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Pfizer-Pille bereits erlaubt EMA unterstützt drei neue Covid-Medikamente

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Das Pfizer Medikament-Paxlovid darf in Notfällen schon eingesetzt werden.

(Foto: picture alliance/dpa/Pfizer)

In der EU können bald voraussichtlich drei neue Medikamente zur Behandlung von Covid-19 eingesetzt werden. Die Präparate Xevudy und Kineret warten nach der Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA auf die offizielle Zulassung, der Einsatz von Paxlovid ist in Notfallsituationen bereits freigegeben.

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat den Weg für die Zulassung von zwei weiteren Medikamenten zur Behandlung von Covid-19 freigemacht und unterstützt ein drittes Präparat bei Notfall-Einsätzen. Mit Xevudy und Kineret könnten Patienten gut behandelt werden, teilte die EMA mit. Die EU-Kommission muss der Zulassung noch zustimmen, das aber gilt als Formsache. Das Medikament Paxlovid könnte laut der Behörde in Notfallsituationen "zur Behandlung von Erwachsenen mit Covid-19 eingesetzt werden, die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen und bei denen ein erhöhtes Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs besteht." Damit kann das Medikament noch vor seiner Zulassung in der EU eingesetzt werden.

Xevudy ist ein monoklonaler Antikörper. Es kann nach Ansicht der Experten bei Patienten ab 12 Jahren eine Verschlechterung des Zustandes verhindern. Eine Studie habe ergeben, dass mit dem Medikament von GSK das Risiko einer Krankenhauseinlieferung oder eines tödlichen Verlaufs bei Patienten mit mindestens einer Vorerkrankung "deutlich reduziert" werde. Laborstudien deuteten zudem darauf hin, dass Xevudy auch gegen die Omikron-Variante wirksam ist. Die EMA-Experten hatten sich zuvor bereits positiv über das Mittel ausgesprochen, so dass es bereits in einigen EU-Mitgliedsstaaten verschrieben wird.

Das Präparat Kineret könne Patienten mit Lungenentzündung gegeben werden, die Sauerstoff benötigten. Es ist in der EU bereits als Mittel gegen andere Entzündungen zugelassen. Das Mittel des schwedischen Herstellers Orphan Biovitrum AB kann nach Angaben der EMA auch bei Covid-19-Patienten Entzündungen reduzieren und schwere Schäden an Atemwegen verhindern.

Einsatz vor der offiziellen Zulassung

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Das antivirale Pfizer-Medikament Paxlovid senkt bei Risikopatienten die Gefahr einer Krankenhauseinweisung oder eines Todes um 89 Prozent. Dies gilt, wenn die Behandlung innerhalb von drei Tagen nach Auftreten der Krankheitssymptome begonnen wurde, aber auch nach fünf Tagen lag der Schutz immer noch bei 88 Prozent. Das Medikament verringert die Fähigkeit des Coronavirus, sich in den Körperzellen zu vermehren, und bremst damit die Weiterentwicklung der Krankheit Covid-19. Kombiniert wird der neue Wirkstoff mit dem Medikament Ritonavir, das bereits zur Behandlung von HIV-Patienten eingesetzt wird.

Nationale Behörden können nun über einen Einsatz des Mittels noch vor der offiziellen Zulassung entscheiden. Dies sei etwa in Notfallsituationen möglich, wie sie durch "steigende Infektions- und Todesraten durch Covid-19" eintreten könnten, erklärte die EMA. Das sogenannte rollierende Verfahren zur formellen Zulassung der Tablette werde eingeleitet, teilte die EMA weiter mit. Eine endgültige Entscheidung könnte demnach in einigen Monaten fallen.

Quelle: ntv.de, mbu/dpa/AFP

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