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Genaue Besatzung noch unklar ESA will ersten Europäer auf den Mond schicken

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Die ESA-Astronauten sollen an Bord der "Orion" zum Mond fliegen.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Bisher hat noch kein einziger europäischer Astronaut einen Fuß auf den Mond gesetzt. Eine Mission der europäischen Weltraumagentur ESA in Zusammenarbeit mit der US-Raumfahrtbehörde NASA könnte das aber bald ermöglichen. Vielleicht noch in dieser Dekade, hofft ESA-Direktor Aschbacher.

Europäische Astronauten dürften einer Mission zum Mond bald ein Stückchen näher kommen. Drei Raumfahrer der Europäischen Weltraumagentur (ESA) können zum geplanten Außenposten "Gateway", der einmal den Mond umkreisen soll, fliegen. Das teilte die EAA mit Sitz in Paris in Bezug auf die Zusammenarbeit mit der US-Raumfahrtbehörde NASA mit. Die Astronauten sollen demnach an Bord der Kapsel "Orion" dorthin gelangen.

Der Mitteilung zufolge ebnet die US-europäische Zusammenarbeit auch den Weg für einen ersten europäischen Astronauten auf dem Mond selbst. NASA-Chef Bill Nelson sagte demnach: "Wir freuen uns darauf, dass ein ESA-Astronaut auf der Mondoberfläche zu uns dazu stößt." Die NASA setze auf die Zusammenarbeit mit der ESA, um die Erforschung des Mondes durch die "Artemis"-Mission voranzutreiben. In einer Pressekonferenz sagte er, dass die genauen Besetzungen der Kapseln aber noch nicht feststünden.

ESA-Direktor Josef Aschbacher wiederholte seinen Wunsch, noch in dieser Dekade einen europäischen Astronauten auf dem Mond zu sehen. Europa spiele eine wesentliche Rolle bei der Rückkehr der Menschen zum Mond, betonte er. "Es ist ein berauschendes Gefühl, zu wissen, dass unsere Module bis zum Ende dieses Jahrzehnts nicht nur für eine, sondern für mehrere Mondreisen ausgelegt sind."

Mit der "Artemis"-Mission sollten eigentlich bis 2024 wieder US-Astronauten auf dem Mond landen, erstmals auch eine Frau. Dies ist nun frühestens für 2025 geplant. Auch die ESA ist an der Mission beteiligt und liefert mit dem europäischen Servicemodul eine wichtige Komponente des "Orion"-Raumschiffs.

(Dieser Artikel wurde am Mittwoch, 15. Juni 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, mbu/dpa

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