Marktberichte

Euro und Diesel-Krise belasten Dax erwartet schwere Woche der Bilanzen

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Der deutsche Leitindex Dax könnte in der kommenden Woche weiter schwächeln.

(Foto: REUTERS)

In der kommenden Woche erreicht die deutsche Bilanzsaison ihren Höhepunkt. Dabei könnte die Furcht der Anleger vor schrumpfenden Firmengewinnen dem Dax erneut zu schaffen machen. Auch die Euro-Stärke und die Abgasaffäre bleiben Belastungsfaktoren.

Der Dax könnte in der neuen Woche weiter schwächeln. Der starke Euro, die laufende Berichtssaison in Deutschland und die wegen mutmaßlicher Kartellabsprachen unter Druck stehenden deutschen Autowerte dürften Belastungsfaktoren bleiben. Zudem stehen wichtige Konjunkturdaten auf der Agenda - vor allem der US-Arbeitsmarktbericht für den Juli, aber auch Inflationszahlen aus den USA und Europa. Am Freitag büßte der deutsche Leitindex 0,40 Prozent auf 12.162 Punkte ein. Auf Wochensicht lag sein Minus damit bei 0,6 Prozent.

Eine Gefahr bleibt laut Daniel Saurenz von Feingold Research der für Dax-Investoren sehr wichtige Autosektor, dessen Gewicht im Index zuletzt auf 13 Prozent gesunken sei. "Der Autosektor droht zum Finanzsektor 2.0 zu werden und drückt dank seiner Gewichtung gewaltig auf den Index", sagte Saurenz im Gespräch mit n-tv.de. Wegen der jüngst kräftigen Kursverluste und der damit einhergehenden niedrigen Bewertung sollten sich die Papiere von BMW, Daimler und VW jedoch in den kommenden Wochen stabilisieren.

Im Blick werden auch zahlreiche Geschäftsberichte deutscher Unternehmen stehen. Allein die Hälfte der Dax-Konzerne legt vorläufige oder endgültige Zahlen vor. Hinzu kommen viele Quartalsdaten von Unternehmen aus dem MDax, in dem mittelgroße Firmen notiert sind, sowie aus dem Technologie-Index TecDax. Am Dienstag berichten der Medizinkonzern Fresenius und seine Dialyse-Tochter FMC über ihr zweites Quartal. Auch HeidelbergCement und Infineon werden Zahlen vorlegen. Commerzbank und Vonovia legen am Mittwoch vorläufige Zahlen vor, während die Lufthansa den endgültigen, detaillierten Bericht vorstellt. Am Donnerstag kommen dann auch endgültige Zahlen von Adidas. Zudem informieren Beiersdorf, BMW, Continental, Telekom, Merck KGaA und Siemens über ihre Geschäftsentwicklung.

In der Konjunktur stehen am Montag zuerst die Inflationsdaten aus der Europäischen Wirtschaftsunion (EWU) an. Die Preistrends sollten laut den Experten der Postbank eine Stabilisierung zeigen und die Inflationsrate im Juli bei 1,3 Prozent geblieben sein. Am Dienstag rückt dann das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in der EWU in den Fokus. Es sollte verdeutlichen, dass sich der Aufschwung weiter gefestigt hat. Am Freitag stehen nach den deutschen Auftragseingängen die US-Arbeitsmarktdaten auf der Agenda.

Quelle: ntv.de, cri/dpa