Marktberichte

Wall Street pausiert Rekordlauf Boeing strauchelt, Six Flags stürzt ab

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Ruhiger Tag an der Wall Street

(Foto: picture alliance/dpa)

Die New Yorker Börsen beenden die erste Handelswoche des Jahres wegen enttäuschender Arbeitsmarktdaten leicht im Minus. Bei Boeing vermiesen verstörende E-Mails zu zwei Unglücksmaschinen die Stimmung. Ein Freizeitpark-Betreiber kämpft mit mauen Besucherzahlen.

Die New Yorker Börsen haben nach ihrem Rekordlauf zum Jahresstart zum Ende der Woche eine Verschnaufpause eingelegt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab um 0,5 Prozent auf 28.823 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,3 Prozent und schloss bei 3265 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel ebenfalls um 0,3 Prozent und fiel auf 8966 Punkten.

Im Handelsverlauf hatten alle drei Marktbarometer dank Spekulationen auf eine anhaltend lockere Geldpolitik der Notenbank Fed neue Rekordstände markiert. Die schwächer als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktdaten brachten die US-Anleger nun leicht aus dem Konzept. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der US-Landwirtschaft stieg den Angaben zufolge um 145.000. Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 164.000 Stellen gerechnet. Der viel beachtete Anstieg der Löhne fiel mit 0,1 Prozent im Monatsvergleich ebenfalls niedriger aus als gedacht.

Bei den Einzelwerten zählten Six Flags zu den Verlierern. Die Aktien des Vergnügungspark-Betreibers stürzten um mehr als 17 Prozent ab. Wegen schwächelnder Besucherzahlen in den USA und Problemen mit Parks in China warnte das Unternehmen vor einem Rückgang des Quartalsumsatzes um acht bis zehn Millionen Dollar.

Interne E-Mails schaden Boeing

Ein schwaches Weihnachtsgeschäft setzte Urban Outfitters zu. Die Aktien der Modefirma fielen um 8,2 Prozent. Zudem drückten hohe Lagerbestände und Fehlentscheidungen bei den Kollektionen auf die Margen, schrieb Analystin Janine Stichter von der Investmentbank Jefferies.

Die Aktien von Boeing ließen 1,5 Prozent Federn. Kritische E-Mails von Boeing-Mitarbeitern über den Umgang mit dem Unglücks-Modell 737 Max hatten zuvor ein schlechtes Licht auf die Unternehmenskultur bei dem US-Flugzeugbauer geworfen. Das Flugzeug "sei von Clowns entworfen, die wiederum von Affen beaufsichtigt wurden", schrieb ein nicht genannter Mitarbeiter, der sich im April 2017 mit einem Kollegen über Probleme mit der Computer-Flugsteuerung austauschte.

In Frankfurt schloss der Dax am Freitag 0,1 Prozent im Minus bei 13.483 Zählern, blieb damit aber auf Tuchfühlung mit seinem Rekordhoch vom Januar 2018. Der EuroStoxx50 bröckelte auf 3791 Stellen ab.

Quelle: ntv.de, chr/rts