudenhöffer kann Winterkorn angesichts des Skandals nicht im Amt an der Konzernspitze bleiben. Winterkorn, in dessen Verantwortung auch die konzernweite Forschung und Entwicklung falle, habe entweder von den Manipulationen gewusst oder aber er sei ahnungslos und habe seinen Geschäftsbereich nicht im Griff, sagte der Direktor des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen der "Frankfurter Rundschau".

"In beiden Fällen würde ich sagen, dass Winterkorn an der Konzernspitze nicht mehr tragbar ist", sagte Dudenhöfer. Der "Westdeutschen Allgemeinen" sagte er weiter: "Jeder Politiker könnte bei einer solchen Angelegenheit nicht in seinem Amt bleiben."

Quelle: ntv.de, mbo/rts/dpa

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