Das war Mittwoch, der 30. August 2017
Thema des Tages war heute weiterhin "Harvey". Mittlerweile ist der Sturm auf Louisiana getroffen. New Orleans zittert bereits und bereitet sich vor. Wir werden Sie diesbezüglich weiterhin auf dem Laufenden halten. Trump nutzt die Katastrophe vor allem für eines: Seine Person in den Vordergrund zu rücken. In Deutschland hat heute Ryanair bekannt gegeben, doch nicht an der insolventen Air Berlin interessiert zu sein. Konzernchef Michael O'Leary findet das Insolvenzverfahren intransparent.
Außerdem fanden Sie diese Themen heute spannend:
Haben Sie eine gute Nacht und schauen Sie doch morgen mal wieder bei "Der Tag" vorbei.
Vietnamese gräbt drei Napalmbomben aus
Als ein Vietnamese seinen Hinterhof umgraben wollte, machte er eine böse Überraschung: In der Erde befanden sich drei 70 Kilo schwere Napalmbomben und eine Landmine aus dem Vietnamkrieg. Die Bomben konnten sicher entschärft werden. Während des Vietnamkriegs warf die US-Luftwaffe von 1962 bis 1971 13 Millionen Tonnen Bomben (etwa die 450-fache Sprengkraft der Hiroshima-Bombe).
Mehrere türkische Polizisten beantragen Asyl
Ein Jahr nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei haben mehrere ranghohe türkische Polizeibeamte in Deutschland Asyl beantragt. Darüber berichtet die "Welt". Darunter soll auch ein leitender Beamter der türkischen Nationalpolizei sein. Auch ein türkischer Verbindungsbeamter, der im Bundeskriminalamt (BKA) tätig war, soll Asyl beantragt haben.
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Studentin verprasst Fehl-Überweisung
Eine irrtümliche Millionenüberweisung hat einer südafrikanischen Studentin ein Leben in Saus und Braus ermöglicht. Allerdings nur so lange, bis die Sache aufflog. Anstatt der vorgesehenen 1400 Rand (rund 90 Euro) waren der Stipendienempfängerin fälschlicherweise 14 Millionen Rand (rund 900.000 Euro) als Essensgeld überwiesen worden. Die Studentin griff zu und gab mehrere zehntausend Euro für Klamotten, Partys und ein neues Smartphone aus. Als der Fehler auffiel, hatte die Studentin bereits etwa 800.000 Rand verprasst. Nun muss sie das Geld zurückzahlen. Der Restbetrag des zu viel überwiesenen Geldes wurde ihr wieder entzogen.
Schröder äußert sich zu Trumps Twitter-Politik
US-Präsident Donald Trump ist nach Ansicht von Altkanzler Gerhard Schröder wegen seines leichtfertigen Umgangs mit der Außenpolitik ein Risiko für den Weltfrieden. "Außenpolitik über Twitter zu machen ist hochgradig gefährlich. Verglichen mit Herrn Trump ist Wladimir Putin ein hochrationaler Mann", so Schröder. (Er ergänzte an dieser Stelle, er finde auch nicht alles richtig, was Russland weltpolitisch tue.) Schröder nannte es problematisch, wie Trump, der mächtigste Mann der Welt, je nach Laune oder aus Frust über Medien auf weltpolitische Probleme reagiere. Das sei auch eine Gefahr für Deutschland.
Schröder hat sich bei einer Wahlkampfveranstaltung auch zu seinem Einstieg bei Rosneft geäußert. Hier lesen Sie mehr darüber.
Jugendliche erstickt Baby nach heimlicher Geburt
Ein 15-Jährige hat in Bochum in der elterlichen Wohnung heimlich ein Kind zur Welt gebracht und das Neugeborene danach erstickt. Die Jugendliche hatte ihre Schwangerschaft und die Geburt ihres Kindes vor ihrer Familie geheim halten können. Nach der Tat vertraute sie sich Bekannten an, die die Polizei riefen. Beamte fanden den toten Säugling in der Wohnung. Das Mädchen kam ins Krankenhaus.
Touristen-Steuer auf Mallorca soll verdoppelt werden
Mallorca-Besucher werden ab 2018 wahrscheinlich tiefer in die Tasche greifen müssen.
Die Parteien der linken Regierungskoalition der Balearen haben sich nämlich auf eine Verdoppelung der ohnehin schon umstrittenen Touristenabgabe geeinigt. Allerdings steht noch ein Treffen aus, bei welchem die letzten Details besprochen werden sollen.
Bislang sieht das Abkommen vor, dass Gäste der Inseln Mallorca, Menorca, Formentera und Ibiza bis zu vier Euro pro Kopf und Nacht zahlen sollen. Durch die Erhöhung der im Sommer 2016 eingeführten sogenannten "Ecotasa" (Ökotaxe) will man insgesamt Einnahmen von rund 100 Millionen Euro pro Jahr erzielen. Mit dem eingenommenen Geld werden nach Angaben der Regionalregierung vor allem Umweltprojekte finanziert.
Der Verband der Hoteliers von Mallorca (FEHM) kritisierte das Vorhaben als "katastrophal". "Noch ist keine positive Folge (der Touristenabgabe) zu sehen, weder im sozialen Bereich noch in Bezug auf das touristische Angebot", klagte Verbandspräsidentin.
Videos des Tages
Venezuela will Hurrikan-Opfern in den USA helfen
Trotz des schwelenden Konflikts zwischen Caracas und Washington will die venezolanische Regierung den Hurrikan-Opfern in den USA helfen. Venezuela werde bis zu fünf Millionen US-Dollar (4,2 Millionen Euro) für betroffene Familien in Houston und Corpus Christi bereitstellen, kündigte Außenminister Jorge Arreaza an. "Wir werden immer an der Seite des Volkes der USA stehen." Angesichts der autoritären Bestrebungen der venezolanischen Regierung hatten die USA zuletzt neue Wirtschaftssanktionen gegen das südamerikanische Land verhängt. Unter anderem wurden Geschäfte mit bestimmten Staatsanleihen und Wertpapieren der staatlichen Ölfirma PDVSA teilweise verboten.
Mehr über den Tropensturm "Harvey" lesen Sie hier.
Computer-Virus legt Magdeburger Landtag lahm
Ein Virus hat das Computernetzwerk des Landtags von Sachsen-Anhalt lahmgelegt. Allerdings ist sich das Landeskriminalamt sicher, dass es sich nicht um einen gezielten Hackerangriff handelt. Vielmehr soll die Schadsoftware über einen Dateianhang ins System gelangt sein, den ein Mitarbeiter unbedarft geöffnet hatte. Betroffen sind laut LKA der Rechner des Mitarbeiters und Teile eines angeschlossenen Netzlaufwerks. Eine Sprecherin des Landtags sagte, dass alle Computer und Telefone des Landtags erst einmal vom Netz getrennt bleiben. Als Vorsichtsmaßnahme waren alle Mitarbeiter gebeten worden, ihre Rechner und Telefone auszustecken.
Frauen schmuggeln Gold in Damenbinden
So etwas sieht der Zoll auch nicht alle Tage: Eine Mutter und ihre Tochter wollten am Flughafen München fünf goldene Armreifen im Wert von 4000 Euro auf ganz besondere Weise an den Beamten vorbeischmuggeln. Die "schweren Hygieneeinlagen" in den Handtaschen weckten allerdings das Misstrauen der Beamten. Die 20 und 47 Jahre alten Frauen, die aus der Türkei nach Deutschland einreisen wollten, zahlten die anfallenden 800 Euro Steuern schließlich ohne Protest. Gegen sie wurde ein Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung eingeleitet.
Luftangriff der Anti-IS-Koalition stoppt Extremisten
Die US-geführte internationale Koalition hat mit einem Luftangriff einen Konvoi gestoppt, mit dem Hunderte IS-Kämpfer aus dem Libanon in den Osten Syriens fahren wollten. Die Bomben hätten einen Krater in die Straße gerissen, die die Busse mit den Extremisten an Bord hätten nutzen wollen, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Der Konvoi steckt nun in der zentralsyrischen Provinz Homs fest. Die rund 400 Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) waren am Montag im Grenzgebiet zwischen zwischen Syrien und Libanon aufgebrochen. Die Busse sollen sie in den vom IS kontrollierten Osten Syriens bringen, der an den Irak angrenzt.
Update 19:11 Uhr: Die Nachrichtenagentur dpa hatte zunächst vermeldet, dass die IS-Kämpfer am Montag zwischen Syrien und dem Irak aufgebrochen waren. Richtig heißt es allerdings, dass die Kämpfer zwischen Syrien und Libanon aufgebrochen waren.
Blauhelm-Soldaten mit Pfeil und Bogen angegriffen
Pygmäen haben in der Demokratischen Republik Kongo einen UN-Konvoi mit Pfeil und Bogen angegriffen. Dabei wurde ein Blauhelm-Soldat verletzt. Der Sprecher der UN-Kongo-Mission Monsuco, Serge Haag, verurteilte den Angriff scharf. Die Miliz vom Pygmäen-Volk der Twa habe sich "sehr feindselig" verhalten. Die Blauhelm-Soldaten hätten besonnen auf den Angriff reagiert, sie hätten schließlich auch Gewalt anwenden können, so Haag. Nach Angaben der Monsuco-Mission war der Konvoi zur Bewertung der Sicherheitslage in der östlichen Provinz Tanganyika unterwegs. In der Demokratischen Republik Kongo gehört etwa ein Prozent der Bevölkerung den Pygmäen an. Sie sehen sich oft als Bürger zweiter Klasse und kämpfen für gleiche Rechte in dem Land.
Tausende Stimmzettel müssen neu gedruckt werden
Die Bundestagswahl steht kurz bevor und ein Großteil der Stimmzettel in zwei rheinland-pfälzischen Wahlkreisen muss noch einmal neu gedruckt werden. Für den Wahlkreis Kreuznach wurden sämtliche 205.000 Bögen auf zu dünnem Papier gedruckt. Somit kann man durch das Papier hindurchsehen und der Grundsatz der geheimen Wahl ist gefährdet. Warum die Wahlzettel auf das falsche Papier gedruckt wurden, ist noch unklar. Auch im Wahlkreis Worms sollen etwa 170.000 Stimmzettel neu gedruckt werden. Auch dort ist das Papier zu durchsichtig.
Neue Sonderkommission jagt Auto-Poser
Die Hamburger Polizei will künftig intensiver gegen Autofahrer vorgehen, die mit aufheulenden Motoren, quietschenden Reifen und hohem Tempo Aufsehen erregen. Deswegen wird es ab dem 1. September eine neue Sonderkommission namens "Arbeitsgruppe Auto-Poser" geben. Hintergrund der neuen Soko ist, dass sich die Beschwerden häufen. Seit längerer Zeit beklagten sich Bürger über den Lärm und verkehrsgefährdendes Verhalten mancher Fahrer von PS-starken Fahrzeugen, vor allem an der Alster, auf der Wandsbeker Chaussee, in Allermöhe und Harburg. Immer wieder gibt es außerdem illegale Autorennen.
Schlagzeilen zum Feierabend
Mann ersticht Horror-Autorin
Sie schrieb Horrorgeschichten, dann wurde eine 41-jährige Autorin auf ähnlich grausige Art und Weise ermordet. Ihr Mörder soll ein 55-jähriger Verehrer gewesen sein. Er soll die Frau in ihrer Wohnung in Gevelsberg bei Hagen mit einem Küchenmesser angegriffen haben. Die Messerklinge verletzte viele innere Organe, die Autorin verblutete. Seit heute steht der mutmaßliche Täter vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der introvertierte Saarländer die Horrorbuch-Autorin über das Internet kennenlernte und sich schnell in sie verliebte. Die wesentlich jüngere Frau wollte aber wohl nicht mehr als gute Freundschaft. Bei einem überraschenden Besuch des Mannes soll es deshalb zu einem Streit gekommen sein in dessen Verlauf die 41-Jährige zu Tode kam.
Jordanien und Irak öffnen gemeinsame Grenze wieder
Nach mehr als zwei Jahren öffnen Jordanien und der Irak wieder ihre gemeinsame Grenze. Ab sofort können Reisende den Grenzübergang Turaibil passieren, meldete die staatliche jordanischen Nachrichtenagentur Petra. Hintergrund der Öffnung: Die Sicherheit an der einzigen Verbindungsstraße zwischen den beiden Hauptstädten Amman und Bagdad ist wieder hergestellt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte den Grenzübergang 2014 unter Kontrolle gebracht. Der Grenzverkehr ging danach zunächst weiter. Ein Jahr später konnten irakische Sicherheitskräfte das Gebiet zurückgewinnen. Danach ließ der Irak die Grenze jedoch schließen, weil der IS große Teil der Verbindungsstraße kontrollierte. Mittlerweile haben die Extremisten aber fast alle Gebiete im Westen des Iraks verloren.
Bombenfund: 70.000 Frankfurter werden evakuiert
Frankfurt steht wegen einer Bombenentschärfung vor einer der größten Evakuierungen in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Rund 70.000 Menschen müssen am Sonntag voraussichtlich ihre Wohnungen verlassen. Die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war bei Bauarbeiten im Frankfurter Westend gefunden worden.
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Ryanair will kein Angebot für Air Berlin abgeben
Der irische Billigflieger Ryanair wird kein Angebot für die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin abgeben. Wenn es ein offenes und transparentes Insolvenzverfahren geben würde, würde er für Air Berlin bieten - sowohl als Ganzes als auch für Teile der Airline, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary. Dies sei jedoch nicht der Fall, vielmehr handele es sich ein "abgekartetes Spiel" zwischen der Bundesregierung, der Lufthansa und Air Berlin.
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Mutmaßlicher Islamist begeht im Gefängnis Suizid
In Hamburg hat sich ein mutmaßlicher Islamist im Gefängnis das Leben genommen. Der 40-jährige Syrer Abdullah K. wurde in seiner Zelle einer Untersuchungshaftanstalt gefunden. Die Justizbehörde geht davon aus, dass sich der Mann erhängt hat. K. soll Mitglied von Dschabhat al-Nusra gewesen sein und saß seit Juni 2017 in Untersuchungshaft. K. soll sich laut Hamburger Justizbehörde für die Miliz an Kämpfen beteiligt sowie Fahr- und Wachdienste übernommen haben. Die Behörde hatte vorher keine Anzeichen für einen möglichen Suizid gesehen. In einem Gespräch mit dem psychologischen Dienst soll K. "stabil und orientiert" gewirkt haben.
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In Berlin laufen 900 Liter Salpetersäure aus
In der Hauptstadt sind rund 900 Liter Salpetersäure ausgelaufen. 18 Menschen wurden dabei verletzt, 13 davon kamen in ein Krankenhaus. Sie erlitten Atemwegsreizungen. Die Salpetersäure war auf einem Betriebsgelände in Berlin-Lichterfelde aus einem Behälter entwichen und zum Teil auf eine Straße und von dort in einen Abwasserkanal gelangt. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot und mit Spezialkräften im Einsatz.
Mord vor 30 Jahren: 62-Jähriger verurteilt
Rund 30 Jahre nach dem Mord an einer 18-jährigen Frau in Sachsen ist der mutmaßliche Täter zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Zwickau stellte außerdem die besondere Schwere der Schuld fest, sodass der heute 62-jährige Angeklagte nicht mit einer vorzeitigen Haftentlassung nach 15 Jahren rechnen kann. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte die damals 18-jährige Heike Wunderlich im April 1987 in einem Wald bei Plauen vergewaltigte und anschließend erdrosselte.
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Schichtwechsel
Herzlichen Glückwunsch, liebe Leser! Sie haben die Hälfte Ihres Arbeitstages bereits überstanden. Meiner fängt indes gerade erst an. Heidi Ulrich ist soeben nach Hause gegangen und hat mir den "Tag" überlassen. Von dieser Stelle aus versorge ich Sie bis in den späten Abend hinein mit allerlei Wissenswertem und natürlich Kuriosen. Ach ja: Mein Name ist Kira Pieper. Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik zu "Der Tag"? Dann schreiben Sie mir doch gerne eine Mail an kira.pieper (at) nama.de.
"Heißester US-Häftling" arbeitet mit Bar Refaeli
Gut, ein Häftling ist Jeremy Meeks jetzt schon länger nicht mehr. Durch sein Polizeifoto wurde er aber als "heißester Häftling" der USA berühmt. Meeks war 2014 wegen unerlaubten Waffenbesitzes festgenommen worden. Nach seiner Entlassung begann er eine Modelkarriere. Und die läuft ziemlich gut, bald wird der 33-Jährige zusammen mit dem Topmodel Bar Refaeli für eine Brillenwerbung vor der Kamera stehen. Die Firma habe "jemand Besonderes" gesucht, heißt es beim Nachrichtenportal "ynet".
Sumpfkrebse in Berlin werden bekämpft
Vielleicht haben Sie es sich bei dem schönen Wetter zufälligerweise im Berliner Tiergarten gemütlich gemacht. Sollten da Menschen mit Kescher, Fangnetzen und Fallen herumlaufen - keine Sorge, das hat alles seine Richtigkeit. Die versuchen, die roten Sumpfkrebse zu fangen, die dort seit einiger Zeit vermehrt herumkrabbeln. "Wir versuchen, die Krebse zu fangen, auch wenn es schwer ist", sagte Derk Ehlert, Wildtierexperte der Umweltverwaltung. Wie viele es sind, weiß er nicht. Ziel sei es, zumindest eine Ausbreitung zu verhindern.
CDU lässt SPD-Wahlplakate aufstellen
Große Verwirrung in Heidelberg: Mitten im Bundestagswahlkampf tauchten dort Wahlplakate für die Landtagswahl im Saarland auf. Und die war schon im März. Darauf war die SPD-Spitzenkandidatin Anke Rehlinger zu sehen. Es wird noch kurioser. Denn ausgerechnet die CDU gab den Auftrag, diese Plakatwände aufstellen zu lassen. Natürlich nicht mit diesem Aufdruck. Es hatte eine Panne gegeben. Vom CDU-Kreisverband hieß es, eine Firma habe die Plakatwände aufgestellt, ohne sie auch gleich zu überkleben. Der Kreisverband entschuldigte sich mit "sechs richtig guten Flaschen Wein" bei der Heidelberger SPD. Damit war die Sache dann auch vom Tisch.
Fluggäste warten an geschlossenem BER verzweifelt auf Treppen
"Harvey" wütet über Louisiana
In den USA wütet Sturm "Harvey" jetzt über Louisiana. "Harvey" traf zum zweiten Mal auf Land, nachdem er zurück aufs Meer gezogen war. Nun habe der Sturm mit "sintflutartigem Regen" die Küste westlich der Stadt Cameron erreicht, heißt es vom Nationalen Hurrikan-Zentrum. Meteorologen warnen vor lebensbedrohenden Überflutungen. Louisiana habe die Zahl der Rettungsboote und Hubschrauber verdoppelt, berichtet CNN.
Zwei Millionen Pilger beginnen den Hadsch
Mehr als zwei Millionen Muslime aus aller Welt haben im saudi-arabischen Mekka die jährliche Pilgerfahrt Hadsch begonnen. Die Wallfahrt ist eine der fünf Säulen des Islams, jeder gläubige Muslim soll mindestens einmal im Leben daran teilnehmen. Beim Hadsch-Ritual umrunden die Gläubigen unter anderem siebenmal das würfelförmige Gebäude der Kaaba im Hof der Großen Moschee.
Rund 100.000 Sicherheitskräfte sollen für einen störungsfreien Verlauf sorgen. Vor zwei Jahren waren hunderte Menschen bei einer Massenpanik ums Leben gekommen. Zudem findet die Wallfahrt in diesem Jahr vor dem Hintergrund extremer regionaler Spannungen zwischen Katar und seinen Nachbarstaaten am Golf statt. Aus Katar kommen diesmal kaum Pilger nach Mekka.
Deutsche Fregatte rettet 158 Menschen
158 Menschen hat die deutsche Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" im Mittelmeer von einem überfüllten Schlauchboot gerettet. Sie waren etwa 100 Kilometer nördlich der libyschen Küste in Seenot geraten.
An der Rettungsaktion war auch die spanische Hilfsorganisation "Open Arms" beteiligt. Die Retter brachten die Männer, Frauen und Kinder mit Speedbooten von dem Schlepper-Schlauchboot zu der Fregatte.
Schlagzeilen am Mittag
Das war der Morgen bei n-tv
Auf dem Weg zur Arbeit die Nachrichtenlage verpasst? Was heute Morgen interessiert, erregt und bewegt hat, zeigen die Highlights der Morgennachrichten mit Ulrich von der Osten.
USA verklagen weitere Erdogan-Leibwächter
Das US-Justizministerium hat noch drei Leibwächter des türkischen Präsidenten Erdogan angeklagt. Sie seien auf Videos identifiziert worden, hieß es vom Ministerium. Erdogan war im Mai in Washington zu Besuch. Seine Leibwächter sollen damals friedlich demonstrierende kurdische Demonstranten geschlagen und getreten haben. Auch auf US-Sicherheitskräfte sollen sie losgegangen sein. Insgesamt werden 19 Leibwächter beschuldigt, zwei wurden bisher festgenommen. Erdogan hatte empört auf die Vorwürfe reagiert.
Welle rettet Surfer bei Haiangriff das Leben
Monsun fordert über 1500 Todesopfer
In der diesjährigen Monsunzeit in Südasien sind mehr als 1500 Menschen bei Überschwemmungen ums Leben gekommen. Die meisten von ihnen starben in Indien, wie aus Zahlen der örtlichen Behörden hervorgeht. Auch in Nepal und Bangladesch gab es Opfer. In diesen beiden Ländern stand zwischenzeitlich jeweils ein Drittel der Fläche unter Wasser. In Indien ist der nordöstliche Bundesstaat Bihar am stärksten betroffen. Aber auch Westindien erlebt Unwetter: Hochwasser legte die Metropole Mumbai praktisch lahm.
Dach hat Form von Busen seiner Frau
Man kann es nur von oben sehen: In Berlin-Mitte gibt es ein Dach, das die Form eines Busens hat. Es gehört zum Penthouse von Werbeunternehmer Jean-Remy von Matt. Er habe ein besonders schönes Dach haben wollen, sagte er dem "Handelsblatt Magazin". Der Architekt habe ihn dann nach seiner Lieblingsform gefragt. Und das sei eben die Brust seiner Frau, sagte von Matt. Dieser sei das Dach nachempfunden worden.
Japans Finanzminister nennt Hitlers Absichten "richtig"
Unfassbar, da fällt mir wirklich nichts mehr zu ein. Japans Finanzminister Taro Aso hat die Absichten von Adolf Hitler als "richtig" bezeichnet. Vor Mitgliedern der Parlamentsfraktion seiner Liberaldemokratischen Partei sagte er der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge: "Ich hinterfrage Ihre Motive nicht, warum Sie Politiker sind. Doch auf die Ergebnisse kommt es an. Hitler, der Millionen von Menschen auf dem Gewissen hat, war nicht gut, auch wenn seine Absichten richtig waren." Nach Kritik sagte Taro Aso später, er habe nicht die Absicht gehabt, Hitler zu verteidigen.
Taro Aso war allerdings schon 2013 mit einer Äußerung über den Aufstieg Hitlers aufgefallen, die als Lob für diesen interpretiert wurde.
Australien will Marine wegen Nordkorea aufrüsten
Der nordkoreanische Raketenabschuss sorgt auch in Australien für große Sorge. Die Regierung denkt deshalb darüber nach, ihre Marine aufzurüsten. In Auftrag gegebene Zerstörer könnten mit zusätzlichen Fähigkeiten zur Raketenabwehr ausgestattet werden, um auf das "sehr unkorrekte Verhalten" Nordkoreas zu reagieren, sagte Verteidigungsminister Pyne. Außenministerin Bishop sagte, eine militärische Lösung des Konflikts bleibe eine Option. Das Risiko sei allerdings gering, dass Australien von nordkoreanischen Raketen getroffen werden könnte.
Gauland sieht Höcke potentiell im AfD-Vorstand
Björn Höcke im Bundesvorstand der AfD? Also derjenige, der das Holocaust-Mahnmal ein "Denkmal der Schande" genannt hatte. AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland kann sich das vorstellen. Höcke sei "ein Teil der Seele der AfD" und werde von 20 bis 30 Prozent der Mitglieder der Partei heiß geliebt, sagte Gauland der "Bild"-Zeitung.
Wenn der Parteitag den Thüringer AfD-Landeschef in den Vorstand wählen würde, habe er das nicht zu kritisieren.
Auch wenn Höcke dafür plädiere, an Adolf Hitler nicht nur das Negative zu sehen, sei er dadurch kein Nationalsozialist, sagte Gauland.
Für viele andere, wie zum Beispiel SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann, ist Höcke nichts anderes als ein "Nazi", wie Oppermann nach Höckes Aussagen zum Holocaust-Mahnmal gesagt hatte. Auch Gauland steht gerade in der Kritik. Er hatte gesagt, die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Aydan Özoguz sei in Deutschland völlig fehl am Platze. Mehr dazu hier.
Schlagzeilen am Morgen
Bundeswehrhubschrauber kappt Stromleitung
Einige Baden-Württemberger hatten gestern keinen Strom mehr, weil ein Hubschrauber eine Überlandleitung durchtrennt hatte. Der Bundeswehrhubschrauber hatte die Leitung bei Schemmerhofen mit seinen Rotorblättern gekappt. Er musste daraufhin notlanden. Den beiden Soldaten an Bord ist nichts passiert. Allerdings hatten einige Ortschaften erstmal keinen Strom mehr.
Chaos an Berliner Flughafen wegen Bombenentschärfung
Eine Weltkriegsbombe hat in Berlin zu einem großen Durcheinander und vielen genervten Flugreisenden geführt. Während die Bombe gestern Abend entschärft wurde, wurde der Flugbetrieb am Flughafen in Tegel für rund drei Stunden unterbrochen. Deshalb wurden 24 Flüge zum Flughafen Schönefeld umgeleitet. Dort konnten einige aus Platzmangel nicht am üblichen Terminal parken. Sie wurden stattdessen am Terminal des noch nicht eröffneten BER geparkt. Dort mussten die Passagiere erstmal in den Fliegern warten.
Flughafensprecher Daniel Tolksdorf erklärt, was los war: "Wir mussten wegen der Tegel-Sperrung in einem kurzen Zeitfenster 24 Flugzeuge in Schönefeld annehmen, die alle fast zur gleichen Zeit ankamen. Daher gab es Probleme mit der Bereitstellung der Treppen. Es konnten jedoch alle Fluggäste die Flugzeuge verlassen."
Bamf-Chefin verteidigt Handy-Auswertung
Das Flüchtlings-Bundesamt will ab nächstem Monat die Handys von Asylbewerbern auslesen. Bamf-Chefin Jutta Cordt sagt, die Handy-Daten sollten nur genutzt werden, "wenn wir Zweifel an der Herkunft haben, die wir nicht anders verifizieren können". Kritiker sprechen von einem Eingriff in die Bürgerrechte.
Cordt erklärt, wie das Ganze ablaufen soll: Wenn die Asylbewerber zum ersten Mal Kontakt mit dem Bamf haben, werden ihre Geräte ausgelesen. "Das wird dann aber in einen technischen Safe gelegt - damit kein Unbefugter dran kommt."
Erst wenn in der Anhörung klar werde, dass man die Daten braucht, müsse ein Volljurist sie freigegeben.
Etwa 60 Prozent der Asylbewerber kommen nach Bamf-Schätzungen ohne Identitätsdokument in Deutschland an.
Leverkusen holt Stürmer Alario
Werfen wir einen Blick auf die Fußball-Bundesliga: Da gibt es nämlich einen spannenden Transfer. Bayer Leverkusen hat sich offenbar Stürmer Lucas Alario geangelt. Der 24-Jährige wechselt vom argentinischen CA River Plate nach Leverkusen, wie sein Berater in einem Radiointerview sagte. Alario habe entgegen Protesten seines bisherigen Vereins für fünf Jahre unterschrieben, so der Berater. Demnach zahlt Bayer Leverkusen 24 Millionen Euro Ablöse. Eine Bestätigung von Leverkusen gibt es noch nicht.
Offiziell: Dara Khosrowshahi wird Uber-Chef
Wie erwartet wird Dara Khosrowshahi neuer Chef des Fahrdienstvermittlers Uber. Das hat Uber jetzt bestätigt und ihn gelobt für seine "Erfahrung, Talent und Vision". Khosrowshahi leitet seit zwölf Jahren das Online-Reiseunternehmen Expedia. Er wird der Nachfolger von Travis Kalanick, der wegen einer ganzen Reihe von Skandalen zurückgetreten war. Mit einem Marktwert von 70 Milliarden Dollar gilt Uber als das wertvollste Start-up der Welt.
Möbelladen in Houston wird zur Notunterkunft
In Houston hat ein Geschäftsmann seine beiden Möbelläden zu Notunterkünften umfunktioniert. Jim McIngvale alias "Mattress Mack" bot in sozialen Netzwerken an, dass Menschen hier Zuflucht suchen können, die wegen Sturm "Harvey" ihr Zuhause verlassen mussten. Viele Menschen nahmen das Angebot dankend an. McIngvale schickte sogar Möbelwagen los, um Menschen herzubringen und machte ihnen etwas zu essen. Schon bald seien 400 Menschen in seinen Läden gewesen, schrieb McIngvale bei Facebook. Damit waren die Kapazitäten dann erreicht.
Das wird heute wichtig
Liebe Leser,
wie schön, wenn man die Sonnencreme auf einmal doch wieder braucht. So könnte es von mir aus gerne noch lange weitergehen. Tut es aber nicht, sagt ja Björn Alexander. Schauen wir auf die Termine des Tages:
Kanzlerin Merkel empfängt EU-Kommissionspräsident Juncker. Sie will eine Verlängerung der Grenzkontrollen erreichen und braucht die Zustimmung der EU-Kommission.
Unter anderem um Europapolitik geht es auch beim Treffen von Außenminister Gabriel und dem französischen Präsidenten Macron in Paris.
Zeit für die erste TV-Debatte zur Bundestagswahl: Die Spitzenkandidaten Katja Kipping (Linke), Katrin Göring-Eckardt (Grüne), Christian Lindner (FDP) und Alice Weidel (AfD) werden sich wohl einen verbalen Schlagabtausch liefern.
Das Bundessozialgericht prüft am Vormittag erneut, ob arbeitslose EU-Bürger in Deutschland Anspruch auf Sozialhilfe haben.
Muslime aus aller Welt beginnen heute im saudi-arabischen Mekka die jährliche Pilgerfahrt Hadsch.
Ich bin Heidi Ulrich, guten Morgen! Bei Fragen oder Kritik können Sie mir unter heidi.ulrich@nama.de schreiben.
Auf Sonne folgen vielerorts Gewitter
Heute scheint zunächst in weiten Teilen des Landes die Sonne. Nur vom Niederrhein bis nach Schleswig-Holstein ziehen bereits teils gewittrige Schauer durch. Im Laufe des Nachmittages bilden sich dann auch vom Schwarzwald über die westlichen Mittelgebirge bis nach NRW zum Teil heftige Gewitter. Örtlich sind Sturmböen, Hagel und Starkregen möglich. Davor wird es verbreitet sehr heiß mit 28 bis 34 Grad, an der Küste und im Emsland gibt es dagegen nur noch 19 bis 22 Grad. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag. Ihr Björn Alexander