Marktberichte

Müder Handel zwischen Feiertagen Dax-Anleger lauern auf nächstes Rekordhoch

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Die Frankfurter Börse hat in der Weihnachtswoche nur am Montag und am Freitag geöffnet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Es fehlt nicht mehr viel, bis der Dax den Rekordwert von 13.596 Punkten knackt. Doch in der Weihnachtszeit stehen nicht viele spannende Ereignisse auf den Zetteln der Anleger. Darum blicken die Börsianer einmal mehr auf das Geschehen auf der anderen Seite des Atlantiks.

In den letzten Handelstagen des starken Börsenjahres 2019 dürfte der Überraschungsgrad politischer Nachrichten den Ausschlag geben, ob der Dax sein Rekordhoch vom Januar 2018 überwindet. Viel fehlt dem deutschen Leitindex nicht mehr: Aktuell sind es rund zwei Prozent. Doch Experten rechnen zur Weihnachtszeit und auch zwischen den Jahren nicht mit sonderlich spannenden Ereignissen, zudem ist die Frankfurter Börse in der Weihnachtswoche nur am Montag und am Freitag geöffnet.

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Am vergangenen Freitag schloss der Dax wieder über der Marke von 13.300 Punkten und sicherte sich auch einen kleinen Wochengewinn. Mit einem Plus von 0,81 Prozent auf 13.318,90 Punkte ging er aus dem Handel. Bis zum Rekordhoch von 13.596 Punkten ist es nun nicht mehr weit.

Der Handelsstreit zwischen den USA und China hat nach der grundsätzlichen Einigung auf ein erstes Teilabkommen vorerst an Brisanz verloren. Mit Blick auf den Brexit ist zudem bereits bekannt, dass der britische Premierminister Boris Johnson einen ungeregelten Austritt seines Landes aus der Europäischen Union nicht ausschließt. Sollten sich Großbritannien und die EU bis Ende kommenden Jahres nicht in weiterführenden Handelsfragen einigen, will Johnson nicht in die Verlängerung bei den Verhandlungen gehen. Diese Nachricht hatte der Dax bereits in der Vorweihnachtswoche mit leichten Verlusten quittiert. Der eigentliche Brexit ist für den 31. Januar vorgesehen.

Von Unternehmensseite wird bis Jahresende ebenfalls nicht viel erwartet. Wirtschaftsdaten sind zugleich dünn gesät und kommen vor allem aus den USA. Schließlich öffnet dort nach einem verkürzten Handel am Heiligabend die Börse bereits am 26. Dezember wieder ganz normal. Auch am Silvestertag sind die Aktienmärkte in den Vereinigten Staaten Vollzeit geöffnet, während in Europa einige Börsen wie hierzulande geschlossen sind und andere eine verkürzte Handelsmöglichkeit anbieten. An Neujahr hingegen wird weder in Europa noch in den USA gehandelt.

Die deutsche Agenda der Konjunkturdaten ist sehr überschaubar. Angekündigt sind lediglich für Montag Importdaten des Monats November. Aus den USA könnte dagegen - neben mehr oder weniger interessanten Immobiliendaten und den an Heiligabend anstehenden Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter - vor allem das Verbrauchervertrauen von Interesse sein. Die Dezemberdaten werden vom Forschungsinstitut Conference Board an Silvester bekannt gegeben.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa