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"Epic" nimmt die Arbeit auf Nasa macht einzigartiges Foto der Erde

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Die ganze Erde, von Sonnenlicht bestrahlt, aus 1,6 Millionen Kilometer Entfernung.

(Foto: Nasa)

Der blaue Planet schwebt im schwarzen Nichts: Bilder von unserer Erde sind immer wieder faszinierend. Eine neue Raumsonde funkt nun erstmals ein Bild unserer Heimat zurück - aus einer Entfernung, die weit hinter dem Mond liegt. Und das ist erst der Anfang.

Die Nasa hat das erste Bild veröffentlicht, das das "Deep Space Climate Observatory" (DSCOVR) von der Erde aufgenommen hat - aus einer Entfernung von einer Million Meilen, also rund 1,6 Millionen Kilometern. Das Bild zeigt den blauen Planeten komplett von der Sonne erleuchtet. Eine solche Aufnahme zu machen, war nicht mehr möglich, seit Astronauten von der Apollo-17-Mission die legendäre "Blue Marbel" ("Blaue Murmel") fotografiert haben.

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Die erste "Blue Marble" Aufnahme von 1972.

(Foto: Nasa)

Zwar hat die Nasa in den vergangenen Jahren immer wieder solche Aufnahmen veröffentlicht, allerdings waren dies immer Bilder, die mittels einer Software aus mehreren Bildern zusammengesetzt waren. Es handelte sich dabei nie um eine tatsächliche Momentaufnahme der Erde. Anders das Bild, das nun die "Epic"-Kamera des DSCOVR geschossen hat. Das charakteristische Blau entsteht durch die Effekte des in der Atmosphäre gestreuten Sonnenlichts.

DSCOVR befindet sich rund 1,6 Millionen Kilometer entfernt von der Erde auf einem Orbit zwischen unserem Planeten und der Sonne. Das ist rund viermal weiter weg als der Mond. Auf diesem sogenannten "Lagrange Punkt", von denen es insgesamt fünf gibt, gleichen sich die Gravitationskräfte von Erde und Sonne aus. Somit hat die Raumsonde ein stabile Umlaufbahn. Zudem wird sie die Erde immer von der Sonnenseite sehen, da sie nicht um den Planeten sondern ebenfalls um unseren Heimatstern kreist.

Das nun veröffentlichte Bild ist nicht das letzte, das das "Deep Space Climate Observatory" an die Erde funken wird. Sobald der Satellit im Herbst vollständig in Betrieb ist und die Instrumente beginnen, regelmäßige Daten zu sammeln, will die Nasa täglich neue Bilder veröffentlichen - 12 bis 36 Stunden, nachdem sie im All entstanden sind. "Die Beobachtungen, die DSCOVER macht, die Messungen und Frühwarnungen des Weltraum-Wetters helfen jedermann dabei, die sich immer verändernde Erde zu überwachen. Und sie helfen dabei, zu verstehen, wie unser Planet sich in seine Nachbarschaft im Sonnensystem einfügt", sagt Nasa-Chef Charles Bolden.

Quelle: ntv.de, fma