Marktberichte

US-Airlines stark gefragt Dow und S&P markieren neue Bestmarken

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Die Aktien der US-Airlines waren wegen der verbesserten Konjunkturaussichten bei Anlegern gefragt.

(Foto: picture alliance / NurPhoto)

Die Verabschiedung des billionenschweren Corona-Hilfspakets beschert den Indizes den höchsten Wochengewinn seit Jahren. Der Aufwärtstrend hält an den US-Börsen weiter an. Doch aus Furcht vor Inflation und höheren Zinsen halten sich die Investoren vor der Sitzung der US-Notenbank zurück.

Die US-Börsen haben ihre Aufwärtsbewegung fortgesetzt und mit Kursgewinnen geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,5 Prozent höher auf 32.953 Punkten aus dem Handel. Der technologielastige Nasdaq rückte 1,1 Prozent auf 13.459 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,6 Prozent auf 3968 Punkte zu. Dow und S&P markierten neue Bestmarken.

Die Verabschiedung der knapp zwei Billionen Dollar schweren Corona-Staatshilfen in den USA hatte den Indizes vergangene Woche den höchsten Wochengewinn seit sechs Jahren beschert. Zugleich nahm die Furcht vor Inflation und höheren Zinsen zu. Börsianern zufolge zeigten sich Investoren vor der Sitzung der US-Notenbank (Fed) in dieser Woche etwas zurückhaltender.

S&P 500
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Die Angst vor einem Anstieg der Inflation hatte die Renditen von US-Anleihen mit längeren Laufzeiten zuletzt nach oben getrieben. Zum Wochenauftakt sanken die Renditen der richtungweisenden zehnjährigen Bonds aus den USA zwar leicht auf 1,61 Prozent, hielten sich damit aber weiterhin in der Nähe ihres am Freitag erreichten Höchststands von 1,64 Prozent.

"Die US-Wirtschaft scheint in einer besseren Verfassung zu sein als die meisten anderen entwickelten Volkswirtschaften", sagte Hussein Sayed, Chef-Marktstratege beim Broker FXTM. "Trotz der rosigeren Wirtschaftsaussichten wird erwartet, dass bei der Fed-Sitzung in dieser Woche keine größeren politischen Änderungen vorgenommen werden." Nach der Verabschiedung des Konjunkturpakets sei es aber unvermeidlich, dass die BIP-Prognosen der Fed nach oben revidiert würden, sagten die Ökonomen der ANZ Bank.

US-Airlines heben ab

Die verbesserten Konjunkturaussichten und die Impfkampagne ließen Anleger vor allem zu Aktien von US-Fluggesellschaften greifen. Die nachlassende Corona-Pandemie treibe die Buchungen für den Frühling und Sommer an, teilten Branchenvertreter mit. "Ich glaube, dass wir uns dem Ende der virtuellen Welt nähern", sagte der Chef der US-Fluggesellschaft United Airlines, Scott Kirby.

Delta Air Lines
Delta Air Lines 37,76

United-Aktien schossen um gut acht Prozent nach oben. Auch die Anteilsscheine von Delta Air Lines, Southwest Airlines und JetBlue Airways zogen an. Die Airlines rechneten mit einem geringeren Umsatzrückgang im ersten Quartal als zunächst gedacht, weil wieder mehr Menschen Urlaube oder Besuche bei Freunden und Verwandten planten.

"Wir haben jetzt eine beträchtliche Menge an Impfstoffen und die Astrazeneca-Nachrichten sollten die Stimmung nicht sehr beeinflussen", sagte Art Hogan, Marktstratege bei National Securities. Astrazeneca ist bislang in der Europäischen Union und vielen anderen Ländern zugelassen, allerdings noch nicht in den USA. Nach Berichten über Blutgerinnsel setzten allerdings Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien sowie weitere Länder den Einsatz des Covid-19-Impfstoffs von Astrazeneca aus. Dies hatte den Verkaufsdruck nach der Rekordjagd verstärkt. Der Dax gab anfängliche Gewinne wieder ab und ging 0,3 Prozent niedriger aus dem Handel. Auch der EuroStoxx50 gab leicht nach.

Quelle: ntv.de, chf/rts

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