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Vor allem Juni bis AugustKlimaexperten: "Müssen uns auf starkes El-Niño-Ereignis vorbereiten"

02.06.2026, 17:28 Uhr
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Der vorherige El Niño hatte dazu beigetragen, dass 2023 und 2024 global die wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen waren. (Foto: IMAGO/Jan Eifert)

Nach Einschätzung von Meteorologen könnte sich in den kommenden Wochen das Wetterphänomen El Niño bemerkbar machen. Experten erwarten überdurchschnittliche Temperaturen in den meisten Teilen der Welt. In zwei Monaten ist das Risiko besonders groß.

Die Weltwetterorganisation (WMO) hat wegen des Klimaphänomens El Niño vor Hitzewellen und anderen extremen Wetterlagen in den kommenden Monaten gewarnt. Die UN-Behörde prognostizierte für die Monate Juni bis August überdurchschnittliche Temperaturen in den meisten Teilen der Welt und geht davon aus, dass es zu einem moderaten bis starken El-Niño-Ereignis kommen könnte, das bis November anhalten dürfte. "Wir müssen uns auf ein potenziell starkes El-Niño-Ereignis vorbereiten, das Dürren und schwere Regenfälle verschärfen und das Risiko von Hitzewellen an Land und im Meer erhöhen wird", sagte WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo.

Beim natürlich auftretenden Wetterphänomen El Niño erwärmt sich die Wasseroberfläche im Pazifik, was weltweit Auswirkungen auf Wind, Luftdruck und Niederschläge hat. In der Folge steigt das Risiko für Wetterextreme. Üblicherweise tritt das Phänomen alle zwei bis sieben Jahre auf und dauert zwischen neun und zwölf Monate an.

Den meisten Vorhersagemodellen zufolge werde der kommende El Niño "mindestens mäßig und möglicherweise stark" ausgeprägt sein, erklärte die WMO bei ihrem vierteljährlichen Update zu dem Wetterphänomen. Der vorherige El Niño hatte dazu beigetragen, dass 2023 und 2024 global die wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen waren.

Guterres: "El Niño steht vor der Tür"

Zwischen Ende April und Mitte Mai lagen die Temperaturen an der Meeresoberfläche in Teilen des Pazifik laut WMO knapp unter der El Niño-Schwelle. Unter der Oberfläche lag die Wassertemperatur mehr als sechs Grad Celsius über den Normalwerten. Der WMO zufolge werden zwischen Juni und August nahezu weltweit überhöhte Temperaturen erwartet. Am Horn von Afrika, Südasien und Mittelamerika wird weniger Niederschlag erwartet als normal. Den UN-Experten zufolge gibt es bislang keine Belege dafür, dass der Klimawandel die Häufigkeit oder Intensität von El Niños erhöht. Der Klimawandel könne jedoch die mit dem Wetterphänomen einhergehenden Extremwetterereignisse verstärken.

"El Niño steht vor der Tür", sagte UN-Generalsekretär António Guterres in einer Videobotschaft. Die damit verbundenen Wetterbedingungen drohten "Öl ins Feuer einer sich erhitzenden Welt" zu gießen. Die "einzig wirksame Antwort" sei eine Klimapolitik "auf der Höhe der Krise" mit einem Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und einem Umstieg auf erneuerbare Energieträger. Zudem müssten Frühwarnsysteme für Unwetter ausgebaut werden.

Quelle: ntv.de, nbr/AFP/rts

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