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"Bald vollständig aufgelöst"Satellit zeigt, wie der einst größte Eisberg der Welt zerfällt

16.01.2026, 14:57 Uhr
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Der Eisberg A23a brach 1986 vom antarktischen Festland ab. Er überlebt also bisher schon etwa 40 Jahre - aber wohl nicht mehr lange. (Foto: picture alliance / Cover Images)

A23a war einst rund 4000 Quadratkilometer groß und damit der größte Eisberg der Welt - doch nun zerfällt er rapide. Eine seltene Satellitenaufnahme hält Anzeichen für den baldigen kompletten Verlust des Eisbergs fest.

Der drohende Zerfall des einst größten Eisberges der Welt A23a ist auf einer neuen Satelliten-Aufnahme festgehalten worden. Das Bild zeige die ersten Anzeichen dafür, dass der Eisberg sich bald vollständig auflösen werde, teilte die europäische Raumfahrtbehörde Esa mit. Dass das Bild einen klaren, wolkenfreien Blick ermögliche, sei ungewöhnlich.

"Die hellblauen Bereiche, die auf seiner Oberfläche und auf den Eisbergen südlich von ihm sichtbar sind, sind Becken von Schmelzwasser, welche deutliche Zeichen des schnellen Verschwinden des Eisberges sind." Aufgenommen hat die Ansicht der Satellit Sentinel-2 des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus.

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Von der europäischen Raumfahrtbehörde Esa bearbeitete Aufnahme eines Sentinel-Satelliten des Eisbergs A23a im Südatlantik. (Foto: picture alliance/dpa/contains modified Copernicus Sentinel data (2025), processed by ESA)

Nach langer Zeit am Meeresboden hinein in wärmere Gewässer

Der Eisberg A23a war mit einst der größte Eisberg der Welt. Mit rund 4.000 Quadratkilometern war er ursprünglich rund viereinhalbmal so groß wie Berlin. 1986 vom antarktischen Festland - dem Filchner-Ronne-Schelfeis - abgebrochen, hing er jahrzehntelang am Meeresboden fest. Nachdem er sich im Jahr 2000 gelöst hatte, blieb er lange in zirkulierenden Meeresströmungen gefangen und driftete im November 2023 rasch von den antarktischen Gewässern davon.

Mittlerweile befindet sich der Eisriese im Südatlantik. Am 20. Dezember fing der Satellit ihn etwa 150 Kilometer nordwestlich der Insel Südgeorgien ein, umgeben von mehreren kleinen Eisbergen. Der Esa zufolge misst der frühere Gigant mittlerweile nur noch etwa 1.000 Quadratkilometer. Er hat also bereits rund drei Viertel seiner einstigen Größe verloren.

Dass Eisberge, die so weit in den Norden gelangen, zerfallen, ist nicht ungewöhnlich und liegt an den wärmeren Meerestemperaturen und Wetterbedingungen. Laut der Esa ist A23a auf Kurs zu noch wärmeren Gefilden. Bald werde es das Schicksal anderer Eisberge teilen, die in diesen Gewässern zerfallen sind.

Quelle: ntv.de, abe/dpa

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