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Methoden im Check So kann man FFP2-Masken brauchbar aufbereiten

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FFP2-Masken auf der Wäscheleine: Mit Blick auf die Ressourcen und den Aufwand ist das einwöchige Lufttrocknen die einfachste Wiederaufbereitungsmethode.

(Foto: Laura Ludwig/dpa-tmn)

Nach dem Benutzen wandert die Maske in die Jackentasche und wird danach wieder aufgesetzt - oft praktiziert, aber so sollte man es eigentlich nicht machen. Wegwerfen muss man die Maske aber auch nicht gleich. Ein Forscherteam hat drei Methoden für deren Wiederverwendung getestet.

FFP2-Masken sind im Laufe der Corona-Pandemie ein festes Utensil unseres Alltags geworden. Sie sind ein bisschen wie die Brieftasche: immer dabei, immer einsatzbereit. Und sie haben noch etwas mit der Brieftasche gemeinsam: Sie verschwinden oft in der Jackentasche, wenn sie nicht genutzt werden. Das Deponieren in der Jackentasche ist aber keine gute Idee. Dort vermehren sich etwa Bakterien vorzüglich.

Deshalb sollte man die Maske spätestens dann aus der Tasche nehmen, wenn man zu Hause ankommt. In den Müll muss sie aber nicht zwingend. Wer Geld und Ressourcen sparen will, kann sie wiederaufbereiten. Voraussetzung ist, dass Filterschutz und Passform dabei nicht leiden.

Bei richtiger Anwendung funktioniert Reinigung sehr gut

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Gern wird die Maske am Arm oder Handgelenk getragen - aus Expertensicht keine schlechte Idee, weil sie so kaum mit Oberflächen in Berührung kommt.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Forscherinnen und Forscher von der Fachhochschule (FH) Münster haben drei Methoden erprobt, mit denen sich Masken sicher wiederverwenden lassen - Lufttrocknen, Auskochen im Beutel und Erhitzen im Ofen.

Bei korrekter Ausführung der Methoden wird die Zahl möglicher anhaftender Coronaviren derart stark reduziert, dass das Risiko einer Infektion durch zurückgebliebene Viren am Stoff sehr gering ist. Ratsam ist es deshalb, sich die Anleitung der Forschenden vorab genau durchzulesen. Diese ist online kostenlos verfügbar.

Aber wie nachhaltig sind die einzelnen Methoden? Ein kurzer Check:

1. Austrocknen: Das Prinzip ist simpel. Man benötigt sieben Masken und sieben Haken, am besten sind diese beschriftet nach Wochentagen. Die Montagsmaske etwa kommt nach der Nutzung an den Montagshaken und trocknet dort eine Woche lang. Am nächsten Montag ist sie dann wieder einsatzbereit. Bis auf die Haken, die man gegebenenfalls einkauft, kostet die Methode weder Ressourcen noch Energie.

Fünf Mal lässt sich dieser Zyklus nach Angaben der Forschenden wiederholen. Man kann die Maske folglich sechs Mal tragen, ehe sie entsorgt wird. Und: Das ist die einzige Methode, die sich auch für formstabile Masken (Körbchenmodelle) eignet. Denn die vertragen keine starke Hitze. Bei Missachtung verlieren die Masken an Form und Funktionalität.

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80 Grad sollen es sein: Wer die Masken im Ofen erhitzt, muss es bei der Temperatur ganz genau nehmen.

(Foto: Laura Ludwig/dpa-tmn)

2. Trocknen im Ofen: Vorsicht, bei dieser Methode ist Genauigkeit gefragt. Im Ofen sollte es 80 Grad heiß sein - allenfalls etwas darüber, aber nie mehr als 100 Grad. Auf die Angabe an der Ofentaste sollte man sich dabei nicht verlassen: Die tatsächlichen Temperaturen können davon stark abweichen. Es ist daher empfehlenswert, die richtige Einstellung mit einem Backofenthermometer zu prüfen. Denn ist es zu kalt, werden die Viren nicht zuverlässig abgetötet. Ist es zu warm, leiden Material und Filtervlies.

Und so geht's: Die Maske muss nach der Nutzung zunächst einen Tag trocknen. Danach kommt sie auf einen mit Backpapier ausgelegten Rost und bei 80 Grad Ober- und Unterhitze für eine Stunde in den Ofen. Die Prozedur kann man pro Maske fünf Mal wiederholen.

Diese Methode birgt allerdings nicht nur das größte Fehlerpotenzial und wird deshalb von einigen Fachleuten kritisch betrachtet. Sie verbraucht auch Ressourcen: Die Energie für 60 Minuten Ofenbetrieb und jedes Mal frisches Backpapier.

3. Auskochen im Topf: Das geht nur mit einem geeigneten Kochbeutel. Schmeißt man die Maske ungeschützt in das kochende Wasser, nimmt das Material oft Schaden. Zudem bricht die Filterleistung der Masken ein, wenn Wasser das elektrostatische Filtervlies durchdringt.

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Das Auskochen im Topf dauert rund zehn Minuten - dreimal lässt sich eine Maske mit dieser Methode wiederaufbereiten.

(Foto: Laura Ludwig/dpa-tmn)

In einem für Lebensmittel geeigneten, hitzebeständigen, fest verschlossenen Kochbeutel kann man bis zu drei Masken gleichzeitig kochen - für zehn Minuten bei geschlossenem Topfdeckel. Höchstens drei Mal lässt sich die Prozedur wiederholen. Man kann die Maske also insgesamt vier Mal tragen.

Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit betrachtet, lassen sich die Masken beim Auskochen weniger häufig wiederverwenden als bei den anderen beiden Methoden - ein kleiner Nachteil.

Dazu kommt noch die Energie für die Herdplatte. Und da ist zudem der Beutel. Jedoch: Bei einem geeigneten Kochbeutel aus Polypropylen sehe er keine Gründe, die gegen eine Mehrfachnutzung sprechen, schreibt Chemiker Martin Kreyenschmidt von der FH Münster auf Nachfrage zu diesem Aspekt. Es müsse nur sichergestellt sein, dass der Beutel weiterhin dicht schließt und kein Wasser eindringt.

Trockenmethode ist einfach und energiesparend

Fazit: Am einfachsten und letztlich auch energiesparendsten ist die Trockenmethode. Die Ofenvariante ist fehleranfällig und verbraucht einige Ressourcen. Ein Nachteil des Auskochens ist, dass sich die Masken damit nur drei statt fünf Mal aufbereiten lassen.

Gut zu wissen: Alle drei Wiederaufbereitungsempfehlungen der Forschenden sind auch für die im Handel verbreiteten FFP2-Masken mit "NR"-Aufdruck (nicht wiederverwendbar) anwendbar. Die Angabe ist für Alltagsnutzer nicht relevant, sondern nur im Arbeitsschutzkontext.

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Außerdem wichtig: Ist die Maske defekt, wurde sie besonders beansprucht, oder wurde man direkt von einem anderen Menschen angehustet, sollte sie nicht nochmal wiederverwendet werden. Sie gehört dann besser entsorgt - und zwar im Restmüll.

Auch die Hochschule München hat eine Untersuchung zur Wiederverwendbarkeit von FFP2-Masken durchgeführt - sie kann man hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, Tom Nebe, dpa

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