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Messroboter aus Bremen "Mascot" landet auf Asteroid Ruygu

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Ein Modell von "Mascot" auf dem 69. International Astronautical Congress in Bremen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Um Hinweise auf die Ursprünge unseres Sonnensystems zu liefern, soll das mikrowellengroße Messgerät "Mascot" auf einem Asteroiden herumhüpfen und Daten sammeln. Nun läuft die Zeit für seine Mission, es hat nur 16 Stunden.

Der deutsch-französische Lander "Mascot" ist auf dem Asteroiden Ruygu angekommen. Der Asteroid habe "einen neuen Bewohner",  erklärte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Rund 300 Millionen Kilometer von der Erde entfernt hatte eine japanische Raumsonde "Mascot" abgeworfen.

Das kleine Gerät von der Größe einer Mikrowelle ist planmäßig Minuten nach der Trennung von der Sonde "Hayabusa2" auf dem Himmelskörper gelandet, um dort Messungen vorzunehmen. Die Forscher wollen mit der Mission den Ursprüngen des Sonnensystems auf die Spur kommen. "Mascot" sei in Richtung Asteroid "geschubst" worden, schrieb das DLR auf Twitter.

"Jetzt heißt es Daumen drücken und warten, dass Mascot uns die ersten Daten von der Asteroidenoberfläche schickt", schrieb das DLR. Die Landung von "Mascot" (Mobile Asteroid Surface Scout) war spannend, weil der Erfolg davon abhing, dass der Messroboter nicht in zu weichem Terrain oder einer Felsspalte hängen bleibt, wo er sich nicht hätte aufrichten können.

Asteroid könnte Wasser enthalten

Nach der Landung soll "Mascot" nun den Asteroiden mit verschiedenen Instrumenten untersuchen: Er soll die Oberfläche analysieren sowie deren Temperatur und das Magnetfeld messen. Dabei wird das kleine Kraftpaket umherhüpfen. Möglich macht das ein eingebauter Schwungarm.

16 Stunden hat "Mascot" für seine Arbeit Zeit. Dann versiegt die Batterie. "Mascot" war federführend vom DLR-Institut für Raumfahrtsysteme in Bremen zusammen mit der französischen Raumfahrtagentur CNES entwickelt und getestet worden. Die Wissenschaftler wollen der Frage nachgehen, welche Rolle Asteroiden bei der Entstehung und der frühen Entwicklung der Erde gespielt haben. Teleskopmessungen ließen vermuten, dass er Wasser enthält.

Quelle: n-tv.de, fhe/dpa/AFP

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